Der letzte Tag ohne Essen

Heute ist Tag 7 und morgen ist Fastenbrechen. Und man mag es glauben oder auch nicht, ich würde gerne noch weiter machen. Denn es geht mir sooooo unglaublich gut damit. Ich vermisse nichts, ich fühle mich gut, Kreislauf und auch sonstige Konstitution gut, kein Schwindel oder Hunger oder Magengrummeln festzustellen.

Was ich auch sagen kann, ich habe kaum noch Schmerzen im Knie, die sonst an manchen Tagen nicht unerheblich und eine echte Einschränkung für mich waren. All das kommt von der Entgiftung und vom Verzicht auf Fleisch bzw. allgemein den Verzicht auf tierisches Eiweiß. Das ist eine Botschaft, die richtig rein haut. Das ist die stärkste Lehre, die ich aus dieser Fastenwoche gezogen habe.

Außerdem bin ich wirklich stolz auf mich. Kein einziger kleiner Fehltritt. Nix. Ich war wirklich sehr diszipliniert. Obwohl ich auch sagen muss: Es war total einfach. Ich bin in dieser Fastenwoche sehr selten in eine Situation gekommen, wo es mich gerupft und gezupft hat. Kaum Versuchungen. Das Essen der Leute um mich herum macht mir keine Gelüste. Ich kann es ja selber kaum glauben. Aber es ist wirklich wahr. Heute, am letzten Tag meiner Fastenwoche haben die Kollegen mittags gegrillt. Das Wetter ist sonnig und schön, da bietet sich das als Mittagessen an. Und so brutzelten gegen 12 Uhr Würstchen, Steaks und Hähnchenspieße auf dem Grill und verbreiteten einen ganz wundervollen Duft auf dem Hof. Und der wehte bis in mein Büro. Dazu gab es mittags dann Kartoffelsalat und Krautsalat sowie frische Brötchen. Das alles wäre unter normalen Umständen genau mein Ding. Da war ich bisher immer dabei. Keine Frage. Und heute? Ich habe mich zu den Kollegen gesetzt und meine selbst gekochte Gemüsebrühe geschlürft.

Ist das nicht irre?
Ja, das ist es. Und während ich das schreibe, fühlt es sich so an, als wenn ich über eine andere Person berichte. Aber nicht über mich. Die Iris, die immer und überall bei allen möglichen Leckereien – gerade den herzhaften – ganz vorne mit dabei war.

Ab morgen werde ich lernen, wie vegane Lebensweise geht. Ich weiss bisher nur, dass man dabei auf Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte verzichtet. Aber wie das gehen soll? Ich denke ich habe bisher immer gerne gegessen. Sicher, viel Falsches und oft auch zuviel. Aber ich möchte auch weiterhin gut und gerne essen, auch satt werde, lecker essen  und  nicht das Gefühl von Mangel haben. Wie das gehen soll, das ist mir noch schleierhaft. Egal. Abwarten. Ich werde es erfahren ob und wie das für mich geht.

Hier mal ein Link zu einer wundervollen Musik, die exakt ausdrückt, wie ich mich gerade fühle:   Wohlfühl Musik

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6 Antworten zu Der letzte Tag ohne Essen

  1. martinacarmenluise schreibt:

    Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Durchhalten! Toll gemacht. Und das Gefühl danach ist echt der Hammer.
    Da bin ich jetzt sehr gespannt, wie Du das vegane Experiment anschließend enstufst. Ich will ja nicht vorweg greifen, aber zu Vegan kommt mir als erstes „freudlos“ in den Sinn 😉

    • chinomso schreibt:

      Ja, mir eigentlich auch. Aber wenn es mir doch sooooo unglaublich viel besser geht ohne Fleisch? Muss ich mir die Freude selber woanders herholen als vom Essen. Oder?? **zwinker-blinker**

  2. fitandfoodworld schreibt:

    Super Entscheidung, vegan zu werden – und vor allem eine genussreiche Entscheidung 🙂 im Internet und auch schon hier auf WordPress wirst du unglaublich viele tolle leckere und auch kalorienreiche, sowohl gesunde als natürlich auch ungesunde 😉 vegane Rezepte finden, einfach mal unter „vegan“ suchen..
    Und vielleicht wirst auch du, wie die meisten Veganer, irgendwann mal sagen, dass du vorher noch nie so leckere und interessante Sachen gegessen hast! Leckere Anregungen gibt es übrigens auch bei Instagram..
    Ich wünsche dir viel Erfolg, viel Spaß und sei nicht zu streng mit dir, die wenigsten werden von heut auf morgen vegan 🙂
    Alles Gute, Janine

    • chinomso schreibt:

      Danke Janine, ich habe (wie du vielleicht schon gelesen hast) mittlerweile meine Zweifel, ob mein Weg echt der strikt vegane sein wird. Denn einige Lebensmittel fehlen mir auf Dauer doch ganz schön. Eier z.B. und auch der Schuss Milch an den Kaffee. Aber es ist eine Phase des Ausprobierens. Fleisch und Wurst fehlen mir eigentlich gar nicht. Das habe ich festgestellt. Und es tut mir gut, ohne zu leben. Die Zeit wird zeigen, wo die Reise hin geht.

      In deinen Blog schaue ich mich auch mal gerne um. Man lernt ja nie aus.

      • fitandfoodworld schreibt:

        der Mensch lebt halt von Gewohnheiten, was seine Vor- und Nachteile haben kann 😉 aber da der vegane Gedanke dich schonmal gepackt hatte, bin ich da ganz zuversichtlich, dass auch du nach und nach neue Gewohnheiten kreierst – setz dich nicht unter Druck, aber verlass auch ruhig immer mal deine Komfortzone, das tut gut 🙂

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