Ich bin der Held vom freien Feld

Marco Polo hat sich auch nicht vom Wetter abhalten lassen, wenn er unbekannte Landstriche erkunden wollte. Und genau das habe ich heute getan. Neuland entdeckt.

Einzige Unterschiede zu Marco Polo: Das Land ist nur für mich neu. Der Rest der Bewohner hier kennt es sicher schon. **grins**

Und ich war nicht mit dem Schiff unterwegs. Hätte ich aber gut und gerne tun können bei der Menge an Regen. Leider hatte ich kein Schiff zur Hand. Also ging ich wie geplant zu Fuß.

Heute Morgen hatte ich noch Fetzen von Blau am Himmel gesehen. Die verschwanden leider bevor ich los kam. Denn vor meiner sportlicher Betätigung stand noch ein wenig Hausarbeit auf dem Plan.

Und dann…. gerade als ich den Fuß vor die Haustür setzte, begann es zu regnen. Der Schw.ein.eh.und, der mir auf Schritt und Tritt folgt, flüsterte: „Kehr um. Es regnet. Du wirst naß.“

Aber ich trotzte dem Wetter. Hatte ich doch meine tolle rote Jacke an, warm und wasserdicht und bis über den verlängerten Rücken reichend. Nicht mal Schminke war da in meinem Gesicht, die hätte weg gewaschen werden können. Was sollte mir also passieren??

Und so stapfte ich los. Ziel war es, zu erkunden wo die Feldwege hinführen, die ich immer sehe, wenn ich von der Arbeit nach Hause fahre. Begehbar müssten sie sein, denn dort laufen immer Leute mit ihren Hunden entlang. Und ich hoffte, dass sie mich zu den Teichen bringen, wo ich sonst immer meine 5km abreiße. Denn ich will mich mehr und mehr vom Auto als Zubringer verabschieden. Und ich will die 5km Distanz nach und nach ausdehnen. Denn sie sind mir jetzt schon zu wenig.

Der Plan war – geschätzte 3km über Feldwege und Stock und Stein bis zu den Teichen. Dann 5km um die Teiche herum laufen und die 3km Heimweg über die Feldwege nehmen. Hätte 11km ergeben. Nicht schlecht, Herr Specht! Was?

Das Wasser lief mir am Rücken runter und sickerte in die schwarze Jeans unterhalb der Jacke. Der Wind war so stark, dass er mich regelrecht vorwärts schob. Mir wurde schnell klar, dass ich diesen Weg nicht zurück gehen konnte, denn dann würde mir der Wind den Regen ins Gesicht peitschen. Neee, Danke. Das brauche ich nicht.

Also – Planänderung.
Dem Feldweg folgen und sehen, wo er hin führt.
Dann abbiegen und einen Weg nach Hause finden, der mich nicht so sehr durchfrieren lässt.

Das habe ich getan und der Plan ging auf. Nach einer Stunde kam ich mit klatschnasser Jacke und durchgeweichter Hose nach Hause. Aber unter der Jacke war alles trocken und warm. Meine Lunge war bis in die Spitzen gelüftet worden, die Gesichtshaut hatte Gelegenheit gehabt reichlich Feuchtigkeit zu speichern und ich war sehr, sehr gut gelaunt…. und bin es noch. Habe ich doch meinen Schwe.ine.hund besiegt und war nicht faul auf der Couch sitzen geblieben.

Der Sonntag kann in meiner Bilanz auf der Erfolgsseite eingetragen werden.

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Eine Antwort zu Ich bin der Held vom freien Feld

  1. torenia schreibt:

    Wow! Tapfer. Alle Achtung!!!!
    Das motiviert mich gerade total…!

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