Das Simpson Protocol

Vor einer Woche habe ich in Coburg mit dieser Hypnose Methode Bekanntschaft gemacht. Und ich möchte euch darüber berichten, weil es für mich eine sehr tiefgreifende Erfahrung war/ist. Heute fühlt es sich rückblickend so an, als hätte ich einen sehr schönen Traum mit nachhaltiger Wirkung gehabt.

Hier zu den Hintergründen bzw. einer kleinen Erklärung:
——– >  Was bedeutet das: Das Simpson Protocol?

Ich hatte am letzten Wochenende eine Freundin in der Nähe von Coburg besucht. Und für Samstag war ein Termin in der Praxis von Heike Schauberger vereinbart. Meine erste Begegnung mit ihr und auch mit Hypnose. Bis dahin war Hypnose für mich eine Sache, die unmöglich mit mir funktionieren kann. Allerdings dachte ich dabei auch an die sog. Show Hypnose, wo Menschen mit einer Berührung an der Stirn in eine Art Schlaf versetzt werden und unter Hypnose dann seltsame Dinge tun und sich teilweise recht zum Affen machen. Zur Belustigung der Zuschauer. Von sowas habe ich noch nie was gehalten. Und deshalb dachte ich bis letzte Woche: Hypnose und ich – das gibt kein Match.

Aber dem ist nicht so. Angeregt und motiviert durch die guten Erfahrungen meiner Freundin mit dieser Hypnose Methode, habe ich mich entschlossen, das jetzt mal auszuprobieren. Wir allen blockieren gewünschte Veränderungen unbewusst durch alte Glaubenssätze, die sehr stark in uns verankert sind. Neue Erfahrungen werden mit bekannten Mustern verglichen. Gibts da keine Übereinstimmung, dann rät uns „der innere Kritiker“ dazu, besser nicht das gewohnte Terrain zu verlassen und lieber in der schönen, warmen Komfortzone zu bleiben. Ist angeblich sicherer und fühlt sich besser  an. Doch dadurch ist keine Veränderung möglich. Wir stecken deshalb manchmal im Leben in bestimmten Situationen fest und kommen nicht voran, können gewünschte Verbesserungen nicht umsetzen.

So hat jeder von uns bestimmte Baustellen, wo er mitunter seit Jahren „gräbt“ und wo dennoch kein rechter Fortschritt festzustellen ist. Alte Muster durchbrechen ist eben nicht so leicht. Und wenn man dann Hilfe zur Selbsthilfe bekommen kann, dann ist das eine Möglichkeit, die man nutzen kann. Wenn man das will. Das ist aber natürlich jedem selbst überlassen.

Meine Hypnose Sitzung hat mit Vorgespräch beinahe drei Stunden gedauert. Und es kam mir danach vor, als wäre es nur eine gewesen. So rasend schnell verging die Zeit für mich. Wer jetzt erwartet hat, dass ich genau erzähle, wie das war und was da genau abgegangen ist, den muss ich leider enttäuschen. Die Hypnotiseurin liest mir eine Art Fragenkatalog vor und ich beantworte die Fragen – die beinahe alle nur  JA/NEIN Antworten erfordern – mit Fingerzeichen, die wir vor Beginn der Session vereinbart haben. Ich erinnere mich also nicht konkret oder nur wie durch eine feine Nebelwand. Es ist, wie gesagt, als hätte ich einen schönen, beruhigenden Traum gehabt, der mich gestärkt und mit einer dicken Schicht Balsam auf meiner Seele in mein Leben zurück entlassen hat.

Nach der Session war ich mit meiner Freundin in einer Therme. Wir haben das wohlig warme Salzwasser genossen. Und wie es der Zufall wollte, wurde während  der Zeit unseres Aufenthaltes in einem Außenbecken eine Chigong Session angeboten. Das passte perfekt zu meinem eh schon entspannten Gemütszustand. Sanfte Bewegungen zu schöner meditativer Musik in warmen Wasser. Ein Genuss!!

Wer mich näher kennt, der weiss: Wenn es mir gut geht, ich mich wohl fühle und gut drauf bin, dann äußert sich das in einem scheinbar nicht enden wollenden Redefluss.  Freunde und Familie erinnern mich dann manchmal und sagen sowas wie: Iris, das Atmen nicht vergessen!!!

Das war nach der Hypnose am Samstag anders. Ich fühlte mich sehr wohl und ich war still. Im Inneren und auch im Aussen. Irgendwie tiefenentspannt fühlte ich mich. Und das hält bis heute, in einer etwas abgeschwächten Form, an.

Das Ganze hat mir, wenn ich das zusammenfassend so sagen darf, ein Mehr an Selbstvertrauen und Selbstliebe gebracht. Ich spüre, ich kann viel bewegen in meinem Leben bzw. ich bin diejenige, die die Veränderung einleiten kann und muss. Theoretisch war mir das durchaus bekannt. Aber gerade in der letzten Zeit schien mir das alles zu mühsam, zu aufwändig, ein Berg, den ich nicht erklimmen konnte. Weil ich ihn nicht erklimmen wollte. Ich glaubte, ich wäre zu schwach. Typische Opferhaltung. Ich hatte ein Stück weit aufgegeben und mich selbst bemitleidet. Nicht gut!!!

Es ist erst eine Woche her. Ich stehe noch ganz am Anfang. Aber das macht nichts. Ich habe ja Zeit. Schließlich wollen meine Freundin und ich 111 Jahre alt werden. Und bis dahin sind es noch 51 Jahre.

Tina, wir machen das schon!!!!!

(Beitrag enthält unbezahlte Werbung)

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Recycling

Manchmal fällt mir besonders auf, dass sich alles im Leben wiederholt.

Im Sommer 2018 habe ich folgende Gedanken hier „zu Papier“ gebracht. Und gerade passen sie wieder so extrem gut.

Die Spür Bar

Ich stehe an der Spür Bar

und horche in mich rein.

Hier gibt es  keine Barhocker,

weil ich mich nicht festsetzen möchte.

Festlegen schon gleich gar nicht.

Erstmal.

Der letzte Drink ist ausgetrunken.

Der neue muss ein anderer sein.

Soviel weiß  ich jedenfalls.

Viel mehr aber auch nicht.

 

IS / 07-2018

 

 

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Von Kaviar und Gemüseeintopf

Ich habe entschieden, ich werde mir ab sofort mehr als bisher selber treu bleiben. Oder überhaupt erstmal treu werden. Denn das war ich oft nicht in meinem bisherigen Leben. Zu viele Kompromisse zu meinen Lasten. Immer darum bemüht, die Nette zu sein. Die Freundliche, der oft das Wohl des Gegenübers wichtiger war, als das eigene. Bei Stolpersteinen und auch kleineren Hindernissen, immer diese Einstellung: „Ach ja, das geht schon irgendwie. Ich kriege das schon hin. Ist nicht optimal für mich, aber ich nehme es so in Kauf, wie es ist. Besser als nüscht!!“

Auch wenn man jahrelang immer und immer wieder Kaviar serviert bekommt oder meinetwegen Austern und Champagner….. irgendwas Edles jedenfalls…. dann hat man trotz permanentem Luxus irgendwann Lust auf Gemüseeintopf mit Würstchen und kann den edlen Kram nicht mehr sehen.

Wenn man diese Situation auf das Liebesleben zweier Menschen überträgt, dann kann es zu argen Irritationen führen. Der big spender sieht sich ungerecht behandelt, wenn die Frau, die er meint jahrelang verwöhnt zu haben, auf einmal unzufrieden ist. Wenn die Frau mehr will, wo er doch vermeintlich alles gegeben hat. Er fragt sich, was das eigentlich soll. Hat er ihr denn die ganze Zeit nicht wirklich viel geboten? Mehr als jeder andere auch nur gewillt und in der Lage wäre zu geben?

Hintergrund ist folgender: Ich habe exakt am 11.09.19 meinem Langzeitlover ((für die Insider unter euch – es spreche von meinem Osmanen aus Anatolien) schweren Herzens den Laufpass gegeben. Und das nicht ohne vorher wieder und wieder nach Gemüsesuppe gefragt zu haben. Regelrecht gebettelt hab ich drum. Er brachte einen Fingerhut voll und beim nächsten Mal wieder ne Schubkarre Austern. Und ich habe viel zu oft dann kein Theater gemacht und genommen, was er für mich vorgesehen hatte. Dankbar, brav, demütig. Wie sich das gehört. So wie wir Mädchen erzogen wurden. Sei dankbar. Er meint es doch nur gut. Sieh nur, wie schön! Er ist großzügig. Du bist ihm viel wert. Sei doch vernünftig.

Egal was ich gesagt habe. Egal wie oft. Er entschied, was ich brauche. So als hätte ich ihn auf Chinesisch angesprochen, wo er der Sprache nicht mächtig ist.

Bis mir der Kragen geplatzt ist und ich ihm gesagt habe: Es reicht mir jetzt.

Seine einzige Reaktion: „Okay, weiß ich Bescheid. Dann hast du wohl einen anderen Lieferanten gewählt. Bin ist raus. Ist ja okay. Alles gut.“

Dann folgten allen Ernstes 16 Tage eisernes Schwiegen. Kein Wort, weder telefonisch noch schriftlich. Und ich dachte: Okay, das wars dann also ?!?!?
Ich kenne ihn seit exakt 36 Jahren. Also wirklich richtig gut. Und ich weiss, er hat unter meiner Ansage und den Konsequenzen gelitten wie der sprichwörtliche Hund. Es muss ihm schlecht gegangen sein. Und mir tat er wirklich Leid, weil ich auch weiß: Er versteht es einfach immer noch nicht wirklich, warum ich so ticke. Aber er gab mir nicht die Gelegenheit mich in Ruhe zu erklären. Ohne Zorn und ohne Aggression. In Ruhe und aller Ausführlichkeit. Denn es gibt ihn nicht, den anderen Lieferanten.

Dann, zwei Wochen später,. Gegen 9 Uhr morgens klingelte mein Telefon. Ich sah, er war dran. Ich war überrascht und/aber auf dem Sprung ins Büro. Hatte also keine Zeit. Ich ging kurz ran und sagte, wir sollten in Ruhe reden. Aber eben nicht jetzt. Abends oder so. Dann aber auch nicht unbedingt in meiner Wohnung.

Zu verführerisch das Umfeld. Der Gewohnheit folgend wäre er schnell wieder in seine Routine eingestiegen und mir auf die Pelle gerückt. Und ich räume immerhin ein, dass auch ich schwach werden könnte. Reden käme dann wieder zu kurz. Dabei möchte ich, dass er mich einfach auch mal versteht. Doch dafür brauche ich die Gelegenheit mich in Ruhe und ausführlich zu erklären. Er will aber nicht reden. Ich weiss das. Deshalb versuchte er mich davon ab zu bringen. Er meinte: „Ach komm Schatz, ich bringe und ne schöne Flasche mit. Wir trinken ein Gläschen oder zwei und machen es uns gemütlich. Wie immer.“ Das habe ich abgelehnt. Aus eben beschriebenen Gründen. Da wurde er sauer und meinte, es müsse ja einen Grund geben, warum ich ihn nicht bei mir zu Hause haben wolle. Ich solle doch endlich sagen, was los sei. **Augen roll** Wieder diese Eifersucht-Nummer!!

Es folgten wieder zwei Wochen beleidigtes Schweigen von seiner Seite. Dann habe ich ihm Montag vorgeschlagen, zu mir ins Büro zu kommen. Ich habe diese Woche Zeit und bin allein hier. Wir könnten in Ruhe reden. Bei Regenwetter ist auch nicht viel los. Kein Kundenandrang.

Gestern rief er mich am Nachmittag an. Und er erklärte, die Idee mit dem Gespräch im Büro würde ihm nicht gefallen. Er möchte am Abend bei mir zu Hause vorbei kommen. Da können wir auch reden. **kreisch-schrei-hüpf-spring**Haare rauf**

Jetzt is feddisch!!! Jetzt mag ich nimmer. Ich habe ihm mitgeteilt, dass er offensichtlich nicht aus seinem Film raus kommt, der wohl in Dauerschleife läuft. Wir treffen uns jetzt seit exakt drei Jahren immer bei mir zu Hause. Und da schlage ich ein einziges Mal was anderes vor und da geht kein Weg hin?? Neeee, also echt!!!

Gestern Abend hatte ich einen Online Kurs mit abschließender Meditation, die sehr wohltuend für mich war. Da hieß es unter anderem, es gäbe etwas, was mir nicht gut tut und was sich seit längerer Zeit für mich als Energiefresser erweist. Ich solle mal überlegen, ob ich da nicht mal los lassen wolle….. Ja, will ich. Und ich habe es ihm gleich gestern noch mitgeteilt. Es fühlt sich nachhaltig gut an.

Heute habe ich am Morgen mit einem Freund gechattet.
Der meinte: Du bist heute so anders, was ist passiert?

Klarheit ist sexy. Vor allem für mich.

 

 

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Mein Wunschzettel

Wie das mit Wunschzetteln so ist….. man schreibt auf, was man gerne hätte und weiss bereits in dem Moment, dass niemals alle Wünsche in Erfüllung gehen können. Manchmal weiss man nicht mal so genau, was man sich in Einzelnen so wünschen sollte. Unsicherheiten sind also normal. Denn was man dann letztlich bekommt, steht in den Sternen.

 

Mein Traummann……. das Aussehen

  • er ist ca.  1,80m groß oder größer
  • schöne Augen, am liebsten braun oder schwarz (grün oder blau geht auch) und er hat einen sehr intensiven, interessierten Blick.  NeuGIERIG
  • er hat dunkle, gut geschnittene Haare (falls länger, dann muss ein Schnitt erkennbar sein) Altersgemäß können sie natürlich auch grau sein.
  • keinen Bart oder wenn, dann einen gepflegten Bart …wie er überhaupt sehr sauber und gepflegt sein sollte.
  • er ist schlank, wobei ein kleiner Waschbär Bauch auch kein Problem wäre
  • er hat Haare auf der Brust und am Unterbauch….das finde ich sehr sexy
  • er hat schöne gepflegte Hände (Fingernägel sauber und kurz). Die Hände müssen nicht schmal und klein und fein sein sondern können durchaus auch Pranken sein, groß und kräftig.
  • er ist gut ausgestattet, was seine externes männliches Geschlechtsmerkmal angeht. **grins**
  • lange Beine – für kurze Hosen tauglich. Ich mag schöne Männerbeine.
  • seine Kleidung ist sportlich, praktisch und kann aber im Bedarfsfall auch mal elegant sein. Ich liebe Oberhemden und da besonders die weissen. Dazu gerne eine edle Jeans. Er trägt  nicht immer nur Jeans, auch mal Stoffhose. Nicht immer nur Turnschuhe, auch mal Lederschuhe… und da am liebsten so richtig edle, hochwertige Teile, gerne bisschen ausgefallen und modisch. Lederjacken liebe ich auch an Männern. Der Duft, gemischt mit einem guten Rasierwasser ist der Hammer.
  • er hat ein schönes, verschmitztes Lächeln und weicht meinem Blick nicht eher aus, als ich seinem.

Mein Traummann……. der Charakter

  • er ist selbstbewusst und ruht in sich
  • er arbeitet gerne an sich und ist an Weiterentwicklung immer interessiert
  • er ist aufgeschlossen für Neues, abenteuerlustig, mutig, loyal mir gegenüber und nicht arrogant.
  • er ist kein Klugscheißer. Gerne darf er Dinge besser können oder besser wissen als ich. Aber er muss mich deshalb nicht behandeln, als wär ich blöd. Da bin ich allergisch.
  • er lässt sich nicht mit Leichtigkeit von mir um den Finger wickeln, d.h. er durchschaut mich. Zu jeder Zeit. Und er erahnt  meine Vorhaben schon vorab und interveniert, wenn es ihm nicht gefällt bzw. der falsche Weg sein sollte, den ich einschlage.
  • er hat eine gesunde Dominanz. Das macht ihn und seine Männlichkeit aus.
  • er gibt mir das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit.
  • ich kann mich auf ihn blind verlassen und ihm vertrauen
  • er ist stark, wo ich schwach bin
  • er zeigt Gefühl und kann auch mal weinen, wenn er wirklich traurig ist
  • er vertraut mir seine geheimen Gedanken an und lehnt sich auch mal an mich an, genau wie ich an ihn
  • er ist verspielt, auch mal albern und ein großer Junge von Zeit zu Zeit. Er hat einen guten Humor, gerne auch einen schwarzen.
  • er weiss, wie man mich aufmuntert, aufbaut, mir wieder Mut macht, mich zum Lachen bringt usw. Er stärkt mich in jeder Lebenslage und ich tue das natürlich dann auch gerne für ihn. Gemeinsam statt einsam.

So oder so ähnlich könnte mein idealer Partner aussehen. Da ich weiss, dass jeder seine Ecken und Kanten hat, jeder durch seine Lebensgeschichte geschliffen worden ist, nehme ich Abweichungen von diesem Idealbild natürlich in Kauf. Und mir ist durchaus bewusst, dass ich auch für einen Mann nicht immer alle Wunschkriterien erfüllen kann. Etwas anderes anzunehmen wäre vermessen.

 

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Durchlaufende Posten

Es wird Herbst. Andere sammeln Kastanien und Eicheln. Scheinbar ist das die Jahreszeit, wo viele sich auch für die kalten Winterabende etwas zum Kuscheln suchen. Ich suche nicht aktiv. Ich lasse mich finden.

Während ich am Samstag in meinem Büro saß und mich mit der Buchhaltung beschäftigte, gingen meine Gedanken spazieren. Es flanierten vor meinem geistigen Auge die Männer, die mich in den letzten Wochen über diverse Datingportale kontaktiert haben. Die meisten muss ich bei näherer Betrachtung leider als „durchlaufende Posten“ verbuchen.

Stufe 1
Einige Männer verstehen es, sich als sympathische Menschen mit Witz und Geist zu präsentieren. Sie sehen ansprechend aus – wenn sie mit Foto daher kommen – und machen auf mich einen guten Eindruck. Manchmal sogar auch ohne Bild. Wenn mich der Anfangskontakt neugierig macht, studiere ich intensiv das Profil und schreibe zurück. Und dann beginnt das Spiel. Es scheidet sich die Spreu vom Weizen. Während manche einen guten Einstieg hinlegen und dann stark abfallen, können einige wenige das Niveau der Kurznachrichten gleichbleibend hoch halten. Die sind dann schon mal auf der Siegerstraße. Aber auch die endet mitunter überraschenderweise im Straßengraben.

Stufe 2
Über kurz oder lang verlassen wir gemeinsam das Datingportal und steigen auf ein anderes Medium um. Entweder ein beliebiger Messenger, Skype, WhatsApp oder Mail. Je nachdem, an was die Herren so gewöhnt sind oder was für sie in ihrem Alltag praktikabel ist. Oder auch was sie ihrem Alter gemäß noch bewältigen können. Ist leider so. Hab ja bereits hier über die sog. Nokia Opas berichtet. (ich weiss, ich bin eine alte Lästerschwester….. aber heisst es nicht immer: „Frauen & Technik, fremde Welten treffen aufeinander“??)

Stufe 3 – Feuer frei
Dann gehts los. Wo man sich gegenseitig mit Fotos und Sprachnachrichten oder auch live Videos und Telefonaten erfreuen/erheitern oder auch schockieren kann, fallen die Masken und manchmal sogar auch noch die Hüllen. Im schlechtesten Fall trennen sie bereits da die Wege. Manchmal nach Minuten. Während in Phase 1 noch davon die Rede ist, dass der Mann sich von und mit mir Gespräche mit Tiefgang wünscht, suchen in Phase 3 dann einige Männer meine Tiefe nur noch in den Abgründen meines Dekoletés. Und jedes sinnvolle Gespräch rückt dann in weite Ferne. Mittlerweile schaue ich mir das dann auch nicht mehr länger an in der Hoffnung, da kommt noch was Vernünftiges nach. Ich verabschiede die Kandidaten dann freundlich und direkt wieder aus meinem Leben. Gestern hat einer gemeint: Er wäre doch aber ein wirklich niveauvoller, kurzweiliger, attraktiver und interessanter Kerl. Noch dazu Rheinländer, äußerst aufgeschlossen und redefreudig. Und ich würde das mit Sicherheit bereuen, dass ich ihn aus meinem Leben verabschiede. **grins** Hey, das Risiko gehe ich dann jetzt mal ein.

Zurück bleibt jeweils ein schales Gefühl.

Ich habe Freundinnen, die in einer ähnlichen Lebenssituation sind wie ich. Ich denke da gerade an eine spezielle  **wink an Tina**. Wir brauchen einen Mann nicht zum Überleben, denn wir kommen seit einigen Jahren schon ganz passabel ohne klar. Aber dennoch fehlt da was. Das lässt sich nicht abstreiten. Wir wünschen uns einen Mann, der gerne mit uns Zeit verbringt, sich mit uns austauschen mag.  Einen mit eigenen Ideen und Wünsche und  Träumen. In unserem Alter sollte er sein, +/- 5-8 Jahre.  Brauchbar für alles Schöne, was zu zweit mehr Spaß macht als alleine. Und eben auch für das Schöne, wo die beste Freundin nicht weiter helfen kann und will. Jetzt haben wir einen „Anforderungskatalog“ geschrieben. Jede für sich, denn wir wünschen uns keinen „von der Stange“ sondern jeweils ein wunderbares Einzelstück. Den würden wir so gerne lieben. Aber wo steckt er nur? Irgendwo läuft er herum und sucht uns. Da sind wir sicher. Wir müssen jetzt nur noch wie bei Hänsel & Gretel die Steinchen auslegen, nicht die Brotkrumen, damit ER uns findet. Ihrer sie und meiner mich. Klar!! Oder?

Wollt ihr mal lesen? Die Wunschliste? Also meine jedenfalls. Die andere ist top confident.

 

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Männer von Morgen

Heute hatte ich ein schönes Erlebnis. Ich habe eine neue Männergeneration kennen gelernt. Kunden kamen zur Vertragsunterzeichnung mit ihrem ca. einjährigen Sohn. Der Kleine konnte sich gerade mal einigermaßen auf den kleinen Beinen halten. Also ein Laufanfänger. Er kletterte die einzelne Stufe vor meinem Büro hoch und stand im Raum als wollte er sagen: „Hier bin ich. Kann los gehen.“

Gleich neben er Tür stand auf dem Boden ein kleiner Akku Schrauber, den wir kurz vorher benutzt und noch nicht weg geräumt hatten. Den schnappte er sich beherzt und drückte auch gleich auf den Startknopf. Das Ding brummte fröhlich los in seiner Hand und der Knirps strahlte über das ganze Gesicht.

Die Mutter war gleich in heller Aufregung und entriss dem Knaben das Werkzeug, was dem Kleinen einen entsetzten Gesichtsausdruck machte. Aber er hielt sich damit nicht auf und schritt munter voran in die Ausstellungshalle. Dort hüpfte er aufgeregt zwischen den vielen bunten, glänzenden Autos herum. Aber er wollte nicht nur schauen. Er wollte was tun. Und so fand er kurz danach eine Mini Wasserpumpenzange, die er sich schnappte um zu helfen, zu reparieren, zu arbeiten. Geht ja nicht, dass alle nur herum stehen und reden und keiner tut was.

Sowas gefällt mir. Ein kleiner Mann der Tat. Kein Schwätzer. Ich hab mich amüsiert. Die Mutter weniger. Sie sagte, man darf ihn keine Sekunde aus den Augen lassen. Er führt immer was im Schilde.

Jawoll, das sind sie, die Männer von morgen.

 

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News ticker light

Sommerloch lässt grüßen. Überall bei den Zeitungen merkt man es überdeutlich. Da werden teilweise völlig sinnbefreite Beiträge verfasst und man fragt sich: „Was will der Autor uns damit sagen?“ Würde der Autor nichts schreiben, dann bekäme er kein Geld, würde seinen Job verlieren und die Zeitung käme mit einigen leeren oder halben  Seiten (für den 1/2 Preis?) in den Handel. Das wär doch auch mal lustig.

Zum Glück ist bei mir selten wirklich Flaute. Ich hätte immer was zu schreiben. Nur fehlt mir die Zeit dafür. Oder es sind so schräge Erlebnisse, dass ich sie unter Verschluss halte, damit mich die Welt nicht als durchgeknallt einstuft. Manchmal sind sie auch nicht familienkompatibel. Ich bin nicht mehr sicher, wer aus meiner Familie mein Blog hier kennt und wer nicht. Und meine Inhalte sind nicht immer für die Augen und Köpfe von jedermann geeignet. Frau hat schließlich einen Ruf zu verlieren. Den der völlig harmlosen Frau, die mit 60, wie sich das gehört, brav zu Hause sitzt, nur an ihrer Arbeit, ihrem Haushalt und der Familie interessiert ist. Und nicht daran, Männer kennen zu lernen, diese zu treffen und die haarsträubendsten oder brüllend komischsten Erlebnisse dabei zu „erleiden“.

Und dann gibts da noch die Geschenke, die das Leben mir macht. Ganz selten geschieht es, dass das Universum meinen Weg sich mit dem von ganz besonderen Menschen kreuzen lässt. Manche nennen es Zufall. Ich kann da nicht so recht dran glauben. So geschehen im Mai. Ich hatte im Juni in diesem Beitrag schon mal drüber geschrieben. Mittlerweile kennen wir uns nun schon sage-und-schreibe 16 Wochen. Und wir sind richtig gute Freunde geworden. Ich erzähle ihm so gut wie alles, was ich so erlebe. Auch die hochnotpeinlichen Sachen. Und er hat irgendwie für alles Verständnis, ermutigt mich Gas zu geben, wenn ich zögerlich bin und sagt immer: „Genieß dein Leben. Keine weiß, wie lange wir es noch haben.“ Und letztens meinte er, er habe einen ziemlich heftigen Schwindel gehabt und einen enormen Druck im Kopf und er habe zu sich selbst gemeint: „Jetzt bekomme ich einen Hirnschlag. Das ist das Ende.“ Das Ende war es noch nicht, aber ich hab drüber nach gedacht, was denn wäre, wenn es mal so weit ist? Bei ihm oder mir? Wie würden wir vom Ableben des jeweils anderen erfahren? Schließlich kennt weder seine Familie mich, noch jemand meiner Leute ihn. Sollte ich endlich – was ich schon lange vor habe – ein Testament aufsetzen? (habt ihr sowas?) Und da schreibe ich dann all die rein, die informiert werden müssen/sollen. Mit Maladeres und/oder Telefonnummer? Passwörter diverser Online Spielplätze müsste ich da auch hinein schreiben. Ne Freundin von mir hat das glaub ich schon gemacht. So ne Datei für ihre Kinder, die sich dann kümmern werden und die diversen „Baustellen“ schließen.

Bis es aber soweit ist, werde ich den Dramaturgen aus dem Schwarzwald hoffentlich noch mal live & in Farbe kennengelernt haben. Einladung an ihn ging schon raus. Und ich vertraue ihm so, dass ich ihn gleich beim ersten Date bei mir zu Hause übernachten lassen würde. So vertraut ist er mir. Ist das nicht schön? Ich finde, ja.

Einmal hat er mir erzählt, da hatte er während seines beruflichen Aufenthaltes in Schweden eine kleine Affäre mit einer viel jüngeren Maskenbildnerin. Soll sehr schön und aufregend gewesen sein. Aber eben auch nicht sowas von Dauer. Eintagsfliege oder 2-3 Tagesfliege. Damals habe ich in mich hinein gehorcht, ob ich eifersüchtig bin. War ich nicht. Was für mich ein sehr gutes Zeichen ist. So bin ich frei von irgendwelchen Besitzansprüchen. Ist doch auch schön. Man lernt im Laufe des Lebens schon auch hinzu. Kann sich von alten Mustern befreien. Dachte ich……

Aber jetzt hat er vor wenigen Tagen berichtet, dass er online eine Psychologin aus dem Rhein/Main Gebiet kennengelernt habe. Eine sehr interessante Frau. Auch eine sehr interessante Frau, hat er gesagt. Sie wäre auf der Suche nach einem festen Partner und habe ihn um Rat gebeten, welche Dating Portale wohl gut wären. Diese Frage hat er mit meiner Hilfe beantwortet. Und dann ist die Dame los gezogen. Auf die Suche. Hat dann aber wohl nichts gefunden und kam zurück um den Kontakt zu ihm zu vertiefen. Sie lud ihn (wie er schrieb) für ein ganzen Wochenende zu sich nach Hause sein. Und er habe aber absagen müssen, weil er so viel zu tun habe.

Skandal!!!! Ich habe ihn schon vor Wochen eingeladen. Und nun das?

Da war es doch tatsächlich wieder, dieses Pieksen in der Seele. Oh nein!! Bin ich am Ende jetzt doch wieder eifersüchtig?? Ich will das nicht!!! Und das bedeutet das? Ich bin doch nicht verliebt!! Oder wie oder was? Verlustängste? Heul!!

Krass ist, dass ich mir heraus nehme ihm allerlei Erlebnisse zu schildern. Und er reagiert völlig souverän. So wie ich mir das für mich wünschen würde. Nur ich dumme Nuss spüre dieses Unbehagen in mir, wenn er mal woanders hin schaut als nur immer auf mich? Da sehe ich Handlungsbedarf. Ich muss dringend an mir arbeiten. Kann man Eifersucht ausrotten? Gibts sowas wie Unkraut Ex für Eifersucht?

Fragen über Fragen….. was sagt ihr?

 

 

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