Ich bin der Held vom freien Feld

Marco Polo hat sich auch nicht vom Wetter abhalten lassen, wenn er unbekannte Landstriche erkunden wollte. Und genau das habe ich heute getan. Neuland entdeckt.

Einzige Unterschiede zu Marco Polo: Das Land ist nur für mich neu. Der Rest der Bewohner hier kennt es sicher schon. **grins**

Und ich war nicht mit dem Schiff unterwegs. Hätte ich aber gut und gerne tun können bei der Menge an Regen. Leider hatte ich kein Schiff zur Hand. Also ging ich wie geplant zu Fuß.

Heute Morgen hatte ich noch Fetzen von Blau am Himmel gesehen. Die verschwanden leider bevor ich los kam. Denn vor meiner sportlicher Betätigung stand noch ein wenig Hausarbeit auf dem Plan.

Und dann…. gerade als ich den Fuß vor die Haustür setzte, begann es zu regnen. Der Schw.ein.eh.und, der mir auf Schritt und Tritt folgt, flüsterte: „Kehr um. Es regnet. Du wirst naß.“

Aber ich trotzte dem Wetter. Hatte ich doch meine tolle rote Jacke an, warm und wasserdicht und bis über den verlängerten Rücken reichend. Nicht mal Schminke war da in meinem Gesicht, die hätte weg gewaschen werden können. Was sollte mir also passieren??

Und so stapfte ich los. Ziel war es, zu erkunden wo die Feldwege hinführen, die ich immer sehe, wenn ich von der Arbeit nach Hause fahre. Begehbar müssten sie sein, denn dort laufen immer Leute mit ihren Hunden entlang. Und ich hoffte, dass sie mich zu den Teichen bringen, wo ich sonst immer meine 5km abreiße. Denn ich will mich mehr und mehr vom Auto als Zubringer verabschieden. Und ich will die 5km Distanz nach und nach ausdehnen. Denn sie sind mir jetzt schon zu wenig.

Der Plan war – geschätzte 3km über Feldwege und Stock und Stein bis zu den Teichen. Dann 5km um die Teiche herum laufen und die 3km Heimweg über die Feldwege nehmen. Hätte 11km ergeben. Nicht schlecht, Herr Specht! Was?

Das Wasser lief mir am Rücken runter und sickerte in die schwarze Jeans unterhalb der Jacke. Der Wind war so stark, dass er mich regelrecht vorwärts schob. Mir wurde schnell klar, dass ich diesen Weg nicht zurück gehen konnte, denn dann würde mir der Wind den Regen ins Gesicht peitschen. Neee, Danke. Das brauche ich nicht.

Also – Planänderung.
Dem Feldweg folgen und sehen, wo er hin führt.
Dann abbiegen und einen Weg nach Hause finden, der mich nicht so sehr durchfrieren lässt.

Das habe ich getan und der Plan ging auf. Nach einer Stunde kam ich mit klatschnasser Jacke und durchgeweichter Hose nach Hause. Aber unter der Jacke war alles trocken und warm. Meine Lunge war bis in die Spitzen gelüftet worden, die Gesichtshaut hatte Gelegenheit gehabt reichlich Feuchtigkeit zu speichern und ich war sehr, sehr gut gelaunt…. und bin es noch. Habe ich doch meinen Schwe.ine.hund besiegt und war nicht faul auf der Couch sitzen geblieben.

Der Sonntag kann in meiner Bilanz auf der Erfolgsseite eingetragen werden.

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Ansporn

Ich habe ein neues Spielzeug, was in mir den Ehrgeiz weckt, mich zu bewegen. Und zwar habe ich mir vor ein paar Tagen die kostenlose App von Runtastic, einen Schrittzähler, auf mein Apfelfon geladen.

Ausprobiert hatte ich es bis gestern nicht. Mittags war immer was anderes, was mich davon abhielt, meine Mittagsrunde zu drehen. Entweder der Schweinehund oder arbeitstechnisch keine Möglichkeit.

Aber gestern ging ich los und damit ging ES los. Das Spielen mit dem neuen Dingens. Ich lief mit wachsender Begeisterung und schnell wie ein Hase, denn der Schrittzähler sagt mir vieles. Er kann messen, wie flink ich unterwegs bin, wieviele Schritte ich schon gemacht habe und welcher Strecke das entspricht. Cool!

Mit einem Upgrade für 2,99€ könnte ich mir mehr Funktionen holen. Dann würde ich erfahren, wieviele Kalorien ich beim Walken verbrauche. Ich glaub, das will ich wissen. Das Upgrade muss ich wahrscheinlich kaufen.

Meine Augen waren gestern also fast immer auf dem Fon in meiner Hand. Ein Wunder dass ich nicht über Bordsteinkanten gestolpert bin und Leute angerempelt habe. Denn ich war auch darauf konzentriert zu erkunden, ob ich Fotos schießen kann, während der Zähler zählt. Oder würde er dann stoppen?

Nein, er stoppt nicht. Nur meine Durchschnittsgeschwindigkeit sinkt dann. Aber so ganz ohne Fotos machen würde es mir auch keinen Spaß bringen. Ich muss das kombinieren dürfen. Darf ich das, ist alles gut. Dann ist das Spielkind in mir zufrieden.

Auf dem Foto seht ihr die Johanneskirche in Darmstadt im Freitagsmittags-Sonnenschein.

 

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Tatüüü-Tataaaaa

Ich bin wieder da.

Also, ich war eigentlich nicht weg. Nicht wirklich. Nur eben keine Lust gehabt zu schreiben. Worüber denn, wenn es so schleppend bis gar nicht weiter geht mit der Abnahme?

Seit dem Sommer dümpele ich gewichtsmässig so vor mich hin. Aber eine Tatsache ist da doch, die Grund zu jubeln gibt und mich Freudenfeuer abfackeln lässt. Ich habe nicht aufgegeben. Ich habe mich nicht wieder in die Seile fallen lassen, wie ein Boxer nach dem KO-Schlag und habe nicht aus Frust über mein Unvermögen weiter und mehr abzunehmen, das große Fressen wieder angefangen.

Und das ist der Unterschied zu früher. Es gab sie. Die guten und erfolgreichen Phasen der Abnahme. Ich habe auch früher schon Erfolge errungen und gefeiert. Aber es hat mich immer sehr viel Kraft und Disziplin gekostet. Und das Reservoir an Kraft, was mir davon zur Verfügung stand, war irgendwann aufgebracht. Aus die Maus. Ende im Gelände.

Darüber war ich dann am Anfang enttäuscht. Später stellte sich Frust ein und zur Bekämpfung desselben musste ich was essen. Etwas, das ich lange nicht hatte. Süß, sahnig, deftig und manchmal auch vor fett triefend. Leckeres Fett eben. Bratkartoffeln mit  angebratenem fetten Speck und Zwiebeln zubereitet. Dazu ein Nackensteak mit Pilzen in Sahnesoße zum Beispiel. Und das war dann der Startschuss. Der Anfang vom Ende einer erfolgreichen Zeit der Abnahme. Denn irgendwann innerhalb weniger Tage kam mir dann dieser Satz in den Sinn und setzte sich dort fest: JETZT IST ES EH SCHON EGAL.

Diesmal ist es erstmals anders. Okay, seit August schwächele ich und komme nicht weiter mit der Abnahme. ABER – ich nehme nicht wirklich zu. Klar, eine kleine Zunahme ist da. Aber die kann man vernachlässigen. Das sind Rundungsfehler.

Entscheidend ist, dass ich mir keine neue Rundungen angefuttert habe. Ich habe die +/- 20kg Abnahme nicht wieder los gelassen. Und das ist der fette Erfolg. Ich habe nicht ein einziges Mal gedacht: JETZT IST ES EH SCHON EGAL

Denn genau das ist es nicht. Und genau das soll es nie wieder sein. Ich bin mir nicht egal!! Ich nehme mich wichtig! Und ich möchte mich weiterhin wohl fühlen. Und ich möchte sehen, wie sich dieses Gefühl noch steigern lässt. Denn ich bin sicher: DA GEHT NOCH WAS.

Das letzte halbe Jahr erkläre ich hiermit feierlich zur ERHALTUNGSPHASE. Und die Erhaltung eines einmal erreichten geringeren Gewichts ist ohne Frage ein Erfolg, der sich auch sehen lassen kann.

Und nun gehts wieder weiter. Denn ich habe Spaß an der neuen Iris. Sie ist mutiger, selbstbewusster. Sie ist wieder Frau, wo sie vorher langsam aber sicher drohte, sich in ein dickes, graues Mäuschen zu verwandeln. So die typische Frau über 50, die weniger chic aussieht, weniger charmant ist, nicht mehr flirtet, weniger auf Leute zu geht, sich weniger zutraut, weniger am Leben teilnehmen möchte, sich ältlich und abgeschlafft fühlt….usw. Und sich dabei erwischt, solche Gedanken zu haben wie: „In meinem Alter tut man das nicht mehr. ….. Ich kann das nicht mehr…..  Ich bin zu alt für sowas.“

Ich rudere gegen den Strom. Das ist mir bewusst. Aber ich mag nicht aufgeben. Ich mag nicht in den Seilen hängen bleiben.

HINFALLEN – AUFSTEHEN – KRONE ZURECHT RÜCKEN – KOPF HOCH  – BRUST RAUS – WEITER GEHEN °°°°° LÄCHEL

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Motivation von außen

Es war endlich Freitagnachmittag und ich spazierte gut gelaunt aus dem Büro. Ein erstklassiges Wetter empfing mich. Und wie ich tagsüber schon meinen Freunden gegenüber getönt hatte, war für den Feierabend die 5km Runde um den See geplant.

Ich fuhr also im Auto so vor mich hin, nichts als den Spaziergang mehr im Sinn….

Nee, stimmt garnicht. Der Schweinehund sagte: „Ach komm, es war ne stressige Woche. Gönn dir mal Ruhe. Du kannst am WE doch los gehen. Da gibts genug Gelegenheit. Setz dich mal zu Hause in deinen Sessel und leg die Füße hoch. Lass mal los und entspann dich. Was soll der Stress denn?“

ABER ich wollte doch heute – nachdem die tagelangen Zahnschmerzen endlich weg waren – wieder laufen. Und ich wusste doch genau, wie gut mir das immer tut.

Hin und her gerissen.

Als ich die Wohnungstür aufschloß stand es 50:50. Laufen oder Füße hoch?? Die Entscheidung fiel. Ich würde zu Hause bleiben und mir – ich hatte ziemlich großen Hunger (oder war es nur Appetit?) ein Brot machen mit diesem leckeren gepökelten Putenfleisch drauf. Und auch sonst dachte ich darüber nach, was ich im Kühlschrank hatte und essen könnte. Aber dann würde ich doch doppelt schlechtes Gewissen haben! Wegen sicherlich zuviel essen (zusätzlich warmes Abendessen würde nach dieser Brotzeit definitiv nicht mehr drin liegen) und weil ich meinen dicken Hintern wieder nicht bewegt hatte.

…. und das Wetter war so toll!!! Sonne pur. Windstill. Blauer Himmel und weiße Wölkchen. Klasse!

Ich ging ins Schlafzimmer und zog wie immer erstmal die Büroklamotten aus.
Da lag meine braune Laufhose. Und ich stieg rein.
Da erinnerte ich mich an dieses tolle pinke Shirt. Und ich zog es an.
Darüber das braune Sweatshirt, was so gut zur Hose passte.

Na und? All diese Sachen kann man auch gut zum Zuhause herum lümmeln anhaben. Oder? (O-Ton Schweinehund) Und da passierte es. Wie ferngesteuert ging ich in den Flur und zog die Laufschuhe an, band die Gürteltasche um, steckte den Schrittzähler ein und die kleine Kamera. Schnappte mir ne Flasche Wasser und die Autoschlüssel und kurz danach saß ich grinsend in meinem Auto, auf dem Weg zum See.

Tschakka, ich habe sie besiegt, die Sau !!!! Und wisst ihr warum? Weil ich da online so ein paar Frauen (ein Mann ist auch dabei) kennengelernt habe, die den gleichen Kampf kämpfen wie ich. Und wir tun uns gegenseitig gut, weil wir uns Mut machen. Alle berichten regelmässig über ihre Erfolge und Mißerfolge, über ihre Ängste und Sorgen, über ihr Leben im Kampf gegen die Pfunde. Vorallem die enormen Erfolge einzelner sind es, die mich faszinieren und ermutigen und mir Antrieb geben. Und ich sage mir immer wieder: „Das will ich auch. Das kann ich auch. Das muss doch möglich sein.“

Wir (fast) alle werden beim Avon Running – 29. Berliner Frauenlauf 2012 mitmachen. Und spätestens dann werden die meisten von uns sich erstmalig live und in Farbe sehen und nicht nur online.

Und ich mache (aber das steht schon länger fest) auch beim Reebok Women Run 2012 in Frankfurt/M. mit. Ich mache jeweils die 5km Walkingstrecke mit. So ist der Stand heute. Kann aber sein, wenn alles nach Plan läuft, dass ich mich noch umentscheide und die längere Strecke wähle.

Think big!!

Foto von gestern Abend.

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Unterbewusstseins-Störfeuer

Irgendwas stimmt nicht. Und das schon seit Ende Juli.

Damals, am 20.07., war ich auf einem absoluten Gewichts-Tiefstand. Einen einzigen Tag lang war ich bei einer Abnahme von 23,6kg. Ich ging vor Freude ab wie Rakete. Und das ist immer mein Verderben. Wenn ich mich so freue, dann flippe ich regelrecht aus. Und vor lauter Übermut und Stolz auf das, was ich geschafft habe, lass ich mal alle Fünfe gerade sein. Leider sind es diesmal nicht alle Fünfe gewesen, sondern alle Fünfzig. Oder so…..

Jedenfalls bin ich auf die schiefe Bahn geraten. Mitten aus dieser übermütigen Stimmung heraus bin ich in alte Verhaltensmuster verfallen. Ich habe wieder Käsescheiben und Wiener Würstchen aus dem Kühlschrank gepflückt und mir neben den Mahlzeiten mal eben so in den Mund geschraubt. Legger!! Bisschen Reue hinterher aber nicht wirklich dramatisch viel. Ich redete mir ein

       Einmal ist keinmal,
zweimal ist Kinderspiel,
dreimal ist auch nicht viel.

Und dann? Wie ging es weiter? Ich befand mich in einem Labyrinth und fand den Weg heraus nicht mehr. Aber ich redete mir immer ein. „Ach was, keine Sorge. Gleich hinter der nächsten Kreuzung findest du auf den rechten Weg zurück.“ Und das ist typisch für mich. Ich will sowas immer alleine schaffen. Blos nicht jemanden fragen oder um Hilfe bitten. Ich doch nicht! Ich pack das alleine. Weiß doch, wie es geht!

Und weil die Waage mehr anzeigte, ging ich nicht mehr ins Treffen. Wollte ich doch die Blamage umgehen und mir nicht so ein scheiß hohes Gewicht ins Teilnehmerheft eintragen lassen. Hieße das doch ein Versagen zu visualisieren. Ich wollte es nicht wahrhaben, mir nicht die schöne Statistik versauen. Dann lieber Vogel-Strauß-Politik.

Und da waren sie wieder, diese Stimmen (also bildlich gesprochen, keine Angst, ich höre nicht wirklich Stimmen), die erst ganz leise und dann immer lauter riefen:
Ach, jetzt ist es auch schon egal. Der Zug ist abgefahren.

Solche Gedanken sind mir durchaus bekannt. So hat es immer angefangen. Das war zu allen (meinen dicken) Zeiten der Anfang vom Ende. Und immer habe ich diesen Stimmen erlaubt, lauter zu werden und alles andere zu übertönen.

Engel und Teufel kämpfen unerbittlich. Man kann gerade nicht voraussagen, wer gewinnen wird. Ich stecke mitten drin im Kreuzfeuer. Mir fliegen gerade die Kugeln um die Ohren.

Der Engel auf meiner einen Schulter beschwört mich: „Mach weiter. Gib jetzt um Himmelswillen nicht auf. Du hast soviel erreicht. Schau dich doch mal an. Und? Fühlst du dich nicht auch viel besser als noch vor einem Jahr? Denk an deine Gesundheit. Früher oder später würde das Übergewicht auch deine bisher eiserne Gesundheit angreifen. Willst du das riskieren? Findest du es nicht ganz wunderbar wieder agiler und leistungsfähiger zu sein? Nicht umsonst machen dir Kollegen, Freunde und Bekannte Komplimente bezüglich deiner Abnahme und dem besseren Aussehen. Komm, ich weiss doch, dass dir das gefällt. Also weiter so. Lass dich nicht hängen. Gib Gas!“

Der Teufel auf der anderen Schulter setzt entgegen: „Komm, das reicht doch jetzt auch. Aussehen ist nicht alles. Pascal hat auch schon gesagt, dass es nun bald genug ist. Er meint, du wirst immer weniger und gerade da, wo er die Rundungen so gut findet. Also? Warum nicht jetzt schon aufhören? Außerdem bist du doch gesund, kein hoher Blutdruck, keine Rückenprobleme, keine Diabetes. Alles okay. Kein Grund sich das alles anzutun. Du liebst doch schönes Essen und genießt auch gerne einen guten Wein dazu. Willst du wirklich auf leckere Sahnesoßen verzichten und dich von deinem Wein am Wochenende verabschieden? Und gibs zu, die Punkezählerei geht dir schon lange auf die Nerven. Das ist doch alles nicht normal. So ein Affenzirkus. Hast du das nötig?“

Und ich lausche mal nach rechts und dann wieder nach links. Und die Gedanken schwirren in meinem Kopf herum. Und wenn ich nicht weiß, was ich tun soll, dann schmier ich mir ein Brot. Egal, ob ich Hunger habe oder nicht. Allerdings weiß ich hinterher immer noch nicht mehr.

Und dann betätige ich mich wieder als Hobby Psychologe.
Wo liegen die Ursachen?
Was fehlt mir?
Warum kann ich nicht einfach das tun, was gut für mich ist?
Wieso kann ich nicht einfach dem Plan folgen, der in meinem Kopf vorliegt und den mein Verstand als gut und richtig befunden hat??
Hab ich ne Macke?
Schaff ich das alles ohne Hilfe von außen?
Sollte ich vielleicht auch mal einen Psychologen aufsuchen? So wie viele andere?

Fragen über Fragen. Und die Antworten sind zwar da, aber es sind viele Puzzleteile, die nicht wirklich gut zusammen passen.

Ob ich das noch mal hinkriege??

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Krise vorüber

Es waren wohl mal wieder die heran reitenden Indianer, die mich mit den Hormonturbolenzen völlig aus der Bahn geworfen haben. Heute finde ich mich nicht mehr so doof wie gestern. Nicht mehr alle und alles blöd. :-)

Im Gegenteil. Seit heute Morgen bin ich wieder voll im Plan und seit heute Mittag läuft es wieder mit dem Mittags-Walk. Wie schon mal berichtet (glaub ich jedenfalls) hatte ich ja im April und Mai mittags immer ne Runde zu Fuß gedreht. Meist um die drei Kilometer und je nach Wetter ne dreiviertel Stunde oder Stunde. Dann lange Pause. Und heute ging es weiter. Nicht nur der Beginn des neuen Monats hat mich dazu animiert. Auch die wieder zurück gekehrte Sonne hat dazu beigetragen.

Und dann am Abend noch mal ne Stunde gemeinsam mit dem Wildhüter. Hammerhart aber sehr gut. Wir waren beide danach ganz schön erledigt, ich mehr als er. Aber er hat ja schon mein Zielgewicht. Ich bin noch auf dem Weg dahin.

Ein schöner Tag.

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Wo bitte darf ich…

….das mal hinschreiben?  Dass ich gerade alles und jeden blöd finde und mich selber am meisten. Das Wetter verhagelt mir die Laune, die sowieso schon schlecht ist. Seit Freitag ärgere ich mich über eine geschäftliche Sache und allen voran über meinen Chef. Und zwar so sehr, dass ich nach Feierabend sowas wie ne Fressattacke hatte. Ich war was einkaufen. Und da kaufte ich unter anderem ein Brötchen und vier Du darfst Wiener. Das alles ist nicht weiter schlimm. Auch nicht, dass ich das Brötchen zu Hause sofort gegessen habe und zwei der Würstchen dazu. Hunger hatte ich wirklich. Aber ich lag damit durchaus noch im Rahmen.

Schlimm ist nur, dass ich hinterher das Gefühl hatte, es geht mir besser. Das ist wirklich grottig. Das ärgert mich nachhaltig. Frustfressen glaubte ich endlich hinter mir gelassen zu haben. Hab ich nicht!! Und das ist schon bitter und ein echter Rückschlag, eine herbe Enttäuschung.

Und das ganze Wochenende muss ich mich echt bemühen, nicht wegen jedem Mist gleich wieder sauer zu sein oder gar ungerecht zu reagieren. Freitag habe ich sogar meinen Schatz ziemlich dumm von der Seite angemacht. Ich war sooooo gefrustet, so endlos angenervt. Da hat er auch was abgekriegt. Natürlich habe ich es Minuten später eingesehen und mich entschuldigt. Aber ich frage mich halt: Was ist nur mit mir los??

Gibt es irgendjemand auf diesem Erdenrund, dem das auch wenigstens hin und wieder mal so geht? Bitte sagt jetzt nicht: Nein

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Karte voll

Gestern bin ich dann endlich mal mit der Spiegelreflex losgezogen. Die kleine Knipse wurde für meine Naturbeobachtungen nicht mehr als ausreichend befunden.

Aber mal zunächst auf Anfang.
Ich kam nach Hause, die Sonne lachte und ich verkündete, dass mein Wildhüter nicht mit meiner Anwesenheit rechnen solle, denn ich wäre gleich wieder weg. Walken. Im Nebensatz erwähnte ich, dass er ja sicher keine Lust habe, mitzukommen. Ich stieg also in meine Trainingskluft und als ich in den Flur zurück kam, stand er neben der Wohnungstür und sagte: „Ich bin fertig. Du auch?“ Das hieß, er kam mit.

Meine Freude war rießig. Er ist nicht der Typ, der dringend Sport braucht. Er ist weder zu dick noch hat er ein Konditionsmanko zu verzeichnen. Also geht er nur mir zuliebe mit. **schmelz** Wir sind also losgezogen. Und gleich zu Anfang kam uns der hier gezeigte Storch im Nest vor die Linse.

Und die Motive wurden nicht weniger. Graugänse, verschiedene seltene Enten, Graureiher und Rehe am Waldesrand waren im Abendlicht zu beobachten. Doch nach ca. 5-8 Fotos zeigte das Display der Kamera: Card full. Es sollten 2586 Fotos auf der Karte sein. Beim besten Willen wusste ich nicht, was da drauf sein sollte und auch beim Durchblättern der Fotos kamen nur diese o.g. 5-8 Fotos zutage. Es war mir ein großes Rätsel. Und so trotteten wir mit Spiegelreflex um den Hals baumelnd, aber unfähig Fotos zu schießen an den vielen Motiven vorbei auf unserer Walkingrunde um den See.

So ein Ärger aber auch!

Zu Hause am Laptop stellte sich heraus, dass ich eine Speicherkarte meines Navis in die Kamera gestopft hatte. Es erschienen viele kleine Verkehrsschilder und andere putzige Fotos die ein Navi so kennt.

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Verwechslung

Heute wollte ich hier weiter schreiben und euch auf dem Laufenden halten. Dabei bin ich versehentlich im falschen Blog gelandet. Klar, ich hätte den Beitrag umbetten können, aber dann dachte ich…. ich geb euch einfach den Link.

Fakt ist. Ich bin schon zweimal gelaufen. Einmal zu zweit, einmal alleine.

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Der Plan steht

Jetzt muss NUR noch die Umsetzung folgen. Um ein Haar wäre es heute los gegangen.
Ich hatte meinen Wecker auf 5 Uhr gestellt.

Und das an einem Sonntag?
Jaaaaaaaa, an einem Sonntag
.

Mein Freundin Janna macht es mir vor. Sie war bis neulich genausowenig Sportskanone wie ich. Und seit einer Woche geht sie im Frühtau los, walkt im Morgensonnenlicht durch ein NSG (Naturschutzgebiet) und schwimmt im Rottauensee. Sie berichtet immer wieder, wie grossartig sie sich danach fühlt und wieviel Energie sie aus dieser sportlichen Aktivität am Morgen zieht.

So. Und das will ich jetzt auch. Beschlossen ist beschlossen. Leider, so dachte ich bis gestern, habe ich so eine Idylle hier nicht. Aber denkste! Das Internet sagt, ich habe sowas auch. Und zwar quasi vor der Haustür. Es ist mir beinahe peinlich zuzugeben, dass wir hier seit 2004 wohnen und zwar schon immer wieder zu diversen Ausflügen in die nähere und fernere Umgebung aufgebrochen sind, aber dieses NSG glatt übersehen haben.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?

Gestern Abend habe ich also meine Trainingsklamotten und Laufschuhe bereit gestellt, den Akku von der Kamera neu geladen und den Wecker auf 5 Uhr gestellt. Leider begann es gegen 23 Uhr zu regnen. Der Wind wedelte mir beinahe meine sämtlichen Blumenpötte von der Fensterbank. Und so stellte ich alles auf den Boden. Besser ist besser. Ich hatte schon so einiges an Windbruch in diesem Sommer.

Aber das alles muss ja nichts heissen. Das Wetter kann ja am Morgen schon wieder ganz anders aussehen. …. hatte ich gehofft. Als der Wecker klingelte, tapste ich im Nachthemd auf den Balkon und stand gleich barfuß im kalten Wasser. Grmpf!! Es regnete Bindfäden und der Wind hatte kein Stück nachgelassen. Mist! Auch wenn ich nicht aus Zucker bin, die erste Morgen-Walkingtour bei strömendem Regen und ekeligem Wind zu erleben, das würde mir die Lust auf Fortsetzung vergällen. Also bin ich wieder ins Bett gekrochen.

Dennoch. Der Plan steht. Ich fahre da heute hin und schaue mir die Location an. Es regnet noch immer, aber egal. Ich will das jetzt wissen. Müssen eben Regenschirm und Regenjacke mit. Schließlich muss ich testen, wie weit die Fahrt dahin letztlich ist, wie lange ich für den Rundweg brauche, ob ich schwimmen darf oder ob es verboten ist usw.

Und eben entdecke ich, dass ich dort auch mal das (lange geplante) Geocaching ausprobieren kann. Denn es gibt einen Cache an den Reinheimer Teichen.

Worauf warte ich also? Ich bin dann mal weg.

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Bitte schenkt mir keine Barbie

Aber ich gestehe, ich habe mir heute bei Tch.ibo lauter weiße, pinke und pink-weiß gestreifte Sachen in 44/46 gekauft. Ich liebe nun mal Pink genauso wie Apricot. Auch wenn ich mich damit auf das Niveau von 7 jährigen Mädchen begebe. Wer sagt denn, dass das niedrig ist??

Gerade trage ich das neue ärmellose Ripp-Shirt mit einer 4-Knopf-Leiste vorne am Decollette. Dazu schwarze Jeans mit nem schicken Gürtel. Das sieht zu meiner Sonnenbräune echt gut aus. Glaubts mir. Hätte mir das einer vor nem Jahr gesagt, dann hätte ich ihm nen Vogel gezeigt. Das Hemdchen würde ich nicht auf der Straße anziehen ohne was drüber. So mutig bin ich dann noch nicht. Ich steh nicht auf Schaulauf.

Weiterhin haben heute zwei Hemdchen mit Spaghetti Trägern ein neues Heim bei mir gefunden. Ein weißes, ein pinkes. Kann man unter ner (halb offenen) Bluse tragen oder im Winter als Unterhemd.

Lat but not least habe ich ein Twinset gekauft, rosa-weiß gestreiftes Shirt und passend dazu ein rosafarbenes Jäckchen. Und es sieht richtig, richtig gut aus. Wer es nicht glaubt, der kann gerne vorbei kommen und es sich anschauen.

Ick froi ma.

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Abgemagert – oder?

Das Foto ist so krass, dass es schon wieder schön ist. Seht ihr das?? Wie schmal ich schon bin? Das kommt von einer Gesichtsmaske der Marke Lush mit grünem Spargel, Kiwi und sonstigen wertvollen Inhaltsstoffen. Sie stinkt ziemlich, aber sie macht ein schmales Gesicht und babyzarte Haut. Ich schwör.

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Auf dem Fietspad

„Een fietspad is een weggedeelte of vrijliggend pad dat is gereserveerd voor het fietsverkeer.“

Ich war heute endlich mal wieder eine Stunde radeln. Dem eigentlich Radeln ging ein ausgiebiges Aufpumpen voraus. Diese Notwendigkeit war es auch, die mich bei früheren Gelegenheiten davon abgehalten hatte, los zu fahren. Denn ich ahnte es. Die ersten Schweißperlen standen schon auf meiner Stirn, nachdem ich fertig gepumpt hatte. Schließlich muss ich knallharte Reifen haben bei meinem Gewicht. Sonst fahre ich auf den Felgen herum und das tut den Schläuchen gar nicht gut.

Gegen 18 Uhr bin ich also los geradelt. Ein großer Schauer war gerade durch und ich rechnete mit mindestens einer trockenen Stunde. Und ich hab mich nicht verkalkuliert. Ich entdeckte heute (für mich) neue Wege. Seit einiger Zeit bin ich ja abends immer mal auf längeren Fotospaziergängen unterwegs. Dabei fand ich schon einige interessanten Radrouten, die ich aber am Abend aus Zeitmangel nicht mehr per Fuß erlaufen konnte. Und so plante ich seit einiger Zeit, diese Wege endlich mal zu erradeln. Geplant – getan.
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bis heute nicht wusste, dass wir einen Verkehrsübungsplatz hier im Ort haben. Und einige andere schöne Plätze habe ich heute auch entdeckt. Da muss ich demnächst mal meinen Angetrauten mit hin schleifen. Geht ja nicht an, dass er das alles auch noch nicht kennt. Einziges Problem; Sein Rad bzw. keins seiner Räder ist fahrbereit. Ts, ts, ts.

Nach ca. einer Stunde, kam ich ziemlich erschöpft wieder zu Hause an. Und ich habe geschwitzt wie in der Sauna. Nur am Ende bin ich einmal für 50m abgestiegen, weil die Steigung gar zu arg war und die Kraft schon aufgebraucht. Sonst immer strampel, strampel, strampel.

Hat mir gut getan. Ich muss meinen inneren Schweinehund einfach öfter mal besiegen.

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Heute ist hier Taufe

Meine Waage, die ich nun schon seit Jahren habe, die heisst Eva.

Das ist mir aber erst heute erst klar geworden. Denn sie sagt mir immer, was ich wiege, wenn ich morgens drauf steige im Eva-Kostüm. So einfach wie logisch. Darum bekommt sie heute offiziell diesen Namen.

**Meine liebe Waage, ich taufe dich hiermit auf den Namen Eva**

Wenn es also demnächst heissen wird: „Eva sagt, ich bin heute ein Kilo leichter als gestern.“ Dann hat mir das meine Waage verraten.

Eva kann übrigens auf 50g genau. Als wir frisch zusammen gekommen waren, da bin ich vor und nach Gang „for Ladies“ drauf gesprungen und habe mich amüsiert, wie viel oder wenig das (r)ausmacht. Manche wiegen nach dem Duschen weniger als vorher. Ich nicht. Meine Haare sind nass schwerer als trocken.

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Langsam wird alles wieder gut

War einkaufen und habe mir bei Tc.hibo ne runter gesetzte lila Yoga Hose und ein schmuseweiches Kuschel-Sweatshirt in lila-weiß gestreift gekauft. Jeweils nur noch 9.-€

Und das Beste **Trommelwirbel** beides in Größe 46 und es passt. Habe es gerade an. Ich dreh am Rad. Das hätte ich nicht erwartet. Ich habe das gekauft in dem Glauben, dass ich da in 4-6 Wochen reinpasse kann, aber dass es jetzt wirklich noch zu eng sein würde.
(sowas mache ich öfter mal und das dreht an der Ehrgeizschraube bei mir) Ist es aber nicht. Die Hose ist mit Schlag und somit keine klassische Trainingshose. Das kommt mir entgegen. Ich freu mich so.

Für manch einen ist Größe 46 gleichbedeutend mit „nächste Größe Hauszelt“ Aber für mich nicht. Für mich ist das mal wieder ne normale, schöne Größe. Ich will ja wirklich nicht in Regionen wie 38. Das ist nicht mein Ziel. Aber allein das Gefühl bei einem Allerweltsanbieter wie Tc.hibo einkaufen zu können, das hatte ich viele Jahre nicht mehr.

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