Und dann war da noch Maik….

…mit dem ich bereits seit Mai 2018 chatte. Unregelmässig zwar, aber er ist stets nett, freundlich, unterhaltsam. Und wir haben wohl ein ähnliches Lebensmodel im Kopf. Nachdem wir beide mit vergangenen Beziehungen und Ehen auf die Nase gefallen sind, wollen wir uns absichern. Wir operieren nur noch mit einem Seelen-Schutzanzug.

Das heisst, keine Versprechen und Schwüre. Liebesschwüre schon gleich gar nicht. Und auch keine echten Verpflichtungen mehr. Das ist dann die vielbeschriebene und beklagte Unverbindlichkeit von Online Bekanntschaften. Wir möchten gerne Zeit mit einem Menschen unserer Wahl verbringen – sogenannte quality time. Alles kann, nichts muss. Jeder behält seine Wohnung und sein Lebensumfeld, kein Umzug. Man verbringt so viel Zeit zusammen, wie man will. Manchmal wenn die Wogen der Leidenschaft (Liebe?) hoch schlagen, können das auch Wochen sein. Andermal will einer oder wollen beide auch ne Woche oder mehr ihre/seine Ruhe vor dem jeweils anderen. So der Plan, der beiden gut gefällt. Wäre jetzt also mal die Live Begegnung nötig. Denn die hatten wir noch nicht. Klar, glaubhafte und aussagekräftige Fotos wurden ausgetauscht und noch nicht mal unkeusche. Wtf?? (kicher…. so unschuldig gehts nicht immer zu)

Und nun kam der letzte Dienstag. Maik meldete sich nach einigen Wochen der Funkstille wieder mal. Es war der Neujahrsabend und er wünschte mir ein frohes Jahr 2019. Ich dachte mir nichts dabei und antwortete keck, dass wir es uns ja für 2019 mal auf die Agenda schreiben könnten, ein Live Treffen auf die Reihe zu bringen. Womit ich nicht rechnete, er war bereits für den Arbeitsbeginn am 02.01.19 aus Brandenburg angereist und rief vom Hotel aus an. Huch??!! Klar, dass er sagte: „Dann los. Ich gebe dir meine Hoteladresse.“ **kreisch*** Das hat man davon, wenn man forsche Sprüche wie Silvester Raketen abfeuert.

Ich verfiel gleich in den Abwehrmodus und beteuerte heute schon vollständig verplant zu sein. Langfristige Verabredung usw. nicht mehr möglich abzusagen….. wichtig, wichtig! Die Wahrheit sah so aus, dass ich im Freizeit-Schlabber-Look auf der Couch saß, ungeschminkt mit Haaren, die dringend nach Wäsche & Styling verlangten. Draussen kalt und regnerisch, drinnen warm und kuschelig, Kerzenschein und Lichter des Weihnachtsbaumes, Glas Rotwein vor meiner Nase usw.

Aber Maik blieb am Ball. So vereinbarten ein Treffen für den übernächsten Abend. Und da ich die Strecke zu dem Ort kenne, wo er in einem Hotel für Monteure residierte, und ich keine Lust auf nächtliche Fahrten über die kurvenreiche Landstrasse hatte, lud ich ihn zu mir ein. Zu mir nach Hause. (Au weia!!!! Ganz schön mutig für ein erstes Treffen. Aber es fühlte sich eben da schon an, als würden wir uns Jahre kennen.)

Ratz fatz war es Donnerstagabend. Und mir ging einigermaßen die Düse. Nervös und gespannt. Es klingelte auf die Minute genau zum vereinbarten Zeitraum an meiner Tür. Und da stand er. Rote Rosen und eine Flasche Wein in der Hand. Und ich wusste gleich:

Das ist er nicht, der Mann meiner Träume.

Ganze 20 Minuten habe ich gebraucht um ihm das möglichst schmerzfrei, höflich und nachvollziehbar zu verklickern. Wir hatten beide im Gespräch den berühmten Stock im Arsch. Es holperte so vor sich hin, das Gespräch. Nervöses fast forward, Schnellspulen von bereits besprochenen Themen nur um eine geeignete Stelle zu finden, wo man hätte den Anker auswerfen können. Über Arbeit und Karriere , über Kinder und Familie, über Sport, Freizeit und Weihnachten, Silvester, den Jahresbeginn. Ich nahm mir irgendwann ein Herz und sagt: „Maik, das mit uns, das passt einfach nicht. Ich kann es nicht erklären.“

Endlich stand er von der Couch auf und trat den geordneten Rückzug an. Puh!!!!!!!! Ganze Geröllhalden polterten von meinem Gewissen. Und ich habe was gelernt: Nie mehr ein first date bei mir zu Hause.

Und da verlor sich die Spur. Keiner hörte jemals wieder vom anderen.

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Getrennt

Gestern entschieden und heute ausgeführt.

Ich habe Mr. Hartnäckig aus meinem Leben verabschiedet. Er tut mir nicht gut und ich möchte keine Lebenszeit damit vergeuden, auf eine Besserung der Situation zu warten und auf Veränderung zu hoffen. Ich war schon wirklich geduldig und habe bereits einige Wochen in dem Glauben und der Hoffnung gelebt, dass er seine Versprechen endlich mal einlöst und mal mehr von sich raus lässt, mir Einblick in sein Leben gibt. Aber egal welches Thema ich anschneide, nach wenigen Sätzen erzählt er mir wieder was er jetzt gerne tun würde, wenn er bei mir wäre. Und da geht es immer nur um eins….. gähn….schnarch. Langweilig. Und dabei bin ich wirklich keine Spaßbremse. Aber ich fühle mich wirklich nicht gesehen.

Ich kenne wirklich keinen einzigen Menschen, mit dem ich kein gemeinsames Thema finde worüber ich mich gerne und lange austauschen kann. Irgendeine Schnittmenge gibt es immer. Gab es bisher immer. Bis Mr. Hartnäckig in meinem Leben auftauchte.

Und nachdem ich es ihm heute mit netten Worten und noch mal ausführlich erläuternd beigebracht habe, dass ich diesen Weg mit ihm nicht weiter gehen möchte, dann kommt als Antwort: Ich will dich!

Er hat mittlerweile ein paar Sachen bei mir zu Hause deponiert, die er gerne wieder haben möchte und auch zurück bekommen soll. Diese habe ich heute Morgen in einer wasserdichten Tüte auf meiner Terrasse abgelegt und ihm das mitgeteilt. Er hat tagsüber Zeit und kann sie sich holen. Ich bin gespannt ob sie am Abend, wenn ich nach Hause komme, weg sein wird. Es wär mir lieb. Dann wüsste ich, das Kapitel ist abgeschlossen.

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Zwanzig-Neunzehn – Mr. Hartnäckig

Das Neue Jahr ist noch ganz neu. Ob ich mich freu? Weiss nicht.
Ist alles noch sehr unberührt hier in Zwanzig-Neunzehn.

Damit es nicht allzu kahl im neuen Jahr aussieht und ein paar bunte Tupfen zu sehen sind, hab ich ein paar Altlasten mit rüber geschleppt. Ja, ich nenne es Altlasten, weil es da was gibt, was anfängt mir lästig zu werden. Nicht ein ES sondern ein ER. Ein neuer Bekannter, der sich gerne mein neuer Lover nennen würde. Aber ich bin davon alles andere als überzeugt. Ich nenne ihn hier den Masseur. Er hat das mal gelernt, arbeitet aber nicht mehr in dem Beruf. Oder besser noch passt zu ihm der Name Mr. Hartnäckig.

Wir kennen uns eigentlich bereits seit Mitte Oktober. Zwischendrin war  auch schon einmal Schluss. Das hatte ich zumindest gedacht. Er bewies sehr viel Biss und brachte mich dazu einen Neuanfang zu wagen, was mich a) beeindruckte und was mir b) schon ehrlich gesagt sehr gefiel. Ich bin schon ein Dickkopf und kann auch einigermaßen zickig rüber kommen. Selten, oder eher gesagt niemals zuvor, hatte aber einer so viel Standing bewiesen und mit so großer Hartnäckigkeit Pro Argumente gesucht und gefunden, die meine Contra Argumente schwächten und letztlich dann aushebelten.

Vom Äusseren her gefällt er mir recht gut. Er ist sehr groß und ein Bär von einem Mann. Nicht dünn aber auch nicht dick. Gefällt mir so. Bisschen jünger als ich. Aber das stört weder ihn noch mich. Es gibt da schon eine große Anziehung zwischen uns. Wobei er mehr für mich empfindet als ich für ihn. Ich habe ihm das auch schon gesagt. Und ihn gewarnt. Ich möchte einfach nicht, dass er sich da in was verrennt, enttäuscht wird und leidet. Nach unserem zweiten Anlauf jetzt hat es nicht lange gedauert und er hat mich gesagt, er sei verliebt. Er bringt mir Rosen mit und Schokolade, was ich sehr süss und romantisch finde. Aber mit den romantischen Gefühlen will es bei mir einfach nicht klappen.

Soll man sowas besser abbrechen? Oder kann da noch was wachsen? Eine Beziehung draus werden? Wie denkt ihr darüber? Was sind eure Erfahrungen? Habt ihr ähnliche Konstellationen schon mal gehabt.

Was mich gerade davon abhält, einen weiteren Schlussstrich zu ziehen…. es gibt zwischen uns eine große körperliche Anziehung und Kompatibilität. Und das hat was. Es reizt mich da meine Grenzen auszutesten. Ich habe mir vorgenommen, mir Dinge zu erlauben und zu tun, die ich bisher in meinem Leben noch nicht erlebt habe.

Meine Überlegungen gehen dahin, dass ich mir vorstellen kann, für mich wird auch irgendwann der Tag kommen, von dem an ich an Sex kein Interesse mehr haben werde. Von zu vielen Frauen höre ich das. Und ich wüsste nicht, wieso ich davon verschont bleiben sollte. Obwohl….?….. da fällt mir gerade ein: Von den erheblichen Beschwerden, die die Wechseljahre so mit sich bringen sollen, blieb ich auch vollkommen verschont.  Von daher? Weiss man’s? Vielleicht bin ich auch da ein Alien?

Zu den Wünschen für mein neues Jahr gehört unter anderem auch, dass ich mir noch mehr Wünsche und Träume erfülle. Nicht immer warten und solche Dinge vor sich her schieben. Das ist nicht gut. Und manchmal ist das Leben kürzer als man gedacht hätte. Ich kriege (wenn alles gut läuft) in diesem Jahr von Leben eine „6“ vor die Null gestellt. Und so erlaube ich mir einfach, mich ein wenig wie eine verrückte Alte zu benehmen und still und heimlich, sehr dezent ein wenig Crazyness zuzulassen.

Ich wünsche euch und mir ein tolles Jahr. Ich lasse es nie an Silvester krachen.
Dafür ab jetzt umso mehr zwischen den Silvesterfeiern.

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Morgengrauen

In dieser Phase zwischen Schlaf und wach werden liegt bei mir Potential. Gute Gedanken, wenn nicht sogar sensationell gute. Immer wieder nehme ich mir vor mir Stift und Zettel ans Bett zu legen und wann immer mir das möglich ist, mir diese besonderen Gedanken aufzuschreiben. Doch dann liegt da auf dem Nachtschrank wieder so viel anderer Kram herum. Oder der Zettel ist ausgewandert und fristet sein Leben nun als Einkaufszettel oder Malpapier für Emily. Beides Lebensformen mit geringer Dauer.

Jedenfalls ist das einer der Gründe, warum ich hier so wenig schreibe. Die guten Morgengedanken entschwinden mit dem Aufsteigen der Sonne. Je heller es draussen wird umso mehr verdunsten sie. Verschwinden, lösen sich auf und sind auch bei intensivem Nachdenken nicht mehr reproduzierbar. Spurenelemente dieser Gedanken bleiben aber in meinem Geist zurück. Schmauchspuren.

Apropos Schmauchspuren…. eine Freundin hat einen Polizisten kennengelernt. Ein unglaublich gut aussehender Typ. Leider ist auch er verheiratet. Und auch er behauptet, wie so viele, die mir in letzter Zeit begegnet sind, dass ihre Ehe nicht nur fruchtlos sondern auch lustlos sei. Und deshalb zeigen sie großes Interesse an einem Zusammentreffen mit anderen Frauen…. was für das Eheweib völlig in Ordnung gehe, denn moderne Leute leben eine offene Beziehung. Ich wäre da ja vorsichtig. Nicht, dass es dann Schmauchspuren zu untersuchen gibt.

Der Polizist jedenfalls, der beflügelt die Fantasie unseres kleinen, feinen Damen Clubs. Wir sind 5 Frauen, alle mehr oder weniger heftig auf der Suche nach dem jeweiligen Mr. Right. Manchmal ist die eine wie eine keusche Nonne unterwegs und die andere gibt den Vamp. Wieder eine schraubt die Ansprüche an die Männer derart in die Höhe, dass da kein Normalsterblicher da ran reichen kann und bei ihrer Freundin sprengen die vielen Dates den Terminkalender. Fazit aber bei allen: Kein wirklich heisser Kandidat in Sicht.

Jetzt, wo die Temperaturen wieder sinken, steigt das Kuschelbedürfnis an. Mir gehts auch so. Ich möchte mich bei Kerzenschein auf meiner Couch an einen Mann schmiegen und im Arm halten lassen. Das denke ich so oft. Aber die, auf die ich gerade treffe, die wollen alle möglichst zügig die ersten Kennenlern-Schritte überspringen und mit Siebenmeilen Stiefeln ins Bett. Am besten sofort nachdem der erste Schnuppertest erfolgreich war und man merkt, die Chemie stimmt soweit schon mal. Runter mit den Klamotten und durch viel Reibung der äußerlich stärker werdenden Kälte entgegen wirken. Doch leider ist das besonders im Herbst / Winter so gar nicht mein Fall. Ja, in einer fiebrig heissen Sommernacht kann auch mir sowas passieren. Nicht aber jetzt. In diesen frostigen Zeiten.

Was wollte ich eigentlich erzählen….?

Ich hab mal wieder keinen Plan. Wie so oft…. wenn es ums Bloggen geht. Aber dennoch merke ich, wie es mir wieder Spaß macht, genau dieses gute alte Bloggen. Tot gesagte leben länger. Viele meiner alten Bloggerkollegen sind längst zu Instagram, Youtube und FB abgewandert. Dort breiten sie aus, was  sie gerne mitteilen möchten und erreichen mitunter eine große Leserschaft. Einige verdienen nun sogar Geld auf dem Wege. Nennen sich Influencer. Wow.

Will ich „influencen“? Einfluss nehmen? Auf meine Leser? Nöh, ich gebe keine Tipps was Mode und Schminke angeht. Ich bekomme keine Gelder von Firmen, damit ich jemandem einzureden versuche, der gelbe Pullover wäre kuscheliger und schicker als der grüne und sein Lebensglück hänge vom Besitz dieses schönen Kleidungsstückes ab.

Auf das Denken und Fühlen meiner Blogbesucher würde ich aber gerne Einfluss nehmen. Das ja. Wenn ich mir vorstelle, es könnte mir gelingen dem Einen oder der Anderen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern oder auch nur ein paar unterhaltsame Minuten bescheren zu können, dann wär mir schon geholfen. So bescheiden bin ich. **mir selber auf die Schulter klopf*

Bis bald also.

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Paarungszeit

Wieso gibt es denn bei Menschen nicht eine bestimmte Paarungszeit? Ich meine, im Jahreslauf nur bestimmte Zeiten? Wäre das nicht einfacher? Weniger anstrengend?
Warum muss Mann sich eigentlich immer paaren wollen? Weil er seine Gene streuen muss? Ist das eine genetisch bedingte Notwendigkeit, solange der Mann sexuell aktiv und nicht vergeben ist?

So kommt es mir gerade vor. Es ist kein Frühling mehr. Der Sommer ist beinahe vorbei. Er war besonders heiss, teilweise zu heiss. Ist die Gattung Mensch vom Aussterben bedroht? Habe ich was verpasst? Gab es da ne Ansage? Irgendwas in den News? Lese ich zu wenig bei FB?

Ich verhalte mich nicht anders als sonst, aber es ist so, als wenn ich Baldrian im Garten ausgeschüttet hätte. Es amüsiert mich gerade. Noch ist es überschaubar. Kein Stress. Bislang nur Amüsement.

Die Kraft der Gedanken ist nicht zu unterschätzen.
Es passieren für mich unerklärliche Dinge.

Wie ich hier letztens bekannt gegeben habe, bin ich auf der Suche nach einem für mich geeigneten Lebensabschnitts Partner. (das Wort ist schlimm und passt irgendwie auch so überhaupt nicht zu mir) Und ich versuche auf dem normalen Weg, im realen Leben, fündig zu werden und auch mittels Datingseiten im Internet. Mit mal mehr und mal weniger Erfolg. Wie ein Grundrauschen gibt es da aber einige Männer in meinem Leben, die sich zwar für mich interessieren und gerne mehr mit mir teilen würden…. aber die sind allesamt verheiratet oder anderweitig gebunden. Oder eben so gar nicht mein Fall.

Und weil mich das alles langfristig nicht weiter bringt, muss ich hin und wieder aktiv werden. Der Prinz reitet einfach nicht vor der Tür her und klingelt bei mir. Komisch!

Jetzt habe ich mich vor einer Woche bei einer für mich neuen und ganz anderen Seite angemeldet, die nicht direkt als Heiratsmarkt angesehen werden kann. Das ist was für alle, die „erst mal nur schauen wollen, was passiert“. Und nicht für die, die sich in absehbarer Zeit verloben, zusammen ziehen und den Rest ihres Lebens miteinander verbringen wollen. Und zu genau dieser Zielgruppe zähle ich mich auch gerade. Erstmal nur beschnuppern, sehen ob man sich riechen kann und schauen, ob das gemeinsame Spiel Spaß macht. Da werden keine Versorger fürs Alter gesucht, keine Haushälterinnen, keine Rasenmäher Men, keine Weibchen am Herd, keine Waschfrauen und keine Couch Kumpane. Eher so Ausgehbegleiter, Tanzpartner, Kinosessel- und Parkbank Besetzer, Nachtschwärmer, Sternegucker, Waldweg Vagabunden, Erklär Bären, Ideen Teiler, Weinkenner und -trinker, Geschichten Vorleser, Regenschirm Halter, Buchfans, Waldpilzsammel Experten, Tür Aufhalter, Zuhörer, Mithörer,  Mitsinger und Mitlacher. Wenn das gut klappt kann man die nächste Raketenstufe zünden. Dann rückt man näher zusammen und schaut was passiert….. ihr wisst schon. Küssen und mehr. Denn das ist auch wichtig. Obwohl….. neulich wollte mich jemand davon überzeugen, dass diese Art von Vergnügen doch den Jungen vorbehalten sei. Also denen, die noch im reproduktionsfähigen Alter sind. Man solle sich mal ein Beispiel an der Natur nehmen. Da tun es nur die jungen Tiere. Ach ja? Ach so? Der Versuch mich zu überzeugen ist kläglich gescheitert. Ich bin einfach zu uneinsichtig gewesen. Störrisches Weib.

Und da sind wir wieder beim Balzverhalten…… seit ich nun auf der o.g. Seite angemeldet bin, stelle ich erfreut fest, dass mein Profil offensichtlich gefällt. Ich bekomme recht viele Anfragen und das sind – anders als ich es von anderen Datingseiten gewohnt bin – sehr niveauvolle und durchweg erfreuliche Kontakte. Sonntag hatte ich schon das erste Date. Ein Treffen in einem Gartenlokal. Sehr schöner Nachmittag. Da ist durchaus Potential.

Kaum bin ich wieder aktiv auf der Suche kommt einer der Herren vom „Grundrauschen“ wieder auf mich zu, funkt mich an und will mich just zur selben Zeit treffen. Und da ich angab leider keine Zeit zu haben, gab es schlechte Stimmung und Genörgel. Eifersucht lag in der Luft. Da werden gewisse Ansprüche angemeldet, die verdächtig an Besitzansprüche erinnern. Darauf kann ich ja gar nicht!!!! Gerade wenn mein Gegenüber nicht in der Position ist, Ansprüche stellen zu können und die Verhältnisse klar geregelt sind. Deshalb habe ich den Kontakt erstmal auf Eis gelegt und geniesse die Stille.
Dachte ich…..

Heute Morgen vor 6 Uhr schon erreichte mich die zweite Anfrage aus dem „Grundrauschen“. Ein anderer Kandidat, der sich wochenlang nicht gemeldet hatte. Und auch er fragte recht schnell nach einer vorsichtigen Konversation nach, ob wir eine Verabredung ausmachen wollen. Ob er mich sehen kann.

Wie geht sowas? Woher kommt dieses plötzliche Interesse? Was liegt da in der Luft?

Egal, ich beobachte das Geschehen und genieße alles was mir gerade Spaß macht.

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Alpha

Leider bin ich eine Organisationsnudel. Ich liebe es Dinge selbst in die Hand zu nehmen und zum Laufen zu bringen. Gepaart mit einem ausgeprägten Helfersyndrom neige ich dazu, andere nicht einfach machen zu lassen sondern stürze mich ohne großes Zögern voll ins Gewühle. Nicht lange zögern — Aktion! Hau ruck und anpacken! Fertig!!

Die Männer, mit denen ich liiert war, fanden das toll. Entweder hatten sie zwei linke Hände (alles Daumen) oder  kein ausgeprägtes Bedürfnis, die Initiative zu ergreifen. Der vorerst letzte, in zeitlicher Reihenfolge, war vom Typ her „der Hilflose“. Den wollte und musste ich ständig retten und für ihn die Kastanien aus dem Feuer holen. Als er feststellte, dass ihm das ne Menge Stress erspart, ließ er dann auch dauerhaft die Finger von jeglicher Bemühung mal auf eigenen Beinen zu stehen und Dinge alleine zu wuppen.

Psychologie ist mein Hobby. Ich stehe drauf mich selbst zu therapieren und so fand ich heraus, dass mein Aktionismus ein Resultat meines Lebens als zweifache Singlemutter ist. Ich musste einfach viele Jahre lang meinen beiden Söhnen Mama und Papa in Personalunion sein. Und sowas geht schon mal leicht in Fleisch und Blut über. Deshalb will ich „meinen Männern“ nicht allein die Schuld geben, dass sie dieses Verhalten von mir nicht boykottiert haben.

Doch ab jetzt und in der Zukunft möchte ich dieses Vorpreschen mal abstellen. Das heisst nicht, ich möchte von nun an nichts mehr tun und die Männer für mich malochen lassen. **wobei, Moment mal….. der Gedanke ist gar nicht so schlimm…. smile** Nein, ich möchte jetzt endlich mal den Plan in die Tat umsetzen und einen Mann suchen & bestenfalls  finden, der alles andere als phlegmatisch und/oder hilflos ist. Ein Macher. Das wäre was für mich! Einer, der weiß was er will und alles dafür tut, dass er genau das auch bekommt. Ich möchte das Gefühl geniessen und das Vertrauen haben, er bekommt alles hin. Mindestens genauso gut wie ich – besser noch, wenn er mehr drauf hat. Ich brauche einen Mann, den ich aus vielen Gründen respektieren kann und der mir noch das Eine oder Andere beibringen kann. Das klingt jetzt so, als wenn ich glauben würde, das das eher unwahrscheinlich erscheint. Aber nein, so sehr bin ich nicht von mir und meinen Fähigkeiten überzeugt. Nur bin ich eben gebranntes Kind. In der Vergangenheit bin ich einfach mehrfach auf Männer rein gefallen, die vorgaben viel zu können und die sich dann in der Praxis bzw. im Alltag als ziemliche Luftpumpen heraus stellten. Das muss ein Ende haben. Dann lieber keinen.

Mein idealer Mann ist auch einer, dem ich absolut nicht auf der Nase herum tanzen kann. Der einfach mental sehr stark ist und mir die Stirn bieten kann und will. Denn wenn ich merke, einer weicht vor mir zurück und gibt Kleinbei, dann kann ich ne ziemliche Zicke sein und  das ausnutzen. Langfristig gesehen finde ich nichts öder und langweiliger, als wenn der Mann klaglos tut was ich möchte. Kein Widerstand. **gähn* ..

Alpha Mann eben. Er muss stark sein. Stärker als ich. Und das beschränkt sich nicht auf die körperliche Stärke. Aber auch. Es klingt alles andere als emanzipiert, wenn ich das jetzt hier hin schreibe, aber ich möchte ihn in gewisser Weise bewundern und zu ihm aufschauen können. Er muss so sein, dass ich das gerne tue und stolz bin, ihn an meiner Seite zu haben. Ein richtiger Mann eben. Ich möchte mich geliebt und beschützt und gut aufgehoben fühlen. Weiblich. Wobei dieses weiblich nicht das eines süßen Mäuschens ist, eines nett aussehenden Anhängsels. Auch wenn es ausgelutscht klingt und zu oft benutzt wird – Augenhöhe ist mir wichtig.

So. Und wenn ich ihn dann gefunden habe, kann es direkt los gehen. Und zwar auf allen Ebenen. Das wird ein Höllenspaß. Für uns beide.

Wo bist du? Melde dich!!!!

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Bad Boys

…oder warum stehen viele Frauen auf die sogenannten  A*..loch Typen?

Über diese Frage stolperte ich, als ich einen Beitrag bei einer anderen Bloggerin gelesen hatte, die auch über ihre Dating Erfahrungen schreibt. Es fiel mir da nicht zum ersten Mal auf, dass viele Frauen eher an den Männern interessiert sind, die auf den ersten Eindruck ein bisschen kaltschnäuzig wirken und ihnen nicht die ungeteilte Aufmerksamkeit schenken. Diese Männer haben sich nicht zum Lebenszweck gemacht eine Frau für sich zu gewinnen und ihr das Leben schön und bequem zu gestalten. Ihr die Sterne vom Himmel zu holen und die Welt zu Füßen zu legen. Jeden Wunsch von den Lippen ablesen und so.

Ich denke, viele dieser Frauen vermissen einfach echtes männliches Verhalten. Sie wollen keinen Softie. Sie wollen sich bis zu einem gewissen Grad mit ihrem Kerl batteln. Oder wenigstens reiben. Und das meine ich in dem Fall mal nicht (nur) körperlich.

Ich gehöre auch zu den Frauen, die diese sogenannten Bad Boys mögen. Nur ich würde sie nicht so oder gar A*loch Typen nennen. Denn mein Blickwinkel ist da ein bisschen anders. Lange schon wollte ich da mal drüber schreiben. In meinem Kopf bewege ich das Thema seit gefühlten Ewigkeiten hin und her, von rechts nach links. Und der Grund dafür ist ganz einfach. Bisher waren die Männer, mit denen ich eine Beziehung hatte,  keine Bad Boys. Deshalb sind sie wohl auch so reizvoll für mich. Man sehnt sich immer das herbei, was man noch nicht hatte. Und in diesen (meinen) Zeiten der Partnersuche mache ich mir verstärkt Gedanken drüber, was ich will. Erstaunlich ist dabei, sogar für mich selbst, dass sich meine Wunschliste immer mal wieder verändert. Aber beim Fine Tuning bin ich auf dieses „Bad Boy Ding“ gestoßen.

Sicherlich gibts da aber auch sehr viele Facetten. Ich möchte selbstverständlich von einem Mann nicht schlecht behandelt werden. Er darf nicht unaufmerksam oder arrogant sein. Nicht mehr von sich überzeugt als nötig, womöglich ohne Substanz dahinter. Kein Blender also. Er muss schon was können, was drauf haben, wenn er selbstbewusst auftritt. Keine Luftnummer. Keine Vortäuschung falscher Tatsachen. Da komme ich mit fortschreitendem Alter aber auch immer schneller dahinter. Paar gezielte Fragen und der Vorhang fällt. Älter werden und älter sein hat also nicht nur Nachteile. *wink an meine jungen Leserinnen* 

Inzwischen bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass es ein Alpha Männchen ist, was ich mir wünsche. Wobei es besser heissen sollte – einen Alpha Mann, einen Alpha Typ.

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