Überdrüssig

Ich mag sie nicht mehr hören, diese ewig neuen aber dennoch alten Ratschläge und Vorschläge. Gerade heute hat mir wieder eine, mir unbekannte, Frau auf FB ein (immerhin sehr freundlich klingendes) Angebot gemacht, mich über ihre Jahresende-Challenge zu informieren. Wie man schnell mal noch vor Jahresende ein paar Ziele erreichen, ein paar Kilos verlieren kann und verhindern, dass sich der Gänsebraten und die Plätzchen allzu sehr auf den Hüften festsetzen.

Meine spontane Antwort wollte ihr deutlich machen, dass das Problem nicht zwischen Weihnachten und Silvester sondern zwischen Silvester und Weihnachten zum Tragen kommt. Aber das hat sie nicht begriffen. Und dann hatte ich gleich noch weniger Lust mir die Details  ihrer Challenge anzuhören. Aber ich bin ja ein höflicher Mensch und wenn dann jemand so freundlich daher kommt und so nett fragt….. dann habe ich sie halt machen lassen. Es stellte sich heraus, ich sollte für die kommenden 4 Monate 2 von 3 Mahlzeiten am Tag durch irgendwelche angerührte Pulverpampe ersetzen. Für teuer Geld wollte sie mir das verkaufen. Und es sei nur zu meinem Besten. Ja klar. Ganz bestimmt. Und mein Bestes ist mein Geld, was von meiner Tasche in ihre wandert. Schon verstanden. Schade für sie. Hat nicht geklappt bei mir. Aber sicher findet sie jemand anderes, der so blauäugig ist. Meine sind ja auch grün.

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Kopf in den Wolken

Kennt ihr das? Du bist so mit deinen Gedanken und den starken Einflüssen von aussen beschäftigt, dass die „irdischen Dinge“ dich gar nicht erreichen. Du bist an all den banalen Dingen wir Nahrungsbeschaffung, -zubereitung und -verzehr nicht interessiert. Denn sie scheinen unwichtig als je zuvor. Essen wir überbewertet.

Spricht dich jemand drauf an – denn eigentlich war das doch immer dein vorrangiges Thema – was esse ich? Und was sollte ich nicht? Nehme ich dann ab oder zu? – dann schaust du denjenigen an, als würde er chinesisch sprechen.

Sie fragen sich: Was hat sie denn jetzt schon wieder für einen Vogel?
Ich mache es meinen Mitmenschen derzeit mal wieder nicht leicht.

Angefangen hat das alles Mitte Oktober. Ich hatte mich in einen Typen verguckt und wollte endlich wissen, wie er zu mir steht. Jemand hatte mir gesagt: Stell dich deiner Angst vor Ablehnung. Geh los und konfrontiere ihn mit deinen Fragen. Sei offen, sei mutig und lass die Flammen der Angst ruhig lodern. Sie wird dich nicht umbringen, aber die unnötigen Schnörkel weg brennen, die deine klare Sicht behindern.

Und so war es. Ich habe es gewagt, hab ihn gefragt und eine Absage bekommen. Aber eine sehr nette immerhin. Doch das gab mir Klarheit und ich musste nicht mehr spekulieren.

Mit dieser Erfahrung bin ich auch in andere Schlachten gezogen. Habe mir auch mal ne blutige Nase geholt. Aber bin immer mit mehr heraus gekommen als ich hinein gegangen bin. Und das Gefühl ist ein ganz neues. Ich handle authentisch. Ich bin kein Angsthase mehr. Das stärkt mir den Rücken und lässt mich blühen. Als wäre es mir auf die Stirn geschrieben, begegnen mir auf einmal neue Menschen, es gibt gute fruchtbare Kontakte und ich habe ne Menge Spaß. Kein Mangel mehr. Eher die breite Auswahl, die Qual der Wahl. Die ganze Palette steht auf einmal für mich zur Verfügung. Fülle überall.

 

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Verlassen oder befreit?

INDESTRUCTIBLE

Abandonment.

It will kill you.
Make you want to die.

And – if you let it –
it will break you open
to the most radical kind
of self-love.

It will destroy your childhood dreams of love.
Yes.

But you will soon discover
that this love was never
outside of you.

Now, your breath is your Home.
And presence is your sanctuary.
And life itself
is your greatest lover.
And friend.
And teacher.

There is no abandonment,
here at the Source.

You are what’s left,
when all is lost.

– Jeff Foster-

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Steigbügelhalter (II)

Als ein wenig Zeit ins Land gegangen war, setzte der Verstand wieder ein. Bei beiden. Dem Prinz wurde bewusst, dass er sich beinahe schon zu weit von seinem Königreich entfernt hatte. Zumindest gefühlsmässig. Er konnte und wollte sich letztlich seiner Verantwortung als Prinz nicht entziehen und wollte sein altes Leben auch gar nicht aufgeben. Das war ihm klar geworden.

Und was sollte nun werden?

SIE war wie angeknipst. Vom Anfang ihrer Begegnung an. Er hatte ihr sehr, sehr gut getan und ihr regelrecht den Turbo gezündet. Plötzlich hatte sie wieder ein Auge für das Wesentliche in ihrem Leben. Sie nahm sich wieder wahr. Ganz anders als in den letzten zwei Jahren. Sie spürte sich wieder. Sie liebte sich wieder und ging endlich gut mit sich selber um. Dank seiner Zuwendung. Das genau hatte sie gebraucht. Er war zur rechten Zeit am rechten Ort gewesen.

Der Prinz entschloss sich zurück zu reiten und SIE sich selbst zu überlassen. Das fühlte sich für sie erstmal furchtbar an, denn sie glaubte nicht, dass sie das schaffen würde. Allein den Weg weiter gehen. Hatte sie sich doch in der Zeit mit ihm so sehr gesehen, so unendlich begehrt, beschützt und als Königin gefühlt. Er hatte ihr Strahlen zurück gebracht. Nun flackerte das Licht für eine Weile ganz gewaltig. Doch schließlich fand es zur Stabilität zurück.

Seine Silhouette am Horizont wurde schwächer. Bald war sie kaum mehr zu erkennen. Doch das beunruhigte sie nicht. Denn sie wusste, es war so wie mit den Sternen. Auch wenn du sie nicht siehst, weil die Sonne scheint, sie sind einfach immer da. Immer.

Eine warme, wohlige Sicherheit breitete sich in ihr aus. Sie hatte zu sich gefunden, weil er ihr aufs Pferd geholfen hatte – Ihr Prinz. Das würde er immer bleiben. Egal was kommen würde.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

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Der Prinz als Steigbügelhalter

Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden. (Sören Kierkegaard)

Sie hatte lange schon aufgehört auf ihn zu hoffen und eigentlich auch nie ernsthaft an seine Existenz geglaubt. Aber es gab ihn. Den Prinz auf dem weißen Pferd.

Es gibt ihn für jede Frau.
Manchmal erkennt sie ihn nur nicht gleich, weil sein Aussehen nicht dem Klischee entspricht. Es muss kein braungebrannter Hüne mit Heldenbrust sein. Und eine Krone als Erkennungszeichen trägt er oft auch nicht. Und so trifft die eine oder andere Frau im Laufe ihres Lebens auf ihn, verbringt ein wenig Zeit mit ihm und weiß es doch nicht. „Das ist er, mein Prinz.“ Und deshalb versäumt sie es, ihn fest zu halten. Er ist sich auch unsicher und macht andere Pläne, geht  letztlich seiner Wege. Sie verlieren sich aus den Augen.

Eine innere Stimme hatte dem gut gereiften Prinzen geraten sich auf die Suche nach ihr zu machen. So ließ er seinen drögen Prinzenalltag hinter sich, holte das weisse Pferd aus dem Stall, sattelte es heimlich selbst und ritt in die heraufziehende Morgendämmerung.

Immer wieder zweifelte er an der Richtigkeit seines Vorhabens und hatte Gewissensbisse, sein altes Leben hinter sich gelassen zu haben. Er war eigentlich nicht der geborene Abenteurer und so  dachte er manchmal auch daran, entmutigt aufzugeben. Aber irgendeine Kraft trieb ihn an. Oder war es eher das sichere Gefühl, er habe eine Mission zu erfüllen? Eine Aufgabe, die für ihn bestimmt war? Und nur für ihn?  Ja, das war es.

Eines Tages war er da. Er hatte sie endlich gefunden.

Und nun? Beide waren sich mehr als unsicher, wie es jetzt weiter gehen sollte. Alle störenden Gedanken an diese völlig ungewisse Zukunft schoben sie beiseite. Sie wollten erstmal nur genießen. Die Zeit zu zweit.

Das Pferd graste derweil friedlich auf der Wiese.

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H2O

Noch nie habe ich gemacht, was ich morgen tun werde.

Fünf Kisten Wasser 💦 kaufen. Ich habe gerade fünf leere Kisten in mein Auto geladen, die ich in den letzten 2-3 Wochen ausgetrunken habe. Noch nie habe ich es geschafft, so viel Wasser zu trinken, wie immer empfohlen wird. Meist hatte ich nach einer Flasche keine Lust auf mehr. Jetzt aber habe ich endlich eine Sorte entdeckt, die sich richtig gut trinken lässt. Ich bin auch endlich wieder von den leichten Plastikflaschen auf die schwereren Glasflaschen umgestiegen. Es ist mehr Schlepperei, ja. Aber man hört ja so viel, wie ungesund Wasser aus den Kunststoffflaschen sein soll. Angeblich gelangt der Weichmacher aus den Flaschen ins Wasser und kann Krebs erregen.  *grusel*

Daher bin ich jetzt vernünftig und kaufe Glasflaschen. Apropos Glas…. ich habe mir schöne Gläser gekauft. Ich mag dann noch lieber trinken. Und schaut mal, was mir damit gelungen ist. Ein schönes Bläschenmuster. Hübsch. Oder?

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Melone 🍉

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Mein heutiger Salat. Sehr gut.👍Das ist für mich Sommer.

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