Das Hirn defragmentieren

Das wärs.

Alles nutzlose Wissen raus und das vorhandene mal richtig und vorallem sinnvoll sortieren. All die Tests und deren Ergebnisse, die ins Leere führten müssten dann auch gleich mal ausgemistet werden. Ich hätte viel Platz für Neues. Neue Ideen könnten Einzug halten und sich mal ordentlich breit machen. Aber es müsste auch ein paar Platzhalter geben, damit die kleinen zarten Pflänzchen der Gedankenblitze auch genügend Raum hätten sich zu großen, kräftigen Ideen zu entwickeln. Manchmal brauchen auch diese dann noch ganze Hirnregionen für die Umsetzung und den nachhaltigen Bestand.

Es treibt sich soviel Unsinn in meinem Kopf herum. Geht euch das auch so? Ich verirre mich immer wieder in Gedankengängen und hänge dort unnötig lange fest. Zweifel und Angst vor der eigenen Courage bremsen mich aus. Und das, wo ich doch schon mindestens 2/3 meines Lebens hinter mir habe. Das müsste das doch langsam mal ein bisschen effektiver gehen. Das Denken und die Umsetzung der Ideen. Oder wenigstens die Unterscheidung von nützlichen und unnützen Gedankengängen, von fruchtbar und unfruchtbar.  Töpfchen und Kröpfchen.

Findet ihr nicht??

Warum mich solche verschwurbelten Gedanken beschäftigen und mir die Konzentration auf die Verkleinerung meines Bauchumfangs raubt?

Ich weiß seit heute sicher, dass mich im Beruf turbolente Zeiten erwarten. Und ich muss mich entscheiden. Mach ich da weiter mit oder nicht? Wenn nicht, was dann? Aussteigen? Und dann?

Es gibt einige Ideen, die lange gereift und schon beinahe fertig abgehangen sind. Ich brauche nun noch den Mut sie vom Haken zu nehmen. Und dann kann sich vielleicht (m)eine durch den eintönigen Beruf lange geknebelte Kreativität wieder entfalten. Das wäre mein Wunsch. Was ganz Neues breitet sich vor mir aus. Es lockt mich. Und es beschäftigt mich derzeit mehr als alles andere.

Wenn nicht jetzt, dann wann?? Es ist wie vor einem Bungie-Sprung.
Manchmal braucht man einen kleinen Schubs.

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13 Antworten zu Das Hirn defragmentieren

  1. hermine1909 schreibt:

    Schwierig. Ich würde mir eine Vorteil-/Nachteilliste erstellen. Im Job zu bleiben oder nicht. Und dann noch mal in mich hineinhorchen, was ich genau will, wie ich mich und mein Leben sehe. Eine Altersbeschränkung um etwas Neues zu starten gibt es nur in uns selbst. Ich habe auch beschlossen, wieder zu studieren und es war eine verdammt gute Entscheidung! Nur Mut, liebe Iris! LG

    • chinomso schreibt:

      Das ist ansich ne gute Idee. Aber ich leide schon länger unter dem Job. Da gibts außer den guten Einkommen kaum was Positives. Aber ich erkenne immer wieder, dass auf Dauer das Geld nicht das Wichtigste ist. Der Preis, den ich zu zahlen habe, für dieses Geld – die Nerven die ich lassen muss…. das steht in keinem Verhältnis.

  2. martinacarmenluise schreibt:

    Tja… wie würdest Du in 5 Jahren darüber denken, wenn Du a.) geblieben wärest oder b.) was Neues versucht hättest??? Einfach von da aus zurück blicken auf jetzt. Mir hilft das immer 🙂
    Mit der Hirndefragmentierung ist schwieriger. Keiner weiß, ob auch Wichtiges dabei gelöscht wird.

    • chinomso schreibt:

      In 5 Jahren würde ich nichts Neues mehr anfangen. Dann würde ich nach vorne schauen und mich bald schon auf die Rente freuen. Heute ist es dafür zu früh.

      Nach 20 Jahren in ein und derselben Firma ist es auch mal genug. Gerade wenn sie die Bedingungen immer mehr verschlechtern und auch viele Leute schon weg rennen. Es werden mehr und mehr und vorallem die wirklich guten. Wie war das noch mit den Ratten und dem Schiff…….?

      Wenn ich also voraus zu laufe versuche und zurück schaue, dann meine ich zu wissen, dass es gute wäre zu gehen.

  3. torenia schreibt:

    Oh weia….
    Ich wünsche Dir viel Kraft und Energie für die nächste Zeit.
    Mit klugen Tipps kann ich leider nicht dienen… dafür aber mit viel positiven Gedanken, die ich zu Dir rüberschicke.
    Alles LIebe!!!

  4. supertabman schreibt:

    Ja, da ist guter Rat teuer ! Ich habs irgendwo schon einmal beschrieben: Nächstes Jahr habe ich fünfunddreissigjähriges Jubiläum in unserer (ehemals) so schönen Firma. Wie oft habe ich (halbherzig) darüber nachgedacht irgendetwas anderes zu machen, zu wechseln, in einen anderen Bereich zu gehen, oder sonst etwas. Aber was war ? Immer gezögert, immer abgewartet (…wird schon besser werden), nie die Traute gehabt „abzuspringen“ ! Wenn sich hier und da mal „intern“ etwas anbot, dann waren andere entscheidungsfreudiger oder ich hatte starke Selbstzweifel. So bin ich „hängengeblieben“. Ich meine, sooo schlimm ist das nun auch wieder nicht, aber so dann und wann nervt es gewaltig, zumal die Situation durch zuviel Blindnieten im Management nicht geade Hoffnung auf Besserung gewährt… Nun denn, so werde ich die letzten zehn bis dreizehneinviertel Jahre noch absitzen…
    Ich bewundere Leute die sich in unserem Alter noch etwas aufbauen (können), die den Mut haben sich noch einmal umzuorientieren.
    Wenn du die möglichkeit und die Kraft, den Mumm hast (und davon bin ich überzeugt) dann TUE ES…..aber nich ohne Absicherung…
    Wünsche dir gaaanz viel Kraft und Entscheidunsfreude Gerd

  5. FrauF schreibt:

    schubs……………..

  6. SOLEILrouge schreibt:

    Ein „Denkarium“ wäre in solchen Augenblicken gut…. einfach den ganzen Ballast hineingeben und sich dann die einzelnen Begebenheiten mal „von außen“ betrachten zu können…… Das würde sicher in dem ein oder anderen Fall den Blick schärfen und möglicherweise auch eine Entscheidung begünstigen.

  7. fearlesscreek schreibt:

    SPRING!!!!!!!!!!!!!!!! 🙂

  8. Abisa schreibt:

    Hallo, ich lese zum ersten Mal bei Dir, deshalb weiß ich wenig über deine „Lage“. So allgemein, ohne viel über deinen Kontext zu wissen, denke ich, dass man trotz verschobenem Fokus (von der Abnahme auf die berufliche Veränderung gerichtet) nicht wieder in alte Essmuster geraten muss. Für mich wäre genau das, das Ziel: Nicht ständig die Ernährung den Mittelpunkt sein lassen und trotzdem gesund ernähren. Oder ist das für „uns“ nur ein Traum?
    Viele Grüße und Gutes auf den Weg!

  9. Lydia schreibt:

    Hallöchen meine Liebe,
    ich hoffe,es geht Dir gut,was hast Du nun mit dem alten Job gemacht???????????
    Melde Dich doch mal wieder,schaue jeden Tag hier nach,ob’s was neues gibt,
    Bis dahin,Alma

  10. martinacarmenluise schreibt:

    Huhu Iris!
    Wenn Du Zeit und Lust hast, habe ich hier ein paar Fragen für Dich: http://martinacarmenluise.wordpress.com/2013/07/24/getagged/
    LG MCL

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