Sisterhood

Seit einiger Zeit bin ich auf völlig neuem Terrain unterwegs.
Ich versuche aktives Mitglied in Frauengruppen zu sein. Das geht bisher noch etwas holperig, aber es geht immer besser mit der Zeit. (dachte ich jedenfalls)

Nach mehr als 20 Jahren Arbeit in reinen Männerteams, komme ich mit der oft pragmatischen Art der meisten Männer sehr viel besser zurecht, als mit den emotionsgeladenen Aktionen der meisten Frauen. Unter Männern gibt es zwar Konkurrenzgerangel und Platzhirsch Verhalten, aber nur selten Gezicke und neidvolles Hauen und Stechen. Kein großes Drama. Eher mal harte, klare Ansagen und Krach, worauf sich irgendwann wieder Frieden einstellt.

Also, ich bin auf FB da einer speziellen Sisterhood Gruppe beigetreten um mich zu üben, im Schwestersein. Natürlich kommen die Frauen aus einem speziellen Umfeld, einer Community, die ich schon länger kenne. Es ist also eine Art Untergruppierung.

Und es lief auch richtig gut. Muntere Gespräche, interessante Themen und ein erfrischend offener Austausch. Eine Frau fiel mir immer wieder besonders auf und ich wollte mehr von ihr wissen. Wir koppelten uns bisschen ab und unterhielten uns außerhalb der sozialen Medien. Das war es dann schon bald wieder mit den Gruppenaktivitäten. Denn es stellte sich heraus, waren wir nicht aktiv, war da sonst auch wenig los. Wir hatten zu den Zugpferden gehört. Waren wir weg, war die Aktion mit uns verschwunden.

Und dann gab es auch schon die ersten Zickereien. Es geht – vielleicht nicht immer, aber oft – nach dem Motto: Wir sind sisters und wir haben uns alle schrecklich lieb. Wir sind dergleichen Meinung, besser noch derselben.

Ich neige dazu, eine eigene Meinung zu haben und sie auch zu vertreten. Selbst dann, wenn sie stark abweicht. Und je älter ich werde, umso weniger mag ich mich in die Herde einreihen. Und noch weniger mag ich es, meinen Mund zu halten, wenn mir was unter den Nägeln brennt.

Frauen trauen sich heute mehr zu, als noch vor Jahren. Und das ist gut und erfreulich. Und das sollte man unterstützen. Aber nicht unter allen Umständen. Denn einige Frauen (genau wie Männer) neigen gerne zur Selbstüberschätzung und glauben all denen, die ihnen gesagt haben: „Mach das. Du kannst das. Und du bist unfassbar gut darin!“

Bestes Beispiel. Da glaubt eine Frau, sie sei eine talentierte Sängerin. Sie singt zu Hause ihrer Familie vor und die erkennt sogar das interpretierte Lied auf Anhieb. Da lässt sich was draus machen. Die Frau muss eine Weltkarriere anstreben und die Bühne erobern. Erstmal gleich zu D.S.D.S und von da weiter und weiter die Karriereleiter nach oben.

Das sie nicht so genau jeden Ton trifft und auch den Text nicht so wirklich gut beherrscht, das ist nicht so schlimm. Sie lernt ja noch. Und dafür gibt es – wie für alles andere auch – Coaches. Seit mal nicht so kritisch. Und sagt ihr bitte nicht, dass ihre Chancen schlecht stehen. Das würde ihr das Herz brechen. Sie ist doch unsere Sister. Wir müssen zusammen halten und uns gegenseitig unterstützen. Oder etwa nicht?

Im konkreten Fall ging es nicht um Gesang. Aber dennoch um den Auftritt vor einer großen Menschenmenge und die Vermittlung von Inhalten, verteilt auf mehrere Termine. Kostenpflichtig für die Teilnehmer. Wie bei „Des Kaisers neue Kleider“ schauten alle begeistert zu und folgten ihren Worten gespannt. Ich wartete darauf, wann ich den roten Faden in ihrem Vortrag finden konnte. Doch ich konnte ihn nicht entdecken. Alle anderen sagten, sie konnten ihn sehen. Ich nicht. Bis heute nicht. Meine Bitte, mir doch zu helfen, auf den rechten Weg zu finden und mit allen anderen Spaß an diesen Vorträgen zu finden, verhallte ungehört.

Mag sein, mir fehlt das nötige Verständnis und die Geduld. Als ich es aber wagte, die These in den Raum zu stellen, man solle doch erstmal lernen, wie das geht: Vorträge vor Menschen zu halten, sich entsprechend vorzubereiten, eine Struktur in den Stoff zu bringen und Kapitel für Kapitel dann anzubieten…… dann hieß es: Ich sei gemein. Ich verstünde nicht, dass es nicht so einfach wäre, sowas anzubieten und dass sowieso noch kein Meister vom Himmel gefallen sei. Man wies mich deutlich in meine Schranken und unterstellte mir Neid und Missgunst. Stutenbissigkeit. Denn die Frau wäre schließlich wer. Man müsse ihr Respekt zollen. (siehe auch „Des Kaisers neue Kleider“)

Ach ja?
Muss man das?
Komme, was da wolle?

Das Klima in der Gruppe ist irgendwie abgekühlt.
Und es herrscht betretenes Schweigen.
Man könnte beinahe eine Stecknadel fallen hören.

Projekt Sisterhood ist dieses Mal jedenfalls für mich noch nicht auf der Erfolgsstrasse angekommen. Bin ich wohl falsch abgebogen?

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Lets talk about 6

Dieser Slogan begegnet mir zur Zeit allerorten. In den sozialen Medien wie FB, Instagram und bei Clubhouse sowie auch im privaten Umfeld.  Sehr wahrscheinlich gilt auch hier:

Die Energie  folgt der Aufmerksamkeit

Denn die Menschen sind gerade, auch was Liebe, Lust und Sex angeht, eher im Ausnahmezustand. Vor allem die, die in keiner festen Partnerschaft leben und coronabedingt gerade nicht vorwärts gehen können. Sie kommen nicht raus und können keine neuen Menschen treffen, so wie sie das vor Corona gewohnt waren. Viele drehen deshalb langsam aber sicher so ein bisschen am Rad.

Und auch wenn diese Aufforderung, mal über Sex zu sprechen, schon viele Jahre immer wieder in der Musik, in Filmen und Talkshows auftaucht, wirklich getan wird es dennoch nicht. Immer noch bleibt dort die Diskussion sehr allgemein und an der Oberfläche.
Oder – anderes Extrem – sie geht unter die Gürtellinie. Und das will keiner, den das Thema ernsthaft interessiert, dem es wichtig ist und der sich weiter entwickeln möchte. Sei es nur zu seinem eigenen Wohl oder auch zur Verbesserung seiner jetzigen oder zukünftigen Beziehung.

(Mir fällt hier gerade auf, dass ich jeweils schreiben müsste „seiner/ihrer“… sorry, doch mal ehrlich: das gendern ist mir an der Stelle echt zu blöd. Ich rede selbstverständlich von Männer und von Frauen. Klar. Oder?)

Manch einer mag sich nun fragen:  Was will sie denn?? Sollen hier Einzelne die Hosen runter lassen und aus dem Nähkästchen plaudern?

Nein, sollen sie nicht. Mir geht es nicht um das WIE sondern eher darum, dass die Männer  nicht wissen, was die Frauen wollen und umgekehrt. Sie agieren meist unsicher aus ihrer Erfahrung heraus, aus der Vorstellung, was wohl gefragt und gewünscht ist. Da gibt es einmal die gesellschaftlichen Eckdaten…. wie hat ein Mann zu sein und zu agieren? Macht er, typisch männlich(?), den ersten Schritt, bestimmt den Takt? Forsch voran, fordernd und die Zügel in der Hand habend?

Und ist es die Frau, die dann darauf reagieren soll und darf? Oder kann sie auch mutig voran preschen und aktiv sein und bleiben…. manchmal wenigstens?

Die einen sagen so….. die anderen sagen so.
Geschmäcker sind verschieden.
Husch, husch zurück ins Körbchen.
Sowas fragt/sagt man besser nicht?
Das ergibt sich schon irgendwie?
Nein!! Tut es meistens nicht. Die Folge sind oft Frust und Enttäuschung. Rückzug.

Ich bin in den letzten Wochen verstärkt mit Frauen jeden Alters ins Gespräch gekommen. Und folgerichtig bin ich anschließend auf Beiträge von vorwiegend jungen Männern gestoßen, die sich viele Gedanken und auch Sorgen machen, wie sie in der Liebe möglichst viel richtig und am liebsten alles besser machen wollen, als ihre Väter und Großväter. Das ist doch mal ein Ansatz. Sich selbst in Frage stellen und nicht blind vertrauen darauf, was einem andere raten, was Brüder/Schwestern/Kumpel oder auch andere lebenserfahrene Menschen einem sagen oder was Frauen- und Männer-Magazine in ihren Sex Kolumnen raten. Und vor allem endlich aufhören zu spekulieren sondern die Barriere des Schweigens brechen und das Herz auf der Zunge tragen. Fragen stellen und selbst auch bereits sein, Antworten zu geben.
Kennt ihr das?
Manchmal hat sich zu einem bestimmten Thema eine Menge Material in deinem Kopf und Herzen angesammelt. Und das will raus. Es wird mehr und mehr, der Platz wird knapp, der Druck wird größer und größer und es fängt an heraus zu drängen. Kleine Zipfel schauen schon scheu um die Ecke. Sobald einer hin schaut, schreckt es zurück in die Dunkelheit der Anonymität. Denn das Thema fürchtet sich noch vor dem großen und mächtigen Auftritt. Es quält sich mit diversen Ängsten herum, es könnte nicht willkommen sein. Dabei weiß es tief drinnen: Die Welt wartet darauf und ist im Grunde bereit dafür.

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Die neue Männlichkeit

Die Kommunikation zwischen den Geschlechtern ist schon länger mein favorisiertes Thema. Und längst wollte ich mal drüber schreiben. Mir ist aufgefallen, dass ich immer wieder Menschen treffe, die sehr unglücklich sind in ihrer Beziehung. Sei es Ehe oder Partnerschaft oder Lebensabschnittsgemeinschaft… *kreisch**….. was für ein Wort!
Da ist das Ende doch schon per Definition mit eingeplant. Findet ihr nicht?

Sonntagabend habe ich bei „Radio Tiefsinn“ auf Instagram dem Gespräch von zwei jungen Männern (U30) gelauscht, die sich ca. eine Stunde lang über die neue Männlichkeit in diesem Jahrhundert unterhalten haben. Sie haben auch viel über  den Wandel gesprochen, der sich da wohl gerade vollzieht. Sowas von spannend, kann ich euch sagen! Ich überlege gerade, ob es mir wohl gelingt, den Link hier rein zu stellen. Dazu müsste der Leser aber auf Insta angemeldet sein, denke ich. Na ja…. sind ja nicht wenige Leute da.
Könnte schon klappen.

Das Thema Kommunikation zwischen den Geschlechtern begegnet mir scheinbar nicht zufällig überall. Und in mir wächst der Wunsch es voran zu bringen. Zusammen mit anderen. Frauen und Männern, so sie denn wollen.

In unseren Köpfen und Herzen sind einfach noch immer viel zu viele Barrieren und manch einer hält seine alten Glaubenssätze hoch und trägt sie wie ein Schild vor sich.

Schutz vor Verletzung? Ja, ich glaube schon. Denn je älter wir sind, desto fester ist da dieses Männer- oder Frauen-Bild in uns verankert.
Männer sind so und so…..!!! Frauen sind so und so, aber auf jeden Fall völlig anders. 
Da gibts ja auch noch diesen blöden Spruch mit Mars und Venus. Ihr wisst schon.

Soviel mal für den Moment….. da kommt noch mehr.

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Liebhaber gesucht

Spricht jemand über einen Liebhaber, dann denkt man doch immer nur an eine kurzweilige, eher sexuelle Beziehung. Nichts von Dauer. Also, in meiner Vorstellung ist das so. Aber sieht man das Wort eher abgeleitet vom Liebhaben, was die erste und wichtigste Pflicht (hoffentlich auch Vergnügen) eines Liebhabers sein sollte, dann bekommt das Ganze etwas mehr Ernsthaftigkeit. Zu dem Thema habe ich einen ganz wunderschönen Text von Dr. Lisa Vallejos gefunden, den ich euch nicht vorenthalten möchte. 

 Wie man einen Liebhaber wählt
(von Dr. Lisa Vallejos)
Mit Liebhaber meine ich nicht nur einen Partner, mit dem man intim wird oder eine Liebschaft hat. Mit Liebhaber meine ich jemanden, der dein ganzes Wesen beglückt – Geist, Körper, Herz und Seele.  Mit Liebhaber meine ich die Person, die dir den Atem raubt und deinen Träumen Leben einhaucht. Mit Liebhaber meine ich die Person dessen Körper wie ein Handschuh zu deinem passt und in deren Augen du die Ewigkeit erkennst. Mit Liebhaber meine ich die Person, die dich fasziniert und dein ganzes Wesen verzaubert.

Weisst du, es ist leicht, einen körperlichen Liebhaber zu wählen – die Werbung erinnert und daran, dafür gibt es eine App. Du kannst einen vollen Terminkalender haben und trotzdem mit einem leeren Herzen leben. Viele sehen die Sucht nach Liebe wie ein Zahlenspiel… Je mehr Kontakte vorhanden sind, die potentielle Partner sein könnten, desto besser stehen die Chancen. Ich erkenne zwar die Beweggründe dahinter, aber ich denke, das ist viel zu einfach. 

Einen Liebhaber wie oben beschrieben zu wählen ist kein Zahlenspiel. Es wird in einem tiefen und rauen Ort der Seele geboren – ein Ort, den viele von uns selten erforschen oder gar kennen. Deshalb wählen wir unsere Liebhaber aufgrund von Oberflächlichkeiten und vermissen die seelenvolle Verbindung, die unser Herz begehrt. 

Einen Liebhaber zu wählen, der unsere Seele nährt, ist ein Prozess, der zuerst von uns selbst fordert, dass wir die tiefsten Anteile unseres Selbst erforschen. Man muss herausfinden, wer man war, bevor das Leben einem sagte, wer man sein sollte. Man muss Licht in die Dunkelheit bringen, wissend, dass es für die Selbstfindung unerlässlich ist, den dort lebenden Dämonen zu begegnen. Man muss bereit sein, die schmerzenden Orte, die Sehnsucht und den Ruf des Herzens zu berühren. Man muss bereit sein, zu fallen, sich verloren zu fühlen und loszulassen – von Projektion, Erwartungen und all den Dingen, die man für Liebe hält. 

Wenn du dich für diesen Liebhaber entscheidest, ist es nicht so, als würdest du an ein Buffet gehen, an dem du ein wenig hiervon und davon probierst, bis du das gefunden hast, was deinen Gaumen erfreut und den Hunger stillt. Du wirst diesen Liebhaber erst dann finden, wenn du bereit warst, durch deinen eigenen Prozess der Selbstfindung zu gehen.

Weisst du, den gefühlvollen Liebhaber gibt es wahrscheinlich nicht am Buffet. Der gefühlvolle Liebhaber ist wie der beste Diamant, der beim Juwelier aufbewahrt wird – im hintersten Teil, im Tresor und zu dem nur die ernsthaftesten Käufer Zutritt erhalten. Der gefühlvolle Liebhaber ist wie ein verborgener Schatz, den nur die Augen erkennen, die unter die Oberfläche sehen und tief in die Seele blicken. Um einen Liebhaber zu wählen, musst du dich zunächst selbst wählen. Du entscheidest dich dafür, dass die Zerstörung, die mit Erleuchtung einher geht, in dein Leben kommt. Du entscheidest dich standhaft zu bleiben, in einer Verpflichtung dem höchsten Gut gegenüber. Du entscheidest dich für die Hoffnung und den Glauben an die Göttlichkeit des Universums, dass es dir alles, was du brauchst, zur richtigen Zeit bringen wird. 

Du rennst nicht herum und jagst der Liebe nach. Du lehnst dich zurück und wirst selbst zur Liebe. Du verbreitest Liebe wo auch immer du bist oder was du tust. Du lässt die Liebe zu deinem Führer, deiner Landkarte und deinem einzigen Norden werden. Liebe erzeugt Liebe und was du säst wirst du ernten. 

Um einen Liebhaber zu wählen, musst du wissen wonach du suchst und auf das vertrauen, was Rumi mal sagte: “ Was du suchst, sucht dich“. Wenn du tief aus dem Ort deiner Wahrheit lebst, wirst du diejenigen finden, die es ebenso tun. Von diesem Ort aus wirst du nicht länger an der Büffet-Schlange stehen und alle Optionen probieren. Sondern du wirst deiner Glückseligkeit an den Ort folgen, den du dir am meisten wünschst, und deinen Teller mit dem füllen, was dein Wesen nährt, erhält und bereichert. 

 

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Ne neue Sau wird durchs Dorf getrieben…..

Das muss ja immer mal sein. Es lebe die Abwechslung. Solange ich nicht alles ausprobiert habe, kann es immer mal noch was Neues geben.

In diesem Blog ging es ursprünglich mal ums Abnehmen und allgemein einen gesünderen Lebensstil. Beides wollte ich mir zu eigen machen. So der Plan. Immer wieder.

Das ist mir streckenweise auch ganz gut gelungen. Aber über die Jahre haben sich die alten, schlechten Gewohnheiten eingeschlichen und es zeigte sich, dass ich unterm Strich nicht wirklich gut für mich gesorgt habe.

Asche auf mein Haupt.

Gerade bin ich mal wieder an so einem Punkt, an dem ich mir sage:
So kann es einfach nicht weiter gehen!!!!

Meine Gesundheit wird auf Prio I gesetzt und ich möchte/muss mich jetzt echt mal wieder besser um mich kümmern. Stichwort: Selbstliebe

Zurück zur Überschrift…. sie ist eigentlich Ausdruck meines Misstrauens.

Ich probiere seit dem 01.10.20 eine (für mich) ganz neue Methode des Abnehmens aus:
Die Stoffwechselkur. Im Grunde ist das eine LowCarb Ernährung, sehr viel Gemüse mit der zusätzlichen Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln & Globuli. Ich bin da sehr skeptisch und außerdem hasse ich es Pillen zu schlucken und Pülverchen in Wasser gelöst zu trinken. ABER, eine meiner Schwiegertöchter hat damit in diesem Sommer ganz ungeheuerliche Erfolge erzielt. Und es geht ihr gut damit. Sie sieht wirklich blendend aus und ist gut drauf.

Es soll nicht nur Abnahmen bringen sondern auch eine deutlich spürbare Detox Wirkung haben. Entzündliche Prozesse im Körper werden deutlich gelindert.
So sagt man….. so hört und liest man.

Nun denn, ich werde es ausprobieren. Für morgen habe ich sowieso einen Arzttermin
– eine „große Inspektion“- geplant und so werde ich meine Ärztin um ihre Meinung bitten.

———–> Zeitsprung: Heute ist der 29.10.2020 und ich habe 3,5 Wochen Stoffwechselkurs hinter mir. Und die Sau rannte nicht durchs Dorf, sie blieb bei meinem Haus stehen und kam zu mir rein. Blieb bis heute.
Wie lange? Ich weiss es nicht so genau. Noch sitzt sie auf meiner Couch und lächelt mir zu. Und ich lächle zurück. Aus gutem Grund.

Es geht mir gut und ich habe abgenommen.
Und? Was neu ist: Ich weiss nicht wie viel. Denn ich habe mich nicht gewogen. Meine Waage steckt noch in einem, der nicht ausgepackten Umzugskartons. Und, wenn ich ehrlich bin, dann habe ich sie auch nicht gesucht. Denn ich möchte wegkommen von dieser Diktatur der Zahlen. 1kg mehr oder weniger, 100g mehr vor dem Gang zum Klo? Hallo gehts noch? Das zelebrieren manche Leute und ich habe es auch jahrelang in allen möglichen Diäten so getan. Meine Stimmung für den Tag hing von der Zahl auf der Waage ab. Es war ein Thema von Schuld und schlechtem Gewissen, von Versagensängsten oder von unbändiger Freude, weil 500g weg waren. Oder mehr.

Jetzt weiss ich es: Ich habe abgenommen. Und das sind nicht nur 2-3kg. Das merke ich an meiner Kleidung und ich sehe es im Spiegel. Gesicht, Hals, Décolleté, Hände, Füße usw. Das sind die Äußerlichkeiten. Ich fühle mich auch wohl. Sehr viel wohler als vorher. Das ist/war das Ziel.

Deshalb mache ich weiter.

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An der Front nichts Neues

Schön wärs ja, wenn ich hier mal wieder was Ergiebiges schreiben könnte. Ich warte auch auf ein oder gerne auch mehrere Abenteuer. Endlich mal wieder einer, der es spannend werden lässt, der meine Neugierde weckt, der mein Blut in Wallung bringt.
Aber leider ist es auf den Partnerportalen immer die gleiche unergiebige Leier.

Gemütliche Opas, die sich selber als pflegeleicht bezeichnen und eine Frau für den gemütlichen TV Abend zu zweit suchen. Was sie wohl eher meinen, ist eine für den Haushalt und die Wäsche. Oft als 1:1 Ersatz für die durch Scheidung oder Tod verloren gegangene Allround Betreuerin. Die Neue sollte auch Sex mögen…. sie nennen es kuscheln, um die Frauen nicht abzuschrecken. Mitunter  geben sie als einzige Hobbies Sauna und FKK an. Manche Männer schlagen allen Ernstes ein 1. Date in der Sauna vor. **schenkelklopf** Also bei allem Sinn für Humor, das ist mir dann doch ne Nummer zu derb und ich kann mir einen entsprechenden Kommentar nicht verkneifen.
Und ob ihr es glaubt oder nicht, ich wurde deshalb schon als frigide Alte beschimpft.

In einem der Partnerportale wird einem neben vielen anderen Fragen auch die folgende gestellt:  „Würden Sie ihrer Partnerin aus einem Buch vorlesen?“
Da kommt ganz oft ein völlig entrüstetes: „Warum das denn?“
Und so scheidet sich die Spreu vom Weizen. Fast nur Spreu. Ich krieg da nichts gebacken. Kein Brot, noch nicht mal das kleinste Brötchen. 

Die jüngeren Männer sind beinahe alle von der reinen Spaß Fraktion. Unverhohlen verkünden sie, Erfahrungen sammeln zu wollen. Manche geben als Referenz bestimmte Maße an. Sie erhoffen sich, dass Frauen ab einem gewissen Alter aus der „Not“ heraus jeden Strohhalm ergreifen. Mag ja sein, dass das manchmal auch klappt. 

Eine weitere Kategorie sind die, die in festen Händen sind und nur ein Gspusi suchen. 
Wenigstens sind die meist direkt und spielen mit offenen Karten. Da kann man als Frau gleich den berühmten Bogen drum machen. Faire Sache.

Und dann habe ich mich letztes Wochenende bei einer (für mich) völlig neuen Seite angemeldet. „ZitronenSchwan“?? Lemon Swan. Wie kommt man auf so einen Namen für ein Singleportal? Die Seite soll im Ranking der Datingseiten angeblich besonders gut abgeschnitten haben und gerade für suchende Frauen der absolute Bringer sein.  
Das wollte ich doch mal ausprobieren. Und so habe ich alle möglichen Fragen beantwortet und mir ein Profil erstellen lassen, sogar ein Foto rein gestellt und war gespannt, was passieren würden. Innerhalb weniger Stunden gab es auch viele Klicks….. der Frischfleisch-Effekt, das kennt man schon. Und es gab auch vielversprechende Zuschriften aus meiner Region. ABER!!! Und nun kommt der Haken. Als Frischling und, zunächst mal nicht zahlendes Mitglied, darf man gar nichts. Nur schauen, nicht antworten oder die von den Herren frei geschalteten Fotos anschauen. Egal was man tun will, nichts darf man. 

Wie soll man denn eine Seite kennenlernen und testen, wenn man nirgendwo reinschauen darf? Ich hatte mich über die Preise einer Mitgliedschaft informiert und stellte mit Erschrecken fest, dass die kleinste/kürzeste Mitgliedschaft 6 Monate dauert und mit monatlich 79€ zu Buche schlägt. Hammer!!! Für 12 oder  24 Monate kann man sich auch mit dieser Seite „verheiraten“, was den Monatsbeitrag zwar kleiner werden lässt, aber die Summe der Investition gewaltig aufpumpt.

Und das Alles für den „Kauf einer Katze im Sack“? Nee, nicht deren Ernst.
Ich habe also alles wieder gelöscht, platt gemacht und ausradiert. Von deren Support bekam ich eine Mailanfrage nach meinen Gründen für den Ausstieg. Und da habe ich mir gedacht: Warum nicht? Und so haben ich ihnen meinen euphorischen Einstieg geschildert und auch die bittere Bauchlandung inklusive entsprechender Enttäuschung. 
Man bedankte sich für die konstruktive Kritik. Das wars!! 

Hätten die mir nicht eine kostenlose Probemitgliedschaft für einen Monat anbieten können? 

 

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Alles so (un)schön neu

Ich bin so dermaßen mit den Umbrüchen in meinem Leben beschäftigt, dass für die Männersuche keine Zeit und Kraft mehr bleibt. Und es fehlt mir nichts.

Ob das wohl jetzt so bleibt? Für immer?

Und wenn ich hin und wieder gefunden werde, dann entziehe ich mich mühelos jeglichem Zugriff. Ich winde mich wie ein Aal. Und flutsche weg. Das ist zu Zeiten von Corona ganz einfach. Und die Momente häufen sich, in denen ich feststelle, wie unpassend und unbequem jetzt die Anwesenheit eines Mannes wäre.

Neulich war ich drauf und dran mich sogar kurzerhand bei den diversen Dating Portalen abzumelden. Einfach löschen -löschen-löschen, denn es sind zur Zeit gerade drei, in denen ich relativ aktiv bin. War? Weiterlesen

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Über Trennungen

Bis dass der Tod uns scheidet……
Wer sagt und meint das heute wirklich noch?
In diesem 1-stündigen Interview zwischen Sabrina Fox und Eva Maria Zurmhorst geht es darum, was wir aus Trennungen mitnehmen können.

Ich würde Menschen in schwierigen Lebenssituationen nicht zur pauschal zur Trennung raten. Es kommt immer sehr auf beide Partner an und inwieweit sie sehen, wo es Veränderung braucht. Und wenn auch nach vielen Bemühungen auch weiterhin nur einer von beiden an der  Beziehung arbeiten möchte, dann ist es hoffnungslos. Für mich käme/kommt dann eine Fortführung der Gemeinschaft nicht mehr in Frage. Egal ob Ehe oder Partnerschaft.

Ich war mehrfach verheiratet und bin geschieden worden. Dies ist innerhalb der Familie ein Makel, der mir anhängt. Das sagt keiner offen. Aber ich weiss es einfach. Meine Eltern sind jetzt beinahe 62 Jahre verheiratet….. „durch dick und dünn und bis dass der Tod uns scheidet.“ Das findet hier Anwendung. Das ist in meinen Augen einerseits bewundernswert, aber auch wieder Zeichen von persönlicher Aufgabe. Ohne ins Detail gehen zu wollen…. da passt sich ein Teil dem anderen an und findet es bequemer so, als eigene Interessen wirklich durch zu setzen.

In den Interview gibt es eine interessante Aussage:
„Nein sagen ist eine Seelen Hausaufgabe“ sagt Sabrina Fox. Ich muss erkennen, dass ich mich da wirklich schwer tue. Oft, wenn mir was zu viel wird, hat es damit zu tun, dass ich nicht gut für mich einstehe und nicht klar NEIN sage, wenn mir bestimmte Aufgaben über den Kopf wachsen. Ich möchte einfach weiterhin geliebt werden und keinen vor den Kopf stoßen. Und ich weiss, mit dieser Einstellung bin ich nicht alleine.

 

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Neues von Klaus (5)

Wechselbäder sollen ja gesund sein. Hört man.
Wenn das also stimmt, dann leben Klaus und ich sehr gesund.

Nach meiner kratzbürstigen Phase von Mitte Februar ging ich mehr und mehr auf Schmusekurs, denn er malte mir ein Bild unserer  gemeinsamen Zukunft, was mir überaus gut gefiel. Er stellte mir gemeinsame Einkaufsbummel über den Wochenmarkt und den Einkauf leckerer, frischer Lebensmittel in Aussicht, die er dann in ein köstliches Essen für uns verwandeln wollte. Bei einem schönen Glas Rotwein würden wir dann fürstlich speisen und es uns gemeinsam richtig gut gehen lassen. Mit allem, was dazu gehört.

Wir versprachen einander, dass  Ehrlichkeit und Offenheit  wichtige Eckpfeiler unserer beginnenden Beziehung sein sollten. Nichts sollte es geben, was man nicht ansprechen darf. Wir können und wollen über alles reden. Darin sind wir uns einig. Nicht etwas  rein interpretieren in das Verhalten des anderen sonders gezielt nachfragen, wenn was völlig oder auch nur teilweise unklar oder unverständlich ist.

Und dann….. je näher der 09.03. (geplantes Datum für seine Heimreise) heran rückte, umso kühler und abweisender wurde er. Früher schrieb er beinahe unter jede Mail „in Liebe und Sehnsucht, dein K.“ Und nun kamen nur noch hingeworfene Phrasen. Immer öfter behauptete er nichts von mir gehört zu haben. Und wieder machte er den dummen Fehler für genau diese Beschwerde, meine letzte Mail zu nehmen und darauf zu antworten. Das ist, als wenn ich sage: „ich habe dein Paket leider nicht erhalten“ und ich verwende den erhaltenen Karton für eine weitere Sendung an den Absender. Einfach nur dumm!!

Und dann, am letzten Montag ging es wieder los. Er schrieb mir, dass diese Beziehung zu ihm meinen Horizont überschreiten würde. Dass ich ihm sowieso nicht gewachsen wäre. Dass ich meine Versprechungen sicher nicht einhalten würde, wenn auch gewollt. Dass ich am Ende wohl doch nur ein Fake wäre und es mich in der dargestellten Form gar nicht gäbe. Ich sei sicher eine schrumpelige Alte, die in Kittelschürze am Küchentisch säße und Kartoffeln schälen würde. Und dabei hobbymässig Männer verarschen würde….und und und. Die Beleidigungen gingen auch wieder unter die Gürtellinie. Ich werde das hier auf keinen Fall wiederholen. Ganz finster.

Ich bin ehrlich, mir war ganz schlecht. Das ist so, als wenn du einen schönen Traum hattest und  in einer finsteren und schrecklichen Realität aufwachst. Du realisierst…. alles nicht wahr. Schöne Seifenblase zerplatzt. Das naive Dummchen hat den ganzen Scheiß allen Ernstes geglaubt. **schäm**

So geschehen am letzten Montag.
Ich habe dann ENDLICH ne Vollbremsung gemacht und den Rückwärtsgang eingelegt. Jetzt war Schluss. Das Maß war voll. Ich habe kein einziges Wort mehr erwidert. In meinem Mailpostfach hatte ich einen eigenen Ordner für unserer Korrespondenz angelegt und gesehen, dass es seit 03. Januar über 2600 Mails waren, die zwischen ihm und mir hin und her geflogen waren.

Die Beschimpfungen wurden weniger. Mittlerweile hat er es eingesehen und schweigt.
Alles in allem habe ich keinen wesentlichen Schaden genommen sondern eher gelernt, zukünftig meine Gutgläubigkeit ein wenig mehr im Auge zu behalten und mich nicht immer gleich so euphorisch in sowas zu zeigen. Die Menschen sind nicht so sehr reinen Herzens, wie ich mir das wünschen würde.

Ich hege keinen Groll gegen ihn. Er ist ne arme Sau. Um das mal ganz deutlich zu sagen. Gefangen in seinen eigenen Zweifeln. Wenig Selbstvertrauen, wenig Mut einen Schritt nach vorn zu gehen und an ein Gelingen des Vorhabens zu glauben.

Dennoch…. ich denke schon darüber nach, was von der ganzen Story jetzt wahr ist und was erfunden und erlogen. Denn es gab immer mal wieder Hinweise darauf, dass er die Wahrheit ein bisschen zu seinen Gunsten verbogen hat. Um das mal freundlich zu formulieren. Manche Sachverhalte waren einfach nicht schlüssig, nicht logisch zu Ende gedacht. Ja, auch zum erfolgreichen Lügen braucht es Intelligenz. Das vergessen manche Leute.

Unterm Strich ein PLUS an Lebenserfahrung für mich.

Und NEIN, ein Aufwachen aus einen schönen Traum mündet bei mir nicht in eine finstere, schreckliche Realität. Denn mein Leben ist schön und reich an Freude.

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Iris 2.0

Eigentlich müsste es mindestens schon das 27. Update sein. Und ein paar Upgrades waren auch dabei in all den Jahren. Wäre schlimm, wenn es nicht so wäre.

Kritisch
Kratzbürstig
Unerbittlich
zickig
den Finger in die Wunde legend
ehrlich
gerade heraus
nicht zurückhaltend
wahrheitsliebend
egoistisch
anstrengend
kompromisslos
pragmatisch
hartnäckig
insistierend
nachhaltig
werteorientiert
konsequent

All das bin ich. Gerade und besonders, wenn es um Klaus geht. Ich drehe ihn mit meinen bohrenden Fragen täglich auf links. Er widerspricht sich manchmal selber und erinnert sich nicht so ganz genau an das, was er mir vor Wochen mal erzählt hat. Dadurch kommt es zu Ungereimtheiten, deren Ursache für mich eindeutig in Lügen liegen, die er mir irgendwann mal erzählt hat. Denn das will auch gelernt sein. Wer gut lügen kann/will muss gut strukturiert sein und die Lügen in einem stabilen Netz aus Zusammenhängen platzieren. Jede Schwachstelle im Geflecht kann zur Instabilität  und zum Zusammenbruch führen.

So steht er also gerade auf dem Prüfstand. Der Ärmste!!
Nein, natürlich muss man ihn deswegen nicht bedauern. Wenn er ein Guter ist, dann macht ihm das nichts aus. Aber er hat inzwischen verstanden, dass er mir kein X für ein U vormachen kann. Ich bin hell wach und passe auf. Da darf er sich keine Fehler leisten. Sonst ist er mich los. Ich fürchte, das wird er so oder so demnächst sein. Alle Zeichen deuten darauf hin.

 

 

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Klaus (4) Urlaubspläne

Wenn es nach ihm geht, dann fliegen wir am 20. März nach Kapstadt.

Das hat er mir vorige Woche gesagt. Er lädt mich ein bzw. nimmt mich mit und sein Arbeitgeber bezahlt Flug und Hotelunterkunft. Die Firma zahlt den Mitarbeitern, die beinahe ständig im Ausland im Einsatz sind, einmal im Jahr für zwei Wochen den Aufenthalt der PartnerIn / Ehegatten.  Dies hat er noch nie in Anspruch genommen. Und da er sicher ist, dass wir beide von jetzt an bis in alle Ewigkeit zusammen gehören und den Rest unseres Lebens miteinander verbringen werden….. bin ich jetzt THE ONE.

Das ist einerseits ein schöner Gedanke, auf der anderen Seite aber auch eine seltsame Vorstellung für mich. Ein Mann, den ich so wenig und erst so kurz kenne?

Gerade in den letzten zwei Tagen kommen mir immer mehr Zweifel auf. Und ich sehe mich in der entscheidenden Phase der Reiseplanung dann absagen. Nämlich dann, wenn die Flüge gebucht und die Unterkunft verbindlich auf unsere Namen reserviert werden sollen. Ginge der ganze Trip mit dem Auto an die Nordsee oder meinetwegen noch an den Gardasee, dann würde ich sagen: Okay, wenn wir uns auf die Nerven gehen, dann setze ich mich ins Auto oder in den Zug und reise nach Hause. Aber so? Südafrika?

Ich halte sehr viel von Bauchentscheidungen. Und ich denke, meine Entscheidung ist beinahe schon gefallen.

Andererseits…. no risk, no fun?

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Projekt Klaus (3) – die On-Off-Story

Man mag es nicht für möglich halten…… es ist mir auch ein klitzekleines bisschen peinlich das hier zu schreiben….. aber es geht weiter, nachdem es Mitte Dezember 2019 so aussah, als wenn alles vorüber wäre. Ich hatte es hier beschrieben.

Am 03. Januar meldete Klaus sich wieder bei mir und ließ mich wissen, dass ihm alles, was geschehen war, so schrecklich Leid tue, er sich entschuldigen möchte und er mich nicht vergessen könne.

Hm, was soll man dazu sagen? Auch er war nach wie vor noch interessant für mich. So ganz war er noch nicht aus meinen Gedanken verschwunden. Und so habe ich mich wieder drauf ein gelassen. Er ist einfach mein besonderes Projekt. Projekt Klaus. Wäre ich ein neutraler Beobachter, würde ich mir selber spätestens jetzt nen Vogel zeigen.

Aber irgendwas ist da. Zwischen ihm und mir. Und das will ich ergründen. Immerhin sind wir uns noch nie begegnet und haben bisher keine Fotos ausgetauscht. Ein kompletter Blindflug also. Das hat schon auch einen besonderen Reiz. Heute, wo die Optik überall in den Medien so extrem in den Vordergrund gestellt wird, ist ein Kennenlernen ohne Bild schon was Besonderes. Aber eben schon auch besonders schräg.

Mittlerweile seit mehr als 4 Wochen schreiben wir wieder. Und auch ein paar Telefonate waren dabei. Zur Zeit ist er in Belgien. Er wird in der ersten Märzwoche nach Hause kommen. Und dann wird es unser erstes Face to Face Treffen geben.
Au weia, wie spannend wird das wohl werden??

Also noch 3 Wochen Wartezeit.
Wie schon berichtet ist er ein Mann der Vor-WhatsApp Generation. Und so schreiben wir Emails. Neulich an meinem freien Tag brach gegen Abend der Mailverkehr von meiner Seite aus zusammen, denn mein Mail Anbieter hat eine Sperre eingerichtet, die es unmöglich macht, mehr als 100 Mail pro Tag an ein und dieselbe Mailadresse zu senden. Tritt das auf, wird von einem Error ausgegangen, bedingt durch einen Virus o.ä. und die Tore werden für diesen Tag geschlossen. Sowas hab ich noch nie erlebt. Wie so einiges, was ich mit Klaus erlebe.

Gerade vor einigen Tagen musste ich mein Postfach mal aufräumen und ich stellte fest, seit Anfang Januar sind mehr als 1800 Mails zwischen uns hin und her gegangen. Also  900 Stück pro Nase. Wobei ich schon mehr geschrieben haben werde.
Wehe, wenn sie los gelassen.

Wir machen schon erste Urlaubspläne, wobei wir gar nicht wissen, ob es überhaupt passt mit der Chemie. Also sind die Pläne nur mit Bleistift gezeichnet.

Es ist alles recht verrückt. Das sehe ich ein. Aber irgendwie passt sowas auch zu mir und normal kann doch jeder……. Oder?

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Radikale Ehrlichkeit

Ich bin in diesem Jahr auf einem radikal ehrlichen Weg, der mich auch zu Opfern zwingt. Wie schon hier berichtet, bezieht sich das auf die Männer, aber eben auch auf andere Kontakte.

Solange ich zurück denken kann, war ich immer an einer konfliktarmen Kommunikation mit Familien, Freunden und Bekannten interessiert.  Wenn mir was nicht gepasst hat und ich anderer Meinung war, dann habe ich das meistens nur offen angesprochen oder ausgesprochen, wenn das Thema es wert war, darüber eventuell auch mal zu streiten, falls nötig. Oder wenn es mir sehr am Herzen lag und ich meine (andere) Meinung nicht für mich behalten konnte, weil es zu wichtig für mich war. Aber sehr oft – aus heutiger Sicht zu oft – habe ich geschwiegen und gedacht: Ach, Schwamm drüber…. ist ja auch egal.

Neee, ist es eben nicht. Denn, wenn man sich selber damit nicht ernst nimmt, die eigenen Werte immer wieder verrät, dann kommt irgendwann der Punkt, wo sich zu viel Unmut angestaut hat. Und dann platzt einem der Kragen. Denn es entwickelt sich mehr und mehr das Gefühl, sich selbst nicht ernst zu nehmen und dann auch von anderen nicht ernst genommen zu werden.

Ich hatte mal eine Freundin, die einige Jahre älter war als ich. Sie hatte eine ziemlich dominante Art und liebte es, den Ton anzugeben. Sei es bei Aktivitäten im Urlaub oder auch nur bei der Wahl des Lokals. Sie war gut darin, anderen ihren Willen regelrecht aufzudrücken, rein zu drücken. Und wenn man keine Lust auf endlos lange Diskussionen hatte, dann tat man besser, was sie wollte und hatte seine Ruhe. Sowas kann dann schnell zur bequemen Angewohnheit werden. Doch das ist äusserst ungut. Denn es ist unehrlich sich selbst gegenüber und auch dem anderen gegenüber. Der Gesprächspartner glaubt, alles sei in bester Butter und dann…… kaum sind ein paar Jahre rum platzt die Bombe. Dann wird aus der sonst so friedlichen Iris eine Kratzbürste. Und alle verstehen die Welt nicht mehr.

Heute sehe ich ein, dass dieser Weg nicht der richtige war und zukünftig für mich auch nicht mehr sein wird.

Aktuelles Beispiel: Vor etwas mehr als zwei Jahren traf ich einige Frauen im Internet. Wir waren uns von Anfang an sehr sympathisch und gründeten bald eine kleine, aber feine  WhatsApp Gruppe. Dort schrieben wir dann mehr und auch zu anderen Themen. Wir lernten uns nach und nach besser kennen und öffneten uns den anderen auf wirklich besondere Weise. Ein schöne Frauengemeinschaft.

Doch wie das meist in Gruppen so ist, es zeichnete sich bald ab, dass es bei allen Bemühungen um demokratische Verhältnisse und Gleichberechtigung, Frauen gab, die sich zu Anführerinnen berufen sahen. Das ist mir in den ersten anderthalb Jahren nicht so direkt aufgefallen. Aber irgendwann begannen sie damit, die anderen Gruppenmitglieder, deren Aktivitäten und Entwicklungsstand, zu bewerten. Da gab es dann – egal was man erzählte – entweder Lob oder gut gemeinte Ratschläge zur Verbesserung und einer anderen Handhabung der jeweiligen Situation, wenn sie nochmal auftreten sollte. Die, ich nenne sie mal Führerinnen, erzählten auch über ihre Aktivitäten anderen Menschen in ihrem Umfeld zu helfen. Sie bei deren Bewusstwerdung und Weiterentwicklung zu unterstützen. Es war eine Art Lebensberatung.

Ich frage mich bei sowas immer: Wie kommt ein Mensch auf die Idee, besonderes dann, wenn er keine explizite und anerkannte Ausbildung auf dem Gebiet erhalten hat,  sich zum Ratgeber für andere berufen zu sehen?  Wer sagt denn, dass seine Ratschläge nützlich und hilfreich sind und nicht womöglich noch mehr Schaden anrichten? Auf welcher Basis wird hier Rat erteilt? Manche Leute besuchen ein paar Wochenenden lang diverse Seminare und bekommen dann ein Teilnahmezertifikat. Damit gehen sie anschließend los, am besten gleich das Wochenende drauf, und machen einen auf Lebensberater. Sorry, aber da stellen sich mir die Nackenhaare auf.

In der Gruppen wurden wir immer vertrauter und hielten schließlich beinahe nichts mehr unter Verschluss.  Es wurde alles in der Gruppe „abgekippt“. Das hatte anfangs etwas sehr Erfrischendes. Doch nach einiger Zeit bekamen die Gruppenmitgliedern eine gute Entwicklung in die „richtige“ Richtung attestiert. Oder eben nicht. Dann wurde automatisch der bessere Weg aufgezeigt.  Kritische Äußerungen wurden mehr oder weniger nieder gebügelt. Wer „brav“ war, hielt sich an die Meinung der Führerinnen und bekam auch prompt eine gute Entwicklung attestiert.

Doch ich bin in sowas nicht wirklich gut. Manchmal konnte ich dann doch nicht an mir halten, musste mein Schweigen brechen und musste meine konträre Meinung kund tun. Damit stand ich beinahe immer allein da. Bis auf wenige Ausnahmen, wo sich jemand zu mir gesellte. Ich bin sowieso eher der pragmatische Typ. Und das empfinden manche als zu hart, zu direkt, zu wenig weichgespült, zu wenig emphatisch. So lautete dann das Urteil. Ich bin einfach nicht so das brave Herdentier, was in der Masse gerne und gehorsam mit läuft. Unauffällig.

Ich zog mich also in der Folge mehr und mehr zurück. Das ist einigen auch aufgefallen und sie fragten teilweise besorgt nach. Trotzdem baute sich mit der Zeit in mir ein ungutes Gefühl auf. Eine Art von Unwohlsein mir gegenüber. Beinahe ein schlechtes Gewissen. Aber aus dem Grund, weil ich immer wieder meine Meinung zurück hielt und nicht ehrlich sagte, was ich dachte. Ich war nicht geradlinig und ehrlich. Nicht mir gegenüber und auch nicht den anderen gegenüber. Das nagte zusehends mehr an mir.

Als es dann in der Gruppe nur noch die Geschichten der anderen nachzulesen und zu diskutieren gab, war dies keine Gemeinschaft mehr für mich. Sie fing regelrecht an meine Energie zu fressen. Ich hätte es so weiter laufen lassen können. Einfach schweigen und hin und wieder mal noch mitlesen. Aber es ging und geht dort um sehr intime Themen und so kam ich mir wie ein Spanner vor. Der schweigend Einblicke bekommt, sich aber nicht (mehr) dazu äussert.

Zeit für mich, zu gehen. Es war einfach nicht mehr meine Gruppe. Wir, die Gruppe und ich hatten uns in unterschiedliche Richtungen entwickelt. Oder ich gar nicht…würden sicher manche sagen. Was weiss denn ich?? Deshalb teilte ich an einem Sonntagmorgen mit, dass ich gehen werde und erklärte auch soweit das möglich war, warum. Leicht ist mir das tatsächlich nicht gefallen. Denn es gab schon auch richtig schöne Zeiten. Gerade am Anfang. *schnief**

Es war wie am Ende eines tollen Urlaubs, in dem man richtig nette Leute kennengelernt hat. Man verabschiedet sich, womöglich noch tränenreich und mit viel Geschrei, versichert sich gegenseitig eine unvergesslich schöne Zeit gehabt zu haben, verspricht auf jeden Fall in Kontakt zu bleiben….. und dann. Werden die Stimmen leiser bis sie verstummen.

That’s life.
Wieder was gelernt.

 

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Auf dem Weg zum Optimum

Frohes Neues Jahr 2o2o euch allen da draussen.
Bleibt gesund oder werdet es wieder.
Je nachdem.

Gerade jetzt am Anfang des Jahres halten die meisten von uns inne und betrachten ihr Leben mal von aussen. Beleuchten besonders die Schwachstellen.
Wo besteht Optimierungsbedarf?

So auch ich. Aber einen Jahresrückblick erspare ich mir und euch. Mag ich nicht so.

Seit dem Silvesterabend habe ich mich aber beinahe durchgehend selber gefragt: Wo in meinem Leben lasse ich faule Kompromisse zu? Wo bin ich es mir nicht wert, konsequent auf mein Wohl zu bestehen und meinem Glück aufs Pferd zu helfen? Wo schweige ich aus Höflichkeit, aus Rücksicht, aus Mitleid oder anderen Gründen? Anstatt zu sagen, was ich denke, was ich brauchen würde, was mir  fehlt.

Damit täusche ich nicht nur mich sondern auch meine Umwelt. Denn solange ich schweige denkt die, dass alles super gut und zufriedenstellend läuft. TUT ES NICHT!!!

Da war zum Beispiel der Apotheker. Wir kennen uns nun beinahe zwei Jahre. Und es wurde immer ein bisschen mehr, aber nie etwas, was man Beziehung nennen kann. Mehr so Freundschaft plus. Es passt vom Kopf und vom Körper her, aber nicht so vom Herz. Unsere Lebensumstände sind auch so, dass aus uns kein echtes Paar werden könnte. Ausserdem wollen wir beide das nicht, so eine echte, klassische Beziehung mit Zusammenziehen und gemeinsamen Alltag. So weit, so gut. Aber ähnlich wie bei vielen Paaren wurde die Achtsamkeit mit der Zeit weniger. Er sah es immer mehr als selbstverständlich an, dass er „konsumieren“ durfte und sein Wohl war ihm wichtig. Meins eher Nebensache. So habe ich es jedenfalls empfunden. Geplant waren immer mal gemeinsame Unternehmungen. Wohl mehr Wunschdenken von mir als von ihm. Ein Wochenende zu zweit oder auch mal ein Kurzurlaub. Aber es wurde nie was draus. Er besuchte mich, übernachtete auch, wenn mein Standort auf der Route seiner Geschäftstermine lag. Und das war’s. Alles eher praktisch und kostensparend für ihn, als beziehungsfördernd oder als paarbildende Maßnahme anzusehen. Die letzten paar Mal kam er sehr spät in der Nacht an und fuhr im Morgengrauen weiter. So blieb nicht mal mehr Zeit für Gespräche. Zumal er zu meinem Entsetzen prophylaktisch vor dem Schlafengehen eine Schlaftablette einwarf, was mir sehr nach Gewohnheit aussah. Das ärgerte mich und ich verzichtete dennoch auf ausführlichen Erläuterung. Denn wenn man wenig Zeit zusammen hat, dann möchte man die nicht auch noch lamentierend verbringen. Dennoch habe ich mehrfach erwähnt, dass mir das alles einfach zu wenig ist. Doch nichts änderte sich.

Nun hätte am letzten Wochenende ein weiterer Besuch mit Übernachtung angestanden. Wir haben uns Ende Oktober zuletzt gesehen und eigentlich freute ich mich auf ihn. Aber da waren bereits sichere Anzeichen, dass es wieder nur ein Schnellschuss werden würde, was mich schon im Vorfeld traurig machte. Und ich ging in mich, befand die Gesamtsituation als unzureichend. Jedenfalls für mich.

Ich fasste mir ein Herz und ihm gegenüber meine Gefühle in Worte.
Am Donnerstag, also zwei Tage vor dem geplanten Besuch.

Ich komme zu kurz, fühle mich nicht gesehen, möchte da was ändern.

Sieht er das nicht so – passt es so für ihn, dann wäre für mich der Punkt erreicht, wo ich nicht mehr so weiter machen mag. Würde mich dann an der Stelle verabschieden wollen.

Und seine Reaktion: Alles Gute & soll ich deine Nr. löschen?

Ich fand es sehr ernüchternd und war gelinde gesagt halbwegs schockiert. Das hätte ich nun nicht erwartet. So kurz und schmerzhaft. Ich denke übrigens, dass es das für beide Seiten ist.

Nun bin ich ein Stück näher am Optimum. Das mag komisch klingen. Aber ich bereue es nicht, meine Meinung gesagt zu haben und konsequent für mein Wohl gehandelt zu haben. Ich würde wieder so entscheiden. Zumal ich erkennen musste, dass für ihn kein Redebedarf bestand.

Was ich jetzt habe….. freie Bahn für den Mann, der besser zu mir passt.
Und den gibt es. Davon bin ich überzeugt.

 

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Klaus – Nachspann

Ich brauche immer eine ganze Weile, bis ein Mensch wirklich von meinem Radar verschwindet. Selbst, wenn derjenige mich vermutlich mies behandelt oder auch einfach nur verarscht hat.

Die Flut von Mails, die Klaus mir geschrieben hat, ist verebbt. Mittlerweile kommen keine mehr, weil die letzten 5-6-7 unbeantwortet blieben. Aber er ruft mich an. Immer mit unterdrückter Nummer auf meinem Handy. Was er übrigens die ganze Zeit gemacht hat. Seine Nummer verbergen. Was sollte einen Menschen, der keine Geheimnisse hat, dazu veranlassen, die eigene Nummer zu unterdrücken? Ich verstehe es nicht. Und wenn, dann sollte eine schlüssige Erklärung meine Bedenken zerstreuen können. Oder?

Der eine oder andere von euch wird jetzt sagen:
„Lass mal gut sein. Vergiss ihn einfach. Ist besser so.“ 

Mir fällt es aber schwer Fakten hin zu nehmen, wenn ich den Grund nicht kenne, der diese Fakten geschaffen hat. Und ich denke oft darüber nach, was er mir wohl erklären würde, wenn ich seine anonymen Anrufe entgegen nehmen würde. Ach ja, das hatte ich vergessen zu erwähnen…. ich gehe nicht ran, wenn er anonym anruft. Aber ich weiß gleichzeitig auch, dass er es ist. Es gibt niemand sonst, der das tut.

Meine sehr ausgeprägte Neugierde führt mich immer wieder in Versuchung, wenn das Telefon klingelt. Ich möchte ja zu gerne wissen, was er sagen würde. Oder will er nur meine Stimme hören? Und er sagt dann nichts?

Die vernünftigen Anteile in mir lassen diese Anrufe unbeantwortet. Zu schräg ist das Verhalten dieses Mannes. Erinnert mittlerweile schon langsam an stalking. Ich bin ziemlich froh, dass er meine Adresse nicht kennt und ich nicht im Telefonbuch stehe.

Wohin soll das denn bitte führen? Was ist der Sinn hinter diesen Anrufen?
Ich glaube, ich werde es nie verstehen. 

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