Alles im Fluss

… und ich mitten drin. Fühlt sich sehr gut an.

Ich muss hier heute mal wieder meine Gedanken aufschreiben. Denn das hilft mir immer, mich weiter zu motivieren. Denn mein Blog dient mir manchmal auch als Gedankensortieranlage.

Geduld gehört nicht zu meinen Stärken. Und das hat mir schon oft das Genick gebrochen. Zu früh aufgeben gehört somit beinahe zu meinen schlechten Angewohnheiten. Aber nichts ist in Beton gegossen. Alles ist veränderbar. Daran muss man aber auch glauben wollen und können.

Nun ist es so eine Sache, wenn ich mich auf was versteife. Meistens will ich es dann möglichst schnell und ohne Komplikationen. Das ist aber leider selten so machbar. Weiß beinahe jeder, denn den meisten Leuten geht das so.

Meine Waage ist da auch keine große Hilfe. Wir haben ja schon immer eine wirklich komplizierte Beziehung. Wir sprechen unterschiedliche Sprachen. Das stellte ich heute wieder fest. Ich bin (leider vor dem nächsten geplanten Termin = 1. Juli)  drauf gestiegen, weil ich mich seit Tagen so extrem gut fühle. Und ich hätte wetten wollen, dass richtig was weg gegangen ist. Ist aber nicht so. Nicht der Rede wert die Zahl. Ich muss endlich mal lernen, dass die Zahl auf der Waage nicht unbedingt der zuverlässige Indikator für gute oder schlechte Laune oder für mein Wohlbefinden sein muss. Es geht auch anders.

Gerade schaffe ich es, mich durch das gesehene Gewicht nicht entmutigen zu lassen. Denn, wie gesagt, ich fühle mich sooooooooooo gut. Klingt komisch und schräg. Ist aber so. Und weil mich das so froh macht, muss ich das hier aufschreiben.

Noch vor einer Woche war das ganz anders. Ich fühlte mich tonnenschwer, hatte Knochen- und Gelenkschmerzen, kam mir vor wie eine Hundertjährige. Jede Bewegung war mühevoll und kostet mich Überwindung. Ein entzündeter Insektenstich hatte meinen einen Fuß enorm anschwellen lassen. Die Entzündung saß scheinbar im ganzen Körper. Und dann kam Anfang der Woche die Wende.

Ich muss dazu sagen, ich habe die letzten Wochen vorbildlich kh-arm gegessen und bin wirklich unzähligen Versuchungen ausgewichen. *stolz bin**

Ich war dauernd irgendwo eingeladen oder reiste in der Gegend herum, besuchte Freunde und Familie. Und das ist als KH-Vermeider eine einzige, nicht enden wollende Herausforderung.

Anfangs habe ich zähneknirschend mitunter doch noch „eine Miniportion“ mit gegessen. War ja oft nichts anderes da. Ist halt auch schwer Nein zu sagen, wenn die Mama den von mir heiss geliebten selbst gemachten Kartoffelbrei gemacht hat. Aber so konnte das nicht weiter gehen. Das war mir klar.

Darum bin ich ab einem gewissen Punkt dann mit Heinrichknäcke und Butterdose + Zauberstab inkl. Mixbecher für die Herstellung von Butterkaffee im Gepäck gereist. Und den Kram habe ich auch ausgepackt und genutzt, wenn es keine Alternativen für mich gab. Selbstversorger ist Trumpf. Und weg mich mag, der hat Verständnis für diesen Spleen. Ist ja für nen „guten Zweck“. Oder ist meine Gesundheit etwa kein guter Zweck?

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5 Antworten zu Alles im Fluss

  1. marmite72 schreibt:

    Wow tapfer!! Das mit der Waage kenne ich bestens!!! Ich bin auch voll drin, nur dass ich nicht auf Milchprodukte verzichte, im Gegenteil. Bisher läuft es bestens und ich entdecke die tollsten Sachen. Das Heinrichknäcke ist fester Bestandteil geworden und ich muss ständig nachbacken, weil alle im Umfeld es so lecker finden! Halte weiter durch, der Erfolg wird irgendwann such auf der ollen Waage zu sehen sein. Ich fühle mich auch so gut, wie lange nicht mehr!! Glg

    • Gazellenpfad schreibt:

      Ich verzichte auch nicht auf Milchprodukte. Auf FDDB schreibe ich alles auf und habe so meinen Kalorienverbrauch im Auge. Schön ist bei FDDB, dass man auch die Übersicht hat wieviele KH, Fett, Eiweiß man so verputzt hat. Für mich das ideale Tool.

  2. Marion schreibt:

    … irgendwie unheimlich… das hätte ich schreiben können… (bis auf den Teil mit dem Zauberstab, da ich monentan diese Herausforderungen nicht habe…) – danke fürs Sortieren meiner Gedanken! Irgendwie schön zu wissen, dass man nicht alleine ist… Deine Gesundheit ist der beste Zweck überhaupt! DU bist es DIR wert… schön, wenn es andere dann ähnlich sehen… Fühl dich herzlich gegrüsst von einer, der es ähnlich ergeht…

    • Gazellenpfad schreibt:

      Oh wie schön. Das freut auch mich, dass ich nicht alleine bin mit meinen Gedanken und den Empfindungen rund um meine Ernährung.
      Besonders freut es mich immer, wenn sich jemand auch mal per Kommentar zu Wort meldet. Manchmal bekomme ich hier zwar einige „Likes“, aber für einen Kommentar fehlt den Leuten die Zeit oder die Lust. Das finde ich dann sehr schade. Möchte ich doch gerne wissen, ob ich die Exotin bin oder (wie von dir bestätigt) in guter Gesellschaft.

      • Marion schreibt:

        Geht mir bei meinem Blog auch so… Ich bekomme meist persönlich oder per Mail feedback… manchmal denke ich, ich schreibe so einfach ins Nichts… deshalb habe ich mir heute morgen die Zeit genommen… denn du hast mir echt aus der Seele geschrieben… Gute Gesellschaft? Ich weiß ja nicht… aber jedenfalls bist du nicht alleine – zu zweit sind wir mindestens! *lach*

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