Fastfood versus Feinkost

Im Fernsehen läuft gerade ne Reportage über falsches, fettes Essen. Die sagen voraus, dass die Menschen in denIndustrie Nationen sich eines Tages –O-Ton „zu Tode fressen“ werden. Und das nicht, weil sie Unmengen essen, sondern zu oft viel zu fett essen. 

Und ich sitze hier und der Zahn tropft. Bunte Bilder von dampfenden Currywürsten und knusprig goldgelben Pommes, Ketchup, fette Soßen und mit Käse überbackene Baguettes. Alles glänzt vor Fett. Leute beißen voller Lust in dicke Doppel-oder Trippel-Burger, dass der Saft an der Seite raus tropft.

Warum ich nicht umschalte? Weil mich der Feinkost-Teil der Reportage interessiert.

Gleich hole ich mir einen Teller mit geschnippeltem Obst. Damit ich was zu knabbern habe und nicht am Ende noch einen Überfall auf meinen Kühlschrank plane /durchführe.

Es ist fatal, was sie über die Ernährung von Kindern zeigen. Bei einer Umfrage unter den Kleinen nennt jeder zweite den Hamburger als Lieblingsessen Nr. 1, gefolgt von Pizza und Pommes mit Cola dazu.

Ich habe mal eine Reportage über das Essverhalten englischer Kinder gesehen. Die dort befragten Kinder kannten 8 von 10 Gemüsesorten nicht. Weder wussten sie wie das heisst, noch hatten sie das jemals gegessen.

Schrecklich und langfristig fatal.

So. Ich geh mal den Apfel-, Möhren-, Orangen-Teller fertigstellen. 

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5 Antworten zu Fastfood versus Feinkost

  1. marie418 schreibt:

    Heisst du Fakir mit zweiten Namen? *grins.

    Aber schon gut, mal klar zu zeigen, woran es liegt und woran es noch mehr liegen wird in den nächsten Jahrzehnten … zu fett, zu reichhaltig,zu süss, nicht selbst gemacht.
    Meine Tochter kocht zwar gut – und macht vieles selber, aber die Jungs haben auch eine heftige Abwehr gegen Gemüse, ich frag mich wohl, warum das so ist. Das haben wohl die meisten Kinder.

    Süss und fett ist der Untergang der Figur.

  2. chinomso schreibt:

    Von Feinkost wurde dann bis 23:30 Uhr garnicht mehr geredet. Dann bin ich ins Bett gegangen, denn es wurde immer ekeliger. Nicht nur dass künstliche Aromen den Menschen Erdbeer-, Himbeer- oder Butter-Geschmack in einer Intensität vorgaukeln, die es in der Natur garnicht gibt und denen gegenüber die Natur nur lasch und fad schmecken kann. Kinder werden damit auf bestimmte Geschmacksrichtungen „trainiert“ und finden natürliche Dinge öde.

    Das ist eigentlich ein Verbrechen an den Menschen.
    Schlimmeres haben die auch gezeigt. Japanische Wissenschaftler haben ein Enzym künstlich hergestellt, was Fleischstücke dazu bringt, wieder „zusammen zu wachsen“. Das heisst, aus Fleischresten (Abfällen) kann man auf diese Weise zusammenhängende Fleischstücke herstellen, die dann wieder in Steaks oder Schnitzel zurecht geschnitten werden können.

    Sorry, aber da wird mir wirklich schlecht. Bei dem Gedanken könnte ich glatt Vegetarier werden.
    Schrecklich.

  3. Pummel schreibt:

    Hmm, mein Lieblingsessen war auch schon immer Pommes oder Pasta.

    Ich denke der eigentliche Unterschied liegt nicht mal so sehr im Essen, sondern in der Bewegung. Ich war als Teeny in mehreren Sportgruppen und Vereinen, war jeden Tag mit Freunden auf dem Fahrrad unterwegs, wir haben Tischtennis, Fußball oder Volleyball gespielt oder haben uns anderweitig bewegt.

    Heute sind die Schulzeiten länger, in der Schule sitzt man den ganzen Tag nur rum und Nachmittags trifft man sich lieber bei Facebook als im Park. Da kann man uch viel besser noch nebenbei ein paar Süßigkeiten verspeisen, was uns damals beim Fahrrad fahren eher schwer gefallen wäre…

  4. Pfundie schreibt:

    Pizza, Spaghetti, Pfannkuchen, Pudding und Milchreis waren doch schon immer die Lieblingsspeisen der Kinder.
    Und mein Sohn würde bei Obst, Gemüse und Blümchen vermutlich auch jeweils 8 von 10 nicht benennen können, obwohl er sie gut kennt.
    Dafür kennt er sämtliche Automarken, Dinosaurier und solchen Krams.
    Die Verblödung der Ernährung der Kinder beginnt immer bei den Eltern. Wenn die ernsthaft auf die Desinformationen der Lebensmittelindustrie reinfallen und Fruchtzwerge, Actimel, Smoothies und Co nicht mehr als Süßigkeiten erkennen und entsprechend sparsam einsetzen. Wenn Eltern nicht wissen, dass das Beste aus einem Liter entrahmter Milch Dreck ist, dann haben deren Kinder natürlich ein Problem.
    Und welches Kind möchte schon Gemüselasagne oder Tofuburger sagen, wenn alle anderen „Fritten“ rufen? 🙂

  5. chinomso schreibt:

    Ich denke, die Mischung machts. Keiner möchte den Kids die Pizza verbieten oder die Süßigkeiten vollkommen streichen. Aber man kann sie meiner Meinung nach nicht immer mit Pizza, Pasta und Döner glücklich machen wollen, weil sie da so sehr drauf stehen. Es ist ja nicht so, dass es nichts anderes Leckeres mehr gibt.

    Aber viele Eltern kennen nicht mal selbst mehr die Vielfalt, die man auf den Tisch bringen kann. Wie sollen sie dann den Kindern was beibringen in der Hinsicht??

    Alle sagen, sie hätten keine Zeit oder kein Geld zu kochen. Und das ist ein Jammer.

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