Kopfsachen II

Ich bin ein Mensch, der sehr ungern Medikamente nimmt. Das bedeutet im Klartext. Ich nehme pro Jahr ca. 3-4 Aspirin +C, wenn ich mal Kopfweh habe. Das wars dann auch. Mein Magen ist im Normalfall „aus Edelstahl“, aber von Medikamenten bekomme ich sofort Magenschmerzen. Und vor diesen Hintergrund war die Diagnose Arthrose dann natürlich ein Schlag in die Magengrube für mich. Wie sollte das gehen? Dauerhaft auf Schmerzmittel angewiesen sein?

Erstmal trat ich die Reise an. Ich wollte mir diesen Urlaub nicht von den Beschwerden kaputt machen lassen. Also warf ich morgens prophylaktisch mal ne Kapsel ein, damit ich den Tag „fehlerfrei“ bewältigen konnte. Folge—- keine Schmerzen in den Kniegelenken, aber ein flaues Magengefühl. Und das bei dem leckeren Essen auf dem Schiff. Ärgerlich.

Am nächsten Tag ließ ich die Kapsel weg, trug sie aber für den Fall der Fälle bei mir. Und ich brauchte sie nicht. Das ging dann so ganz gut. Nur an Tagen, wo wir laufen wollten, warf ich mal besser morgens gleich eine ein.  Die Klinikpackung Pillen habe ich aus dem Urlaub fast vollständig wieder mit nach Hause gebracht.

In der Folgezeit fragte mich meine Freundin bei jeden Telefonat: „Und? Was machen die Knie?“ Und ich merkte schnell, dass sie mich so immer wieder an das leidige Thema erinnerte. Denn zum Glück waren die Beschwerden weniger geworden. So entschied ich, ihr ein Erkundigungs-Verbot zum Thema Knie zu erteilen. Sie hielt sich dran.

Ein Jahr ist um. Die Pillenpackung unberührt. Bin ich gesund? Was ist passiert? Hatte ich einfach nur Glück oder kann man Krankheiten auch verdrängen?

Wie auch immer die Anwort auf diese Fragen lautet. Der nächste Urlaub steht an und ich denke, ich nehm ein paar Pillen mit, stopfe sie aber ganz weit unten in den Koffer. Nur für den Notfall, der hoffentlich nicht eintrifft.

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4 Antworten zu Kopfsachen II

  1. april schreibt:

    Tja, ich weiß es auch nicht. Ich bin selber hin- und hergerissen zwischen: ‚man kann nix machen‘ und ‚man kann selber Einfluss‘ nehmen. Vielleicht ist es auch nicht nur so oder so, sondern eine Mischung. Sicher bin ich auf jeden Fall, dass das Mentale eine große Rolle spielt.

  2. UM schreibt:

    Hi mein Liebe,

    wer rastet – der rostet! Wichtig ist, sich weiterhin zu bewegen bis hin zum (leichten) Schmerz; aber nicht über die Schmerzgrenze hinaus. Nur so geht es! Bleib kontinuierlich auf dem Gazellenpfad und halte durch!

    Ich drücke dir meine Arthrose geschädigten patentierten Daumen und alle anderen knarrenden Gelenke ebenfalls, dass du einen schmerzfreien Urlaub haben wirst (bequeme Schuhe mitnehmen….)und wünsche dir viele interessante Eindrücke und tolle Motive für das Objektiv 🙂
    Cheerio for now
    UM

  3. marie418 schreibt:

    Manche Menschen sind an Arztdiagnosen gestorben – so wie meine Mutter zum Beispiel.

    Mein Rücken, der geht gar nicht mehr, ein bekannter Arzt meinte, ich würde nie mehr laufen können und ich laufe wie jeder Mann/Frau auch und das nur mit eigen gemachter Therapie.

    Die Hummel kann laut den wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht fliegen, liegt sie deshalb auf dem Boden?

    Lass deine Knie ihr Leben führen, wenn sie keine Schmerzen haben, dann ist es doch gut, oder?

  4. chinomso schreibt:

    Es sprache Marie: Das Wort zum Knie.
    🙂

    Du hast recht. Man sollte sich weniger Gedanken machen. Jedenfalls den Ärzten nicht immer alles glauben.

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