60% und die Ursachen

Das ist definitiv nicht genug. Soviel steht mal fest.

Was ich meine ist, ich bin zu 60% im Plan, mache an 6 von 10 Tagen soweit alles richtig. Die restlichen Tage esse ich zwar nicht falsch, aber ich esse zu wenig und zu unregelmäßig. Frühstück, dann den Tag über nichts und abends dann rein schaufeln, was mir mittags gefehlt hat. Dann Magendrücken und Völlegefühl und keine Chance in den Schlaf zu finden. Und ich bereue, ärgere mich über wieder einen Tag, an dem ich zu wenig auf mich geachtet habe.

Da ist noch Luft nach oben.

Gewogen habe ich mich seit dem 06.03.16 gar nicht. Ich habe nicht mal dran gedacht. Was ich aber als positiv bewerten würde, denn das Gewicht steht nicht mehr so im Fokus wie all die Jahre. Mir ist wichtig, dass ich mich wohl fühle. Woher das kommt, ob von 2-3kg weniger oder woher auch immer, das ist jetzt erst mal Nebensache.

Außerdem bin ich jetzt wieder mal und intensiver denn je unter die Ursachenforscher gegangen. Denn, dass es so ist, wie es ist, das hat ja lichtscheue Gründe. Und wenn man die nicht nur vermutet sondern aufdeckt und ans Licht zerrt, dann können sie vom grellen Licht erkannt und beleuchtet werden. Das wird ihnen nicht gefallen. Denn sie haben es lieber dunkel und geheimnisvoll. Sie wollten all die Jahre unerkannt bleiben. Sie wirkten in der Dunkelheit des Unterbewusstseins viel wirkungsvoller. Und das tun sie noch. Aber ich hoffe, nicht mehr lange. Ausserdem ist es eine sehr spannende Reise ins eigene Ich. Manche der gewonnenen Erkenntnisse sind unangenehm und teilweise auch schmerzhaft. Aber ich habe gelernt, dass es sich lohnt diesen Schmerz auszuhalten.

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Ich bin seit einigen Wochen schon mit wachsender Begeisterung damit beschäftigt, mich mit den Schriften von Veit Lindau zu befassen. Immer wieder erwische ich mich dabei, wie ich denke: „Woher weiß der das? Wie kann er mir immer und immer wieder einen Spiegel vorhalten?“ Manchmal könnte ich ihn an die Wand klatschen, für das was er schreibt. Aber auch nur, weil ich mir eingestehen muss, er hat ja so Recht. Er legt den Finger in die Wunde. Er hört nicht auf mich mit seinen Gedanken zu piesacken. Aber eben nur deshalb, weil ich das so will. Denn ich „gehe immer wieder hin“, ich lese immer weiter in seinen Büchern. Sie treiben mich voran. Sie pushen mich in meinem bisher zu trägen Bemühen, mich und mein Handeln zu verstehen. Und der nächste Schritt wird sein: Mich und mein Handeln zu verändern. Jedenfalls da, wo es klemmt oder schief läuft. s.o.

Es fühlt sich an, als wenn du ein sehr spannendes Buch liest. Du willst wissen, du willst verstehen. Und es lässt dich nicht los. Jede freie Minute verbringst du mit diesem Buch. Und irgendwann merkst du – hey, es geht hier um mich, um mein Leben.

Einige werden sicher jetzt mit dem Kopf schütteln. „Was hat sie denn jetzt schon wieder?“ Andere, und zwar die, die Veit Lindaus Bücher und damit seine Ansichten, Thesen und Ideen bereits kennen, die werden mich sehr gut verstehen. Das kann man Unbeteiligten nur schwer erklären. Es ist ein bisschen wie ein Zaubertrunk, in den man fällt. Aber man entflieht nicht der Realität sondern ganz im Gegenteil. Man stellt sich endlich mal der eigenen Realität. Ich kann es also nur empfehlen.

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4 Antworten zu 60% und die Ursachen

  1. Pia Maria schreibt:

    Der Veit hats einfach drauf. Er schaut in die Seele, ganz tief Bei mir ist der auch schon ganz oft „gegen die Wand geworfen „worden. Aber er taucht immer wieder auf….ganz schön hartnäckiger Bursche.

  2. Bianca schreibt:

    Toller Artikel. Sehr ehrlich und erfrischend. Danke!
    Ich kenne das, dieses vorm Schrank stehen und sich sagen „Nein ich kaufe jetzt nicht neue Klamotten“. Habe auch einen riesigen Stapel mit Kleidung, die NOCH nicht passt 🙂
    Ich drücke dir die Daumen für den Kurs und ich kann dir die Übung mit dem Spiegel nur empfehlen – auch wenn es sich erstmal scheiße anfühlt, mach das mal ein paar Wochen, irgendwann ändert sich tatsächlich was 🙂
    Ganz liebe Grüße, Bianca

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