Die Schnitte

Irgendwie ist es wie verhext. Ich kriege einfach keine  Schnitte sondern bisher leider nur Brotkrumen. Und ich habe in den letzten Tagen gemerkt, ich füge in mühevoller und auch liebevoller Kleinarbeit die vielen großen und kleinen Krümel zusammen und versuche daraus eine Schnitte zu formen. Aber das wird nichts. Da ist nicht genügend Bindemittel. Das ist und bleibt Krümelkram.

Und aus einer unterschwelligen Angst heraus, bei Ablehnung der Krümel dann ganz ohne Futter da zu stehen, habe ich mich mit dem Wenigen zufrieden gegeben. Und es macht mich wirklich so gar nicht glücklich. Oder ich formuliere es mal so: Es macht mich nicht satt. Ich verkaufe mich einfach unter Wert. Das ist ein Fakt. Und das muss ein Ende haben.

Manchmal braucht es einfach eine gewisse Zeit, bis diese Erkenntnis sackt und bis ich mir der Tatsachen bewusst werde. Wir alle verdrängen ja schon mal gerne das Unangenehme. Dann bin ich sehr umtriebig, ich beschäftigte mich mit allerlei (auch) Unwichtigem. Das alles nur, um nicht hinsehen zu müssen. Das Elend ignorieren. Denn es ist ja auch das Zugestehen eines Versagens. Des eigenen Versagens.

Das Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht. Also stelle ich jetzt mal die aktive Suche ein. Heute habe ich mich bei den diversen Partnerbörsen, wo ich einen Account hatte, abgemeldet. Gleichzeitig habe ich einigen Karteileichen oder denen, die auf dem Weg dahin waren eine nette Abschiedsnachricht geschickt. Ich möchte meine Zeit nicht länger sinnlos vergeuden. Ich kümmere mich mal richtig intensiv um mich. Darüber und darauf freue ich mich.

Es ist ein wenig kahl in meinem Spielzimmer. So, als wenn man in eine neue Wohnung einzieht. Aber ich werde jetzt mal sehr intensiv mit mir alleine spielen. Und ich bin zuversichtlich, dass das auch nicht allzu langweilig wird.

 

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3 Antworten zu Die Schnitte

  1. Über das Leben und Lieben schreibt:

    Ich finde es super, dass du dich auf dich selbst konzentrieren möchtest und wirst – das vergisst man heutzutage doch öfters mal. Außerdem glaube ich glaube, dass solche Phasen – also mal mehr, mal weniger Lust aufs Daten zu haben und mal mehr und mal weniger optimistisch zu sein – ganz normal sind. Der „Richtige“ kommt doch eh, wenn man es am wenigstens erwartet. Das ist zumindest das, was man immer hört. Aus Erfahrungen kann ich nichts sagen, weil der Richtige in meinem Leben noch nicht aufgetaucht ist. Ach, am besten lass ich es mit den guten Ratschlägen. 😀 Dennoch: Ich finde deine Einstellung super. Genieß den Sommer! 🙂

  2. martinacarmenluise schreibt:

    so knabbert man sich durch die Auslage…
    dann viel Spaß beim Solo!

  3. Tina schreibt:

    das Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht…woher kenne ich den Spruch nur 😉
    Danke, dass ich deinen Blog jetzt kenne !!!

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