Motivation von außen

Es war endlich Freitagnachmittag und ich spazierte gut gelaunt aus dem Büro. Ein erstklassiges Wetter empfing mich. Und wie ich tagsüber schon meinen Freunden gegenüber getönt hatte, war für den Feierabend die 5km Runde um den See geplant.

Ich fuhr also im Auto so vor mich hin, nichts als den Spaziergang mehr im Sinn….

Nee, stimmt garnicht. Der Schweinehund sagte: „Ach komm, es war ne stressige Woche. Gönn dir mal Ruhe. Du kannst am WE doch los gehen. Da gibts genug Gelegenheit. Setz dich mal zu Hause in deinen Sessel und leg die Füße hoch. Lass mal los und entspann dich. Was soll der Stress denn?“

ABER ich wollte doch heute – nachdem die tagelangen Zahnschmerzen endlich weg waren – wieder laufen. Und ich wusste doch genau, wie gut mir das immer tut.

Hin und her gerissen.

Als ich die Wohnungstür aufschloß stand es 50:50. Laufen oder Füße hoch?? Die Entscheidung fiel. Ich würde zu Hause bleiben und mir – ich hatte ziemlich großen Hunger (oder war es nur Appetit?) ein Brot machen mit diesem leckeren gepökelten Putenfleisch drauf. Und auch sonst dachte ich darüber nach, was ich im Kühlschrank hatte und essen könnte. Aber dann würde ich doch doppelt schlechtes Gewissen haben! Wegen sicherlich zuviel essen (zusätzlich warmes Abendessen würde nach dieser Brotzeit definitiv nicht mehr drin liegen) und weil ich meinen dicken Hintern wieder nicht bewegt hatte.

…. und das Wetter war so toll!!! Sonne pur. Windstill. Blauer Himmel und weiße Wölkchen. Klasse!

Ich ging ins Schlafzimmer und zog wie immer erstmal die Büroklamotten aus.
Da lag meine braune Laufhose. Und ich stieg rein.
Da erinnerte ich mich an dieses tolle pinke Shirt. Und ich zog es an.
Darüber das braune Sweatshirt, was so gut zur Hose passte.

Na und? All diese Sachen kann man auch gut zum Zuhause herum lümmeln anhaben. Oder? (O-Ton Schweinehund) Und da passierte es. Wie ferngesteuert ging ich in den Flur und zog die Laufschuhe an, band die Gürteltasche um, steckte den Schrittzähler ein und die kleine Kamera. Schnappte mir ne Flasche Wasser und die Autoschlüssel und kurz danach saß ich grinsend in meinem Auto, auf dem Weg zum See.

Tschakka, ich habe sie besiegt, die Sau !!!! Und wisst ihr warum? Weil ich da online so ein paar Frauen (ein Mann ist auch dabei) kennengelernt habe, die den gleichen Kampf kämpfen wie ich. Und wir tun uns gegenseitig gut, weil wir uns Mut machen. Alle berichten regelmässig über ihre Erfolge und Mißerfolge, über ihre Ängste und Sorgen, über ihr Leben im Kampf gegen die Pfunde. Vorallem die enormen Erfolge einzelner sind es, die mich faszinieren und ermutigen und mir Antrieb geben. Und ich sage mir immer wieder: „Das will ich auch. Das kann ich auch. Das muss doch möglich sein.“

Wir (fast) alle werden beim Avon Running – 29. Berliner Frauenlauf 2012 mitmachen. Und spätestens dann werden die meisten von uns sich erstmalig live und in Farbe sehen und nicht nur online.

Und ich mache (aber das steht schon länger fest) auch beim Reebok Women Run 2012 in Frankfurt/M. mit. Ich mache jeweils die 5km Walkingstrecke mit. So ist der Stand heute. Kann aber sein, wenn alles nach Plan läuft, dass ich mich noch umentscheide und die längere Strecke wähle.

Think big!!

Foto von gestern Abend.

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9 Antworten zu Motivation von außen

  1. tonari schreibt:

    Toll, dann kommst Du also im Mai nach Berlin.
    Ich hoffe, wir sehen uns dann und ich kann dich in die „Gärten der Welt“ locken.

  2. Sudda Sudda schreibt:

    SUPER!!

    Und danach vielleicht noch WR in Köln?

    *liebguck*

  3. paradalis schreibt:

    Das ist so toll, ich bin stolz auf dich!
    🙂

    ICH WILL AUCH NACH BERLIN!! (Darf ich am Straßenrand stehen und euch die Wasserflasche reichen?)
    🙂

    LG!

  4. Ruthie schreibt:

    5 km walken schaffe ich auch 🙂 Eine schöne Geschichte ist das! Starkes Mädchen!

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