Mein Wunschzettel

Wie das mit Wunschzetteln so ist….. man schreibt auf, was man gerne hätte und weiss bereits in dem Moment, dass niemals alle Wünsche in Erfüllung gehen können. Manchmal weiss man nicht mal so genau, was man sich in Einzelnen so wünschen sollte. Unsicherheiten sind also normal. Denn was man dann letztlich bekommt, steht in den Sternen.

 

Mein Traummann……. das Aussehen

  • er ist ca.  1,80m groß oder größer
  • schöne Augen, am liebsten braun oder schwarz (grün oder blau geht auch) und er hat einen sehr intensiven, interessierten Blick.  NeuGIERIG
  • er hat dunkle, gut geschnittene Haare (falls länger, dann muss ein Schnitt erkennbar sein) Altersgemäß können sie natürlich auch grau sein.
  • keinen Bart oder wenn, dann einen gepflegten Bart …wie er überhaupt sehr sauber und gepflegt sein sollte.
  • er ist schlank, wobei ein kleiner Waschbär Bauch auch kein Problem wäre
  • er hat Haare auf der Brust und am Unterbauch….das finde ich sehr sexy
  • er hat schöne gepflegte Hände (Fingernägel sauber und kurz). Die Hände müssen nicht schmal und klein und fein sein sondern können durchaus auch Pranken sein, groß und kräftig.
  • er ist gut ausgestattet, was seine externes männliches Geschlechtsmerkmal angeht. **grins**
  • lange Beine – für kurze Hosen tauglich. Ich mag schöne Männerbeine.
  • seine Kleidung ist sportlich, praktisch und kann aber im Bedarfsfall auch mal elegant sein. Ich liebe Oberhemden und da besonders die weissen. Dazu gerne eine edle Jeans. Er trägt  nicht immer nur Jeans, auch mal Stoffhose. Nicht immer nur Turnschuhe, auch mal Lederschuhe… und da am liebsten so richtig edle, hochwertige Teile, gerne bisschen ausgefallen und modisch. Lederjacken liebe ich auch an Männern. Der Duft, gemischt mit einem guten Rasierwasser ist der Hammer.
  • er hat ein schönes, verschmitztes Lächeln und weicht meinem Blick nicht eher aus, als ich seinem.

Mein Traummann……. der Charakter

  • er ist selbstbewusst und ruht in sich
  • er arbeitet gerne an sich und ist an Weiterentwicklung immer interessiert
  • er ist aufgeschlossen für Neues, abenteuerlustig, mutig, loyal mir gegenüber und nicht arrogant.
  • er ist kein Klugscheißer. Gerne darf er Dinge besser können oder besser wissen als ich. Aber er muss mich deshalb nicht behandeln, als wär ich blöd. Da bin ich allergisch.
  • er lässt sich nicht mit Leichtigkeit von mir um den Finder wickeln, d.h. er durchschaut mich. Zu jeder Zeit. Und er erahnt  meine Vorhaben schon vorab und interveniert, wenn es ihm nicht gefällt bzw. der falsche Weg sein sollte, den ich einschlage.
  • er hat eine gesunde Dominanz. Das macht ihn und seine Männlichkeit aus.
  • er gibt mir das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit.
  • ich kann mich auf ihn blind verlassen und ihm vertrauen
  • er ist stark, wo ich schwach bin
  • er zeigt Gefühl und kann auch mal weinen, wenn er wirklich traurig ist
  • er vertraut mir seine geheimen Gedanken an und lehnt sich auch mal an mich an, genau wie ich an ihn
  • er ist verspielt, auch mal albern und ein großer Junge von Zeit zu Zeit. Er hat einen guten Humor, gerne auch einen schwarzen.
  • er weiss, wie man mich aufmuntert, aufbaut, mir wieder Mut macht, mich zum Lachen bringt usw. Er stärkt mich in jeder Lebenslage und ich tue das natürlich dann auch gerne für ihn. Gemeinsam statt einsam.

So oder so ähnlich könnte mein idealer Partner aussehen. Da ich weiss, dass jeder seine Ecken und Kanten hat, jeder durch seine Lebensgeschichte geschliffen worden ist, nehme ich Abweichungen von diesem Idealbild natürlich in Kauf. Und mir ist durchaus bewusst, dass ich auch für einen Mann nicht immer alle Wunschkriterien erfüllen kann. Etwas anderes anzunehmen wäre vermessen.

 

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Durchlaufende Posten

Es wird Herbst. Andere sammeln Kastanien und Eicheln. Scheinbar ist das die Jahreszeit, wo viele sich auch für die kalten Winterabende etwas zum Kuscheln suchen. Ich suche nicht aktiv. Ich lasse mich finden.

Während ich am Samstag in meinem Büro saß und mich mit der Buchhaltung beschäftigte, gingen meine Gedanken spazieren. Es flanierten vor meinem geistigen Auge die Männer, die mich in den letzten Wochen über diverse Datingportale kontaktiert haben. Die meisten muss ich bei näherer Betrachtung leider als „durchlaufende Posten“ verbuchen.

Stufe 1
Einige Männer verstehen es, sich als sympathische Menschen mit Witz und Geist zu präsentieren. Sie sehen ansprechend aus – wenn sie mit Foto daher kommen – und machen auf mich einen guten Eindruck. Manchmal sogar auch ohne Bild. Wenn mich der Anfangskontakt neugierig macht, studiere ich intensiv das Profil und schreibe zurück. Und dann beginnt das Spiel. Es scheidet sich die Spreu vom Weizen. Während manche einen guten Einstieg hinlegen und dann stark abfallen, können einige wenige das Niveau der Kurznachrichten gleichbleibend hoch halten. Die sind dann schon mal auf der Siegerstraße. Aber auch die endet mitunter überraschenderweise im Straßengraben.

Stufe 2
Über kurz oder lang verlassen wir gemeinsam das Datingportal und steigen auf ein anderes Medium um. Entweder ein beliebiger Messenger, Skype, WhatsApp oder Mail. Je nachdem, an was die Herren so gewöhnt sind oder was für sie in ihrem Alltag praktikabel ist. Oder auch was sie ihrem Alter gemäß noch bewältigen können. Ist leider so. Hab ja bereits hier über die sog. Nokia Opas berichtet. (ich weiss, ich bin eine alte Lästerschwester….. aber heisst es nicht immer: „Frauen & Technik, fremde Welten treffen aufeinander“??)

Stufe 3 – Feuer frei
Dann gehts los. Wo man sich gegenseitig mit Fotos und Sprachnachrichten oder auch live Videos und Telefonaten erfreuen/erheitern oder auch schockieren kann, fallen die Masken und manchmal sogar auch noch die Hüllen. Im schlechtesten Fall trennen sie bereits da die Wege. Manchmal nach Minuten. Während in Phase 1 noch davon die Rede ist, dass der Mann sich von und mit mir Gespräche mit Tiefgang wünscht, suchen in Phase 3 dann einige Männer meine Tiefe nur noch in den Abgründen meines Dekoletés. Und jedes sinnvolle Gespräch rückt dann in weite Ferne. Mittlerweile schaue ich mir das dann auch nicht mehr länger an in der Hoffnung, da kommt noch was Vernünftiges nach. Ich verabschiede die Kandidaten dann freundlich und direkt wieder aus meinem Leben. Gestern hat einer gemeint: Er wäre doch aber ein wirklich niveauvoller, kurzweiliger, attraktiver und interessanter Kerl. Noch dazu Rheinländer, äußerst aufgeschlossen und redefreudig. Und ich würde das mit Sicherheit bereuen, dass ich ihn aus meinem Leben verabschiede. **grins** Hey, das Risiko gehe ich dann jetzt mal ein.

Zurück bleibt jeweils ein schales Gefühl.

Ich habe Freundinnen, die in einer ähnlichen Lebenssituation sind wie ich. Ich denke da gerade an eine spezielle  **wink an Tina**. Wir brauchen einen Mann nicht zum Überleben, denn wir kommen seit einigen Jahren schon ganz passabel ohne klar. Aber dennoch fehlt da was. Das lässt sich nicht abstreiten. Wir wünschen uns einen Mann, der gerne mit uns Zeit verbringt, sich mit uns austauschen mag.  Einen mit eigenen Ideen und Wünsche und  Träumen. In unserem Alter sollte er sein, +/- 5-8 Jahre.  Brauchbar für alles Schöne, was zu zweit mehr Spaß macht als alleine. Und eben auch für das Schöne, wo die beste Freundin nicht weiter helfen kann und will. Jetzt haben wir einen „Anforderungskatalog“ geschrieben. Jede für sich, denn wir wünschen uns keinen „von der Stange“ sondern jeweils ein wunderbares Einzelstück. Den würden wir so gerne lieben. Aber wo steckt er nur? Irgendwo läuft er herum und sucht uns. Da sind wir sicher. Wir müssen jetzt nur noch wie bei Hänsel & Gretel die Steinchen auslegen, nicht die Brotkrumen, damit ER uns findet. Ihrer sie und meiner mich. Klar!! Oder?

Wollt ihr mal lesen? Die Wunschliste? Also meine jedenfalls. Die andere ist top confident.

 

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Männer von Morgen

Heute hatte ich ein schönes Erlebnis. Ich habe eine neue Männergeneration kennen gelernt. Kunden kamen zur Vertragsunterzeichnung mit ihrem ca. einjährigen Sohn. Der Kleine konnte sich gerade mal einigermaßen auf den kleinen Beinen halten. Also ein Laufanfänger. Er kletterte die einzelne Stufe vor meinem Büro hoch und stand im Raum als wollte er sagen: „Hier bin ich. Kann los gehen.“

Gleich neben er Tür stand auf dem Boden ein kleiner Akku Schrauber, den wir kurz vorher benutzt und noch nicht weg geräumt hatten. Den schnappte er sich beherzt und drückte auch gleich auf den Startknopf. Das Ding brummte fröhlich los in seiner Hand und der Knirps strahlte über das ganze Gesicht.

Die Mutter war gleich in heller Aufregung und entriss dem Knaben das Werkzeug, was dem Kleinen einen entsetzten Gesichtsausdruck machte. Aber er hielt sich damit nicht auf und schritt munter voran in die Ausstellungshalle. Dort hüpfte er aufgeregt zwischen den vielen bunten, glänzenden Autos herum. Aber er wollte nicht nur schauen. Er wollte was tun. Und so fand er kurz danach eine Mini Wasserpumpenzange, die er sich schnappte um zu helfen, zu reparieren, zu arbeiten. Geht ja nicht, dass alle nur herum stehen und reden und keiner tut was.

Sowas gefällt mir. Ein kleiner Mann der Tat. Kein Schwätzer. Ich hab mich amüsiert. Die Mutter weniger. Sie sagte, man darf ihn keine Sekunde aus den Augen lassen. Er führt immer was im Schilde.

Jawoll, das sind sie, die Männer von morgen.

 

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News ticker light

Sommerloch lässt grüßen. Überall bei den Zeitungen merkt man es überdeutlich. Da werden teilweise völlig sinnbefreite Beiträge verfasst und man fragt sich: „Was will der Autor uns damit sagen?“ Würde der Autor nichts schreiben, dann bekäme er kein Geld, würde seinen Job verlieren und die Zeitung käme mit einigen leeren oder halben  Seiten (für den 1/2 Preis?) in den Handel. Das wär doch auch mal lustig.

Zum Glück ist bei mir selten wirklich Flaute. Ich hätte immer was zu schreiben. Nur fehlt mir die Zeit dafür. Oder es sind so schräge Erlebnisse, dass ich sie unter Verschluss halte, damit mich die Welt nicht als durchgeknallt einstuft. Manchmal sind sie auch nicht familienkompatibel. Ich bin nicht mehr sicher, wer aus meiner Familie mein Blog hier kennt und wer nicht. Und meine Inhalte sind nicht immer für die Augen und Köpfe von jedermann geeignet. Frau hat schließlich einen Ruf zu verlieren. Den der völlig harmlosen Frau, die mit 60, wie sich das gehört, brav zu Hause sitzt, nur an ihrer Arbeit, ihrem Haushalt und der Familie interessiert ist. Und nicht daran, Männer kennen zu lernen, diese zu treffen und die haarsträubendsten oder brüllend komischsten Erlebnisse dabei zu „erleiden“.

Und dann gibts da noch die Geschenke, die das Leben mir macht. Ganz selten geschieht es, dass das Universum meinen Weg sich mit dem von ganz besonderen Menschen kreuzen lässt. Manche nennen es Zufall. Ich kann da nicht so recht dran glauben. So geschehen im Mai. Ich hatte im Juni in diesem Beitrag schon mal drüber geschrieben. Mittlerweile kennen wir uns nun schon sage-und-schreibe 16 Wochen. Und wir sind richtig gute Freunde geworden. Ich erzähle ihm so gut wie alles, was ich so erlebe. Auch die hochnotpeinlichen Sachen. Und er hat irgendwie für alles Verständnis, ermutigt mich Gas zu geben, wenn ich zögerlich bin und sagt immer: „Genieß dein Leben. Keine weiß, wie lange wir es noch haben.“ Und letztens meinte er, er habe einen ziemlich heftigen Schwindel gehabt und einen enormen Druck im Kopf und er habe zu sich selbst gemeint: „Jetzt bekomme ich einen Hirnschlag. Das ist das Ende.“ Das Ende war es noch nicht, aber ich hab drüber nach gedacht, was denn wäre, wenn es mal so weit ist? Bei ihm oder mir? Wie würden wir vom Ableben des jeweils anderen erfahren? Schließlich kennt weder seine Familie mich, noch jemand meiner Leute ihn. Sollte ich endlich – was ich schon lange vor habe – ein Testament aufsetzen? (habt ihr sowas?) Und da schreibe ich dann all die rein, die informiert werden müssen/sollen. Mit Maladeres und/oder Telefonnummer? Passwörter diverser Online Spielplätze müsste ich da auch hinein schreiben. Ne Freundin von mir hat das glaub ich schon gemacht. So ne Datei für ihre Kinder, die sich dann kümmern werden und die diversen „Baustellen“ schließen.

Bis es aber soweit ist, werde ich den Dramaturgen aus dem Schwarzwald hoffentlich noch mal live & in Farbe kennengelernt haben. Einladung an ihn ging schon raus. Und ich vertraue ihm so, dass ich ihn gleich beim ersten Date bei mir zu Hause übernachten lassen würde. So vertraut ist er mir. Ist das nicht schön? Ich finde, ja.

Einmal hat er mir erzählt, da hatte er während seines beruflichen Aufenthaltes in Schweden eine kleine Affäre mit einer viel jüngeren Maskenbildnerin. Soll sehr schön und aufregend gewesen sein. Aber eben auch nicht sowas von Dauer. Eintagsfliege oder 2-3 Tagesfliege. Damals habe ich in mich hinein gehorcht, ob ich eifersüchtig bin. War ich nicht. Was für mich ein sehr gutes Zeichen ist. So bin ich frei von irgendwelchen Besitzansprüchen. Ist doch auch schön. Man lernt im Laufe des Lebens schon auch hinzu. Kann sich von alten Mustern befreien. Dachte ich……

Aber jetzt hat er vor wenigen Tagen berichtet, dass er online eine Psychologin aus dem Rhein/Main Gebiet kennengelernt habe. Eine sehr interessante Frau. Auch eine sehr interessante Frau, hat er gesagt. Sie wäre auf der Suche nach einem festen Partner und habe ihn um Rat gebeten, welche Dating Portale wohl gut wären. Diese Frage hat er mit meiner Hilfe beantwortet. Und dann ist die Dame los gezogen. Auf die Suche. Hat dann aber wohl nichts gefunden und kam zurück um den Kontakt zu ihm zu vertiefen. Sie lud ihn (wie er schrieb) für ein ganzen Wochenende zu sich nach Hause sein. Und er habe aber absagen müssen, weil er so viel zu tun habe.

Skandal!!!! Ich habe ihn schon vor Wochen eingeladen. Und nun das?

Da war es doch tatsächlich wieder, dieses Pieksen in der Seele. Oh nein!! Bin ich am Ende jetzt doch wieder eifersüchtig?? Ich will das nicht!!! Und das bedeutet das? Ich bin doch nicht verliebt!! Oder wie oder was? Verlustängste? Heul!!

Krass ist, dass ich mir heraus nehme ihm allerlei Erlebnisse zu schildern. Und er reagiert völlig souverän. So wie ich mir das für mich wünschen würde. Nur ich dumme Nuss spüre dieses Unbehagen in mir, wenn er mal woanders hin schaut als nur immer auf mich? Da sehe ich Handlungsbedarf. Ich muss dringend an mir arbeiten. Kann man Eifersucht ausrotten? Gibts sowas wie Unkraut Ex für Eifersucht?

Fragen über Fragen….. was sagt ihr?

 

 

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Die Angst vor der Liebe

Sie ist immer da. Wenn die Verletzungen in der Vergangenheit allzu heftig waren und auch aus dem wunderbarsten Traumpaar dann nach Jahren ein Albtraumpaar wird, dann verliere ich den Glauben an die Existenz einer Liebe, die von Dauer ist. Und ich will nicht nochmal alte Fehler machen. Erst vertrauen und ihm alles glauben und in Augen schauen, die mir ein warmes Gefühl machen. Wo ich mich aufgehoben, verstanden,  geborgen und sicher fühle…. gefühlt habe. Ein Mensch, dem ich nichts Schlechtes zugetraut hatte. Alles hat so wunderbar und hoffnungsvoll begonnen. Sogar dramatisch, aufregend und herausfordernd. Und er hat sich gleich am Hochzeitstag als der Held bewiesen, für den ich ihn immer gehalten hatte. Mein Bund- unser Bund – war besiegelt und ich war so stolz und glücklich, dass ich ihn endlich gefunden hatte. Den Meinen.

Das ist beinahe 20 Jahre her. Jahre in denen viel passiert und noch viel mehr schief gegangen ist. Rückblickend kann ich das erkennen. Er sicher auch. Ich weiss es nicht.

Wir haben uns nicht scheiden lassen. Ist nur ne Formalität. Aber wir sind beide sicher sowieso nie wieder wirklich vertrauen zu können. Und die Ehe wird auch nie mehr unsere Lebensform sein, die wir leben wollen. Da ist viel kaputt gegangen.

Wir sind jetzt vernünftig. Wir haben das Lieben ad acta gelegt. Für immer. Sentimentaler Kram. Nichts für uns, die Erfahrenen, die die sich auskennen. Die wissen, wie der Hase läuft.

Wissen wir das wirklich? Und auch wenn wir auf diese besondere Liebe verzichten wollen…. können wir das denn auch? Ohne unter einem gewissen Mangel zu leiden?Das frage ich mich.

Es gibt sie immer wieder, diese Phasen in denen ich dünnhäutig bin, mich alleine fühle und neidisch auf Paare schaue, wenn sie einen vertrauten und verliebten Eindruck machen. Oder wenigstens einen harmonischen. Natürlich kann man nie hinter die Kulissen schauen. Ich bin selbst Meisterin im Schauspiel „Heile Welt & Eheglück“ gewesen. Man will ja nicht zugeben, dass es oft gewaltig schief läuft. Das eigene Versagen gibt man ungern zu. Wieder gescheitert? Wieder auf Sand gebaut? Nein, ich doch nicht!!!

Die schwachen und traurigen Phasen voller Einsamkeit und dem Gefühl – nichts und niemand liebt mich – werden abgelöst von den Phasen in denen mir das Single Leben als beste denkbare Lebensform erscheint. Und ich bin fest überzeugt, dass ich nie mehr was anderes möchte.

Und ich treffe Männer, die das genauso sehen. Und mit denen kann ich mich über dieses Lebensmodel austauschen. Doch ist uns damit geholfen? Nicht wirklich. Denn die Unverbindlichkeit macht uns wieder einen Strich durch die Rechnung.

Angst beherrscht uns auf der Suche nach einer neuen Liebe.
Verflixt! Wie komme ich da raus, aus dieser Spirale?
Hat jemand ne Idee?

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Verlobung gelöst – andere Dramaturgie

Der Sizilianer und ich  wir sind nicht mehr zusammen. (wobei das mit der Verlobung eh nur Spaß war…. nicht, dass einer noch denkt, das wäre echt gewesen.) Er gehört zu der Sorte Männer, die allzu zutraulich und übermütig werden, wenn sie spüren, dass eine Frau offen ist und über alle Themen frei und ohne Hemmungen reden kann. Und sich auch nicht scheut es, wenn es passt, mal zu tun.

Dann drehen sie auf und mehr und noch mehr und irgendwann ist die Grenze jenseits des guten Geschmacks erreicht. Und wenn man sie dann darauf aufmerksam macht, dann sind sie pikiert und fragen: „Was hast du denn auf einmal? Du warst doch sonst ganz locker.“ Ja, locker. Aber eben nicht niveaulos. Er sah das anderes und wollte mir weiter Ansagen unter der Gürtellinie machen. Haken dran. An den Sizilianer.

Dann geschah es, dass ich Anfang Mai Geburtstag hatte und mir das Schicksal einen neuen Mann an Land spülte. Ein wahres Geschenk. Exakt an meinem runden Wiegenfest. Und auch das durch einen Zufall bzw. ein kleines Missgeschick meinerseits. Er war zu der Zeit gerade mal den dritten Tage bei einer Datingseite online. Und ich markierte ihn versehentlich oder sogar ganz unbewusst als Favorit. Deshalb schrieb er mich an und meinte, er findet mein Profil dort sehr an- und vielversprechend. Daraus entwickelte sich ein sehr spannender und bereichernder Kontakt. Ich denke bzw. ich bin überzeugt, für beide Seiten. Das ist jetzt schon sechs Wochen her und ich empfinde es, als würden wir uns ganz lange kennen. Und diesmal ist alles ganz anders. Keine sexuellen Gelüste stehen im Vordergrund. Es ist wirklich der geistige Austausch, der mir so gut gefällt und mich regelrecht befruchtet. Wir sind uns noch nicht in live begegnet, weil das durch die Entfernung nicht möglich ist. Aber das macht nichts. Es wird irgendwann passieren, dass wir uns sehen. Und egal ob es dann ein Prickeln geben wird oder nicht, wir werden weiter in Kontakt bleiben. Er ist älter als ich und ich kann wirklich sagen, auch weiser. So oft hat er mich in der kurzen Zeit jetzt schon mit guten Hinweisen und Anregungen gefüttert, dass ich sagen kann, er ist mir ein wirklicher Freund geworden. Was diesen Kontakt so besonders macht, ist auch die Tatsache, dass er keinerlei Besitzansprüche stellt. Wir wissen, wir werden nie das klassische Paar abgeben. Und das wollen wir auch beide nicht. Da sind wir uns einig. Es ist und bleibt spannend. Dieser Mann ist übrigens Künstler, u.a. Dramaturg am Theater. Und so verändert sich auch gerade ein bisschen meine Lebensdramaturgie. Das kann ich jetzt schon sagen.

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Von Katzenkindern & Mäusen

Schon so oft habe ich mich gefragt, wie das funktioniert. Ich habe hin und wieder neue Leser hier und frage mich woher die kommen. Manche bleiben bei mir hängen, abonnieren meine Blogs und werden zu Dauergästen. Man kennt sich und liest sich gegenseitig. Ich verstecke mich meistens vor Suchmaschinen und ich werde durch die recht selten vorkommenden Namen meiner Blogs auch nicht gefunden. Klar, ich verwende Tags und kommentiere auch auf Seiten anderer Leute. So gibt es neue Verknüpfungen. So weit, so klar. Aber diese neuen Leser erscheinen mir oft wie handverlesen, genau passend für mich zu sein. Wie Kätzchen, die einem zulaufen und die man gerne in seinem Haus aufnimmt und fortan zur Familie zählen. Ohne lange nachzudenken. Du stellst ein Schälchen Milch hin und füllst es immer wieder.

Einige meiner Katzenkinder sind schon 10 Jahre bei mir. Und sind große, dicke Kater geworden. Aber ich möchte sie nicht missen. Keins von ihnen.

Manchmal gehe ich auch auf Streifzug. Aber ich bin als Maus unterwegs. Dann knabbere ich an einem großen Käse, fresse ein Loch rein, dringe langsam immer tiefer ein und entdecke neue, bereits existierende Gänge. Diese Gänge sind oft sehr verschlungen. Manches mal habe ich mich schon verlaufen und den Weg nach Hause nicht wieder gefunden. Dann musste ich bei anderen Mäusen und ihren Familien übernachten. Auf der Couch. Aber es war nie langweilig da. Ich habe immer sehr viel Interessantes erfahren und dazu gelernt. Neue Freunde gefunden. Wenn ich dann wieder zu Hause war, habe ich drüber geschrieben. Ich denke, das sollte ich wieder mal tun. Hab ich lange nicht.

 

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