Vergiftet

Ist das nicht ein schöner, reisserischer Titel? Wird er mir viele Leser bringen? Das macht man doch als Blogger so. Oder? Habe ich mir jedenfalls sagen lassen. Aber da ich hier nicht schreibe, um irgendwelche Klickzahlen zu erreichen, um viele neugierige Leser anzulocken sondern um meine Gedanken rund um meinen runden Körper und dessen Entwicklung zu dokumentieren…… brauche ich keine reisserischen Titel. Und ich benutze aber diesen hier jetzt dennoch mal gerne.

Denn genau das ist mir passiert. Ich fühle mich vergiftet. Und das kam so….Ich hatte diese Woche Geburtstag und aus diesem Grunde Gäste zu Hause eingeladen und die Kollegen in der Arbeit bewirtet. Das heisst, wie so oft auch sonst in meinem Alltag bin ich mit anderen Menschen zusammen, die anders essen als ich es neuerdings tue. Seit mittlerweile 15 Wochen bin ich in meinem Umfeld das karierte Maiglöckchen, nämlich die, die kein Fleisch mehr isst, die keinen Kuchen, Torte, Süßkram und Alkohol mehr anpackt. Mein Umfeld hat es schwer mit mir. Denn ich passe nicht mehr ins Bild. Aber ich passe dafür immer besser in meine Klamotten und in neue Kleider, die ich mir kaufe  …….**psst, ich hatte mein neues Tigerkleid an….. am Geburtstag abends….**** Ich bin, wenn man so will, nicht mehr wirklich gesellschaftsfähig. Essen ist gerade beim Feiern etwas sehr Soziales. Man tut das in Gemeinschaft und man hat oft auch Spaß dabei. Beinahe alle Leute mögen Gegrilltes und alle  essen gerne Torte und Kuchen am Geburtstag. Und am Abend dann, wenn die kleinen Kinder im Bett sind, dann kommt auch Wein und Bier auf den Tisch. So ist das in der Regel allerorten. Vielleicht sogar weltweit, zumindest da, wo sich die Menschen  sowas leisten können. Party heisst geniessen und Party hat nun mal im landläufigen Sinn auch mit Essen und Trinken zu tun.

Und hier komme ich wieder zurück zu mir. Ich hatte irgendwie den Wunsch verspürt, meinen Geburtstag so zu feiern, wie immer. Mit all den Leckereien, wie die Jahre davor auch. Meine Mama hat mir deshalb auf meinen Wunsch hin eine Erdbeertorte gebacken. Ich habe auch Kuchen gebacken und andere Leckereien zur Kaffeetafel dazu gekauft. Die Familie kam zusammen….. vier Generationen. Es war wunderschön und wir hatten viel Spaß zusammen. Ich habe alles mit gegessen. Zum ersten mal wieder seit langer Zeit.

Am Tag drauf, gestern also,  habe ich in der Firma mittags grillen lassen. Mein Sohn war so lieb und hat das übernommen. Es gab Würstchen, Steaks, Hähnchenspieße und alle möglichen Salate. Kartoffelsalat, Möhren- und Rotkohlsalat, zwei orientalisch angerichtete Bulgur-Salate und Brötchen für die Nicht-Salat-Fraktion. Sogar Händlerkollegen, die zufällig auftauchten, wurden mit durchgefüttert. Wir sind ja nicht so.

Und jetzt?  Es geht mir seitdem beschissen. Gestern am Nachmittag war ich unglaublich müde. Ich fühlte mich wie genudelt, aufgebläht, Kopfweh und schlapp ohne Ende. Dabei habe ich keinesfalls zu viel von allem gegessen. Nein, eine ganz moderate Portion. Ich habe geschwitzt und mich permanent ganz unglaublich unwohl gefühlt. Am Abend, als ich endlich Feierabend hatte, wäre ich am liebsten um 19 Uhr ins Bett gegangen.

Nicht nur körperlich ging es mir schlecht. Ich war auch gereizt, genervt, schlecht gelaunt und habe mir alle möglichen Sachen sehr zu Herzen genommen. Nachts habe ich schlecht geschlafen und hatte regelrecht Magendrücken. Ich habe mich wegen Kleinigkeiten in Gedanken verstrickt und habe alles grau und düster gesehen und mich über Peanuts geärgert. MEINE GÜTE ABER AUCH!!!!!!!!!

Noch Fragen?
Dieses Erlebnis hat mich mehr als wach gerüttelt. Ich bin kuriert. Mir ist sehr deutlich vor Augen geführt worden, was für Auswirkungen dieser sehr kurze Ausflug ins vermeintliche Schlemmerland für mich hatte.

Ich weiss jetzt (wieder) wo ich hin gehöre.

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Sommernachtstraum

Ich brauche jetzt bald schönes, warmes Wetter. Und als nächstes brauche ich eine tolle Party. Kennt jemand einen, der einen kennt?? Denn ich habe schon wieder ein neues Kleid gekauft. *kopfschüttel-wo-soll-das-noch-hinführen-mit-mir?** Dieses ist -siehe Beispielfoto- wie geschaffen für eine schöne laue Sommernacht. Da es beinahe bodenlang ist, schreit es nach Highheels. Hilfe, ich habe keine! Der V-Ausschnitt ist ein Wow-Ausschnitt. Da muss ich (zumindest zu Beginn der Party) eine Jacke drüber ziehen. Alles andere wäre fahrlässig. Also… meinetwegen kann der Sommer kommen.

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Kleider

Das ist sicher schon 15-20 Jahre her, dass ich mir ein Kleid gekauft habe. Sogar zur Hochzeit meines Sohnes in 2015 hatte ich ne schwarze Hose an. Und dementsprechend habe ich auch keine Kleider im Schrank hängen. Aber jetzt war es so weit.  Mir war danach. Neulich habe ich also zugeschlagen, als ich zwei wunderschöne Maxikleider im Netz gesehen habe. Der Preis war auch verlockend. Also hab ich sie mir bestellt. Was ich nicht geahnt hatte, sie kamen aus China und lagen wochenlang beim Zoll herum. Gestern wurden sie geliefert. Wollt ihr mal sehen?

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Neues Körpergefühl

Jetzt gehts ab. Aber so richtig. Und darauf habe ich mich nicht nur schon lange gefreut, nein ich habe zielstrebig darauf hin gearbeitet, mich Schritt für Schritt dem Punkt genähert. Oder sollte ich besser sagen, Gramm für Gramm?? Das trifft es wohl eher.

Meine hauseigene Boutique hat wieder geöffnet. Nachdem mein Kleiderschrank seit Sommer 2014 wenig in meiner Größe für mich bereit hielt, sind die Tore jetzt wieder für die einzige und beste Kundin geöffnet. Ich kann wieder aus dem Vollen schöpfen. Hosen, Blusen, Shirts und Jacken. Alles da. Klar, es gibt immer noch besonders geliebte Teile, die noch zu klein sind. Aber da komme ich schon noch hin. Keine Bange!

Endlich ist es auch soweit, dass mich Freunde und Nachbarn ansprechen und meine Lieblingsfragen stellen: „Hast du abgenommen?? Wie hast du das gemacht?“

Dann war ich letzte Woche aus einer Laune heraus bei meinem Friseur und habe mir nen krassen Blondschopf verpassen lassen. Das erste Mal im Leben nicht nur blonde Strähnchen im brünetten Haar, sondern ne komplette Blondierung. Hat mich ein bisschen Mut gekostet, aber ich finde es ist gigantisch schön geworden. Die Haarfarbe gefällt mir sehr. Nicht platinblond, sondern ein Blond, was beinahe nach Naturfarbton aussieht. Meine Friseurin sagte, beeindruckt über ihr Werk: „Ein völlig neuer Mensch!!“

Und genauso fühle ich mich tatsächlich auch. Und das macht natürlich nicht nur die Frisur. Es ist ein bisschen so, als wenn ich bisher mit ner Tüte über dem Kopf herum gelaufen wäre und jetzt sichtbar geworden bin. Da erlebe ich die unglaublichsten Geschichten. Meist lassen sie mich schmunzelnd zurück.

Ich genieße es……läuft bei mir.

Mein Becherhalter im Auto hat umgeschult auf Möhrchen -Halter.

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Ostern hinter uns gelassen

…und den  Winter 2.0 vor der Nase?

Das ist ja vielleicht ein Wetter!! Mannomann!! Heute war mein Auto komplett, ringsherum zugefroren. Alle Scheiben weiß und eiskristallüberzogen. Ich musste also kratzen. Und das am 19.April?? Nee, also echt. Das gefällt mir ganz und gar nicht. Aber was sollte ich dagegen tun können?? Immerhin ist kein Schnee liegen geblieben., wie anderswo. Man muss ja immer schön die positiven Seiten sehen. Gell?

Und sonst so?
Ich habe ein bisschen Probleme nach den Geburtstagsfeierlichkeiten meiner Enkelin am 14.04. und der  anschließenden Osterschlemmerei wieder in das brave Fahrwasser zurück zu kommen. Natürlich hatte ich auch Besuch von der Familie und habe Ostersonntag für alle gekocht. Bei der Gelegenheit habe ich nach exakt 4 Wochen Verzicht, am 16.04.17, zum ersten Mal wieder Fleisch gegessen.

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Das war richtig lecker. Und jetzt isses auch wieder gut. Ich bin mittlerweile zu der Erkenntnis und dem Entschluss gelangt: Vegan ist nicht mein Weg, vegetarisch schon. Denn ich mag zwar Gemüse mehr und mehr, aber eben auch Eier und hin und wieder Quark oder Joghurt. Nicht zu vergessen Butter, und da ausschliesslich irische Weidebutter. Was anderes kommt mir nicht ins Haus.

Und wie nennt man das, was ich dann bin?? Flexitarier, hab ich mir sagen lassen. Das sind die Vegetarier, die auch hin und wieder Fleisch oder Fisch genießen wollen. Ich bin damit glücklich und mag es sowieso irgendwie gar nicht, in ein festes Schema gepresst zu werden und mich einer gewissen Gruppe zugehörig und verpflichtet  fühlen zu müssen. Wer nun denkt: „… jaja, siehste! Jetzt fängt sie wieder das Schludern an. Das ist der Anfang vom Ende. Bald sind alle gute Vorsätze und großen Pläne vergessen und sie futtert wieder wild drauf los und wird wieder Kilos auf den Hüften ansammeln….!“ Weit gefehlt! Ich habe über die Feiertage nicht zugenommen. Erstaunlich und eine glückliche Fügung. Denn ich habe wirklich auf nichts verzichtet. Ob Schokolade, Kuchen, Torte oder mal ein Eis zum Nachtisch….. alles habe ich gegessen. Aber nicht mehr in dem Maße, wie andere Jahre. Ich habe nicht übertrieben. Und das scheint das Geheimnis zu sein. Man sagt ja auch, dass der Stoffwechsel den Turbo anschmeißt, wenn man ihm mal ordentlich Futter gibt. Und genauso muss das bei mir gelaufen sein. Die Waage ist mein Freund. Vor und nach Ostern der gleiche Stand. Ich freuen mich darüber wirklich sehr. Und es ermutigt und motiviert mich, weiter zu machen. Nach den bisherigen -12kg geht noch mehr. Das weiß ich einfach. Ich bin wieder ins ON/Off Fasten eingestiegen und habe mir auch entsprechende Literatur dazu besorgt. Spannend, kann ich euch sagen.

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Es ostert schon sehr…

 

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Ostern 2017

Von draus vom Felde komm ich her.
Ich muss euch sagen, es ostert sehr.

All überall auf den Gräserspitzen sah ich glitzernde Tautropfen sitzen.

Und in der Bäume luftigsten Höhen, konnte ich Vöglein hören und sehen.

Sie rufen uns an und fordern heraus, zum lustigen Reigen um den Osterstrauss.

So lasst uns hinaus gehn und mit ihnen singen, die Sonne ☀️
im Herzen nach Hause mitbringen.

FROHE OSTERN
wünscht euch
IRIS 💚🐔🐣🍀🌺🐞

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Gesunde Abfallprodukte

Was ich in der Vergangenheit immer weg geschüttet habe, das verwerte ich jetzt mehr und mehr. Zum Beispiel das Kochwasser von Gemüse. Gerade gestern Abend habe ich wieder Brokkoli mit Möhren und Sellerie abgekocht. Gewürzt mit Kardamom, Pfeffer und ganz wenig Salz. Der Topf war größer als gewohnt, denn ich habe es ja neben dem Gemüse auch auf das Kochwasser abgesehen. Das schmeckt wirklich lecker, gerade wenn ich Knollensellerie mit auskoche. Erinnert fast an den Geschmack von M.a.g.g.i, was ich ja seit langer Zeit schon meide.

Danach habe ich mir für das gekochte Gemüse ein feines Sößchen ala Hollandaise gemacht. Das war ein echter Genuss.

Für einen Teil der selbst hergestellten Gemüsebrühe hatte ich heute morgen dann eine besonders exotische Verwendung. Ich hatte mir einen Gemüse Smoothie gemacht, weil mir das Obst ausgegangen war. Brokkoli und Möhre in roh, einen Löffel Honig und eine halbe Tasse selbst eingekochtes Apfelmus mit Vanille +++plus+++ besagte Gemüsebrühe. Das sah bunt aus und schmeckte auch bunt. Aber erstaunlich lecker. Ich hatte ehrlich gesagt Bedenken, ob das wohl genießbar sein kann. Ja, kann es!!! Verrückt!

Insgesamt bin ich jetzt, wie man so schön sagt, back on track.

Nach Ende der Fastenphase ging das Gewicht erwartungsgemäß erstmal wieder ein wenig hoch. Das ist auch normal, denn der Körper füllt die Depots auf. Schließlich habe ich ihn kurz gehalten. Und da muss er erstmal schnell was einlagern, wenn es jetzt wieder was zu essen gibt. Ein Kilo kam also wieder drauf auf die Rippen. Dem Freundchen habe ich aber gezeigt, was ne Harke ist. Denn ich bin ja an einer weiteren Abnahme höchst interessiert. Und so habe ich wieder mit meinem On/Off Fasten begonnen. Wie gehabt: einen Tag nur trinken, den anderen Tag essen.

Entsprechend war das gewonnene Kilo schnell wieder weg. Und jetzt gehts also weiter. Es gibt immer mal wieder Herausforderungen. Da bin ich ganz ehrlich. Aber die bewältige ich ganz gut. So hatte ich diese Woche Besuch und habe herrlich duftende Chicken Wings im Backofen gemacht. Diesen Duft vor meiner Nase fiel es mir wirklich schwer, davon keine zu essen. Doch der Gedanke, wie viel besser es mir ohne Fleisch geht, hat mich dann überzeugt die Finger davon zu lassen. Das wäre mal ein Genuss von ein paar Minuten und dafür lohnt es sich nicht, von meinem neuen Weg abzukommen.

Ich freue mich auch über die Unterstützung meiner Familie. Freitags essen mein Sohn und ich immer bei meinen Eltern zu Mittag. Und meine Mutter kocht jetzt meist etwas ohne Fleisch. Das finde ich sehr lieb und rücksichtsvoll zumal es allen nicht schadet, weniger Fleisch zu essen. Heute zum Beispiel gibt es einen schönen Gemüseeintopf. Ich freue mich schon drauf.

Noch eine gute Nachricht. Ich bin neulich in meinem Kleiderschrank auf längst vergessene Klamotten gestoßen, die mir wieder besser passen als noch vor Wochen, als ich darin ausgesehen hätte, wie die Wurst in der Pelle. Ich trage wieder einige Hosen, die mir mal zu eng waren und eine wunderbare blaue Sommerjacke passt auch wieder. Das heisst, die kostenfreie Shopping Saison im eigenen Schlafzimmer ist eröffnet.

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